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PILEDRIVER (D), EL PISTOLERO - Darmstadt

16.01.2019 | 17:01

01.01.1970, Goldene Krone

Tolle Musik im unverkennbaren Classic-Rock-STATUS-QUO-Sound.

Kurz vor Weihnachten "verirrt" sich doch tatsächlich PILEDRIVER im Zuge ihrer "Rockwall-Tour" für eine Stipvisite in meine Heimatstadt Darmstadt in die Kultkneipe Goldene Krone. Ich sage absichtlich "verirrt", weil auch ich nur zufällig von der Veranstaltung erfahren habe. Nun ist die Krone ein denkmalgeschütztes Kulturhaus (ehemaliges Gasthaus aus dem 17. Jahrhundert) und selbst mir als Darmstädter ist es bisher entgangen, dass es dort einen Saal gibt, in dem hin und wieder Livebands auftreten. Ich weiß nur, dass es dort zum Beispiel viel Disco und Party gibt und auch der SPH Bandcontest dort abgehalten wird.

Da es keinerlei Werbung gibt (zumindest habe ich keine entdeckt), ist der Besucherandrang überschaubar, was ich sehr schade finde, hätte PILEDRIVER doch mehr Zuspruch verdient. Aber nun gut, es ist, wie es ist, und um 22.30 Uhr beginnt der Support EL PISTOLERO, der wohl auch aus Darmstadt stammt. Da im gleichen Stockwerk anscheinend auch eine Disco angesiedelt ist, kommen und gehen die Besucher, sodass auch hier der Saal nicht wegen Überfüllung geschlossen werden muss. EL PISTOLERO sagt von sich selbst, dass sie eine "deutsche Heavyband sei, die 2012 gegründet wurde mit dem Entschluss, rotzigen Heavyrock mit englischen und deutschen Texten zu spielen. Musik von Outlaws für Outlaws ... Einfach lauter, harter, ehrlicher Heavyrock!" Dass sie ordentlich abrocken, kann man nicht verneinen und so ist der Applaus auch entsprechend.

Nach der kurzen Umbaupause kommt PILEDRIVER auf die Bühne und legt los. Okay, da sieht und hört man doch den Unterschied, wenn eine Band schon über zwanzig Jahre auf der Bühne steht. Der Sound ist plötzlich einfach nur klasse und man fühlt sich in die gute, alte Zeit des klassischen, lauten, energiegeladenen Hard Rocks versetzt – auch wenn ihr Markenzeichen, das Heidi-Intro, erst einmal zum Schmunzeln Anlass gibt. Aber dann geht es richtig zur Sache und uns werden Stücke aus dem neuen Album "Rockwall" präsentiert, ebenso wie Stücke aus den Vorgängeralben "Piles Of Rock" und "Brothers In Boogie". Hier und heute präsentiert sich die Band nicht als STATUS-QUO-Cover-Band, sondern überzeugt mit ihren eigenen Songs, die sich natürlich an ihren Vorbildern orientiert. Mich hat ja schon das neue Album "Rockwall" total begeistert (siehe hier), aber einige der Songs jetzt live zu hören, ist noch ein zweites Tüpfelchen auf dem i! Da kann man gar nicht anders, als einfach nur abzurocken.

Fazit: Wer klassischen Hardrock und auch STATUS QUO mag, der sollte sich unbedingt eines der noch folgenden Konzerte der Rockwall-Tour anschauen. Die Jungs sind einfach nur energiegeladen und haben offensichtlich jede Menge Spaß, wenn sie auf der Bühne stehen. Und diese Spielfreude überträgt sich ganz automatisch auf das Publikum und zaubert ein breites Grinsen ins Gesicht.

Setliste: Heidi-Intro & The Drone; Stomp; Agitators; Rockwall; One For The Rock; Good Times; Rock In A Crossfire-Hurricane; Fat Rat Boogie; Farewell; Top Of The Bill

Redakteur:
Hannelore Hämmer

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