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PAIN OF SALVATION, Supp. CRYPTEX - Hamburg

31.03.2012 | 20:48

15.03.2012, Markthalle

PAIN OF SALVATION bringen Musikzauber in die Hamburger Markthalle und werden gekonnt unterstützt von CRYPTEX.

Welch ein Segen nach dem kurzem Gastspiel im Vorprogramm von OPETH letztes Jahr nun PAIN OF SALVATION noch mal in voller Länge zu genießen!

Als Support haben sich die Schweden die Hannoveraner von CRYPTEX mit ins Boot geholt, die mit ihrem charmanten progressiven Folk-Rock ordentlich punkten können, denn CRYPTEX sind großartige Stimmungsmacher mit viel Publikumsbezug dank Frontmann Simon Moskon. Der Schottenrocktragende Sänger fällt gleich zu Beginn positiv auf, da er egal ob am Keyboard, Bass oder nur am Gesang einen großartigen Entertainer abgibt. Sehr organisch fliegen dem Publikum die Noten durch die Haare, dabei wird immer wieder auf verschiedenste Instrumente zurückgegriffen, als Gegenpol zu digitalen Konservensounds: Bei 'It's Mine' sitzt Drummer Ramon Fleig auf der Cajon, aber auch das Glockenspiel, Sansula, Mundharmonika, Schellenkranz und selbst ein Didgeridoo - welches sich laut Simon manchmal wie ein Elefantenfurz anhört - haben ihren Platz. Somit ist die noch spärlich besetzte Markthalle bereits in guter, familiärer Stimmung und entsprechend traurig, als die Band ihren letzten Song spielt. Die Traurigkeit des Abschieds nimmt Simon aber ganz positiv auf, denn sie sei gut fürs Ego - und bedankt sich für die tolle Unterstützung. Sehr schön!

Mit der Flötenversion vom '20th Centurie Fox Theme' entern unter lautem Jubel PAIN OF SALVATION die Bühne. Und schnell ergibt sich eine zauberhafte Wechselseitigkeit von Fans und Band, welche sich gegenseitig mit Energie anstecken, selbst aus der hintersten Ecke kommen Reaktionen. Der Effekt: Ein sehr intensives, elektrisierendes und nachhaltiges Konzerterlebnis!

Erwartungsgemäß liegt der Fokus auf der neuesten Veröffentlichung "Road Salt Two" und dem vorherigen "Road Salt One" und immer wieder ist es erstaunlich, wie heavy die Songs live im Vergleich zur CD klingen. Doch egal ob neu oder alt, die Schweden werden heute für ihr Gesamtwerk gefeiert! Auch sehr angenehm ist, dass sich die Show auf der vorderen Hälfte der Bühne abspielt, da der Drummer an der rechten Bühnenseite sitzt und so alle gut ins Geschehen integriert sind. Die mittlerweile gut besetzte Markthalle fließt langsam aber sicher unter Daniels Gesangsleistungen dahin, nach jedem Song erfolgt eine Welle des Jubels, als ob es der letzte Song der Welt wäre: Bei PAIN OF SALVATION lebt jede einzelne Note ihr eigenes Dasein, ist dennoch in Symbiose mit allen anderen Noten. Selbst alte Glanztaten wie 'Stress' vom Debutalbum "Entropia" und das epische 'The Perfect Element' werden heute Abend zum Besten gegeben.
Bei PAIN OF SALVATION hat sich in jüngster Zeit das Bandkarussel gedreht, der Bassist spielt nun Keyboard, dafür gibt es einen neuen Bassisten und nach langer Audition hat sich mit Ragnar Zolberg auch ein ebenbürtiger Gitarrist für den geschiedenen Johan Hallgreen gefunden - eine gute Wahl. 'Healing Now' wird im besonderen Setup mit Ukulelen gespielt, bevor die Band für die Zugaben wieder auf die Bühne gerufen wird. Tausendsassa Gildenlöw sitzt für die Coverversion von 'Nights In White Satin' hinter der Schießbude, der Keyboarder spielt wieder Bass und Neuzugang Zolberg kann auch am Mikrofon überzeugen. Zurück in normaler Formation wird mit 'Sisters' ein traumhafter Abschied gegeben eines grandiosen Konzertes.

Setlist PAIN OF SALVATION:
Softly She Cries, Ashes, Linoleum, The Deeper Cut, 1979, To The Shoreline, Iter Impius, Chain Sling, The Perfect Element, Stress, Kingdom Of Loss, Healing Now, No Way. Zugaben: Jam/Nights In White Satin, The Physics Of Gridlock, Sisters

Hier geht es zu weiteren Bildern des Abends!

Redakteur:
Jakob Ehmke

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