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Pagan Dawn - Bergisch-Gladbach

18.01.2006 | 21:35

07.01.2006, Q1

Der Veranstalter, das Kölner Rock- und Metalforum, sind wirklich vom Pech verfolgt. Nachdem sich vor der letzten Veranstaltung, dem 2. Giant Cologne Metal Meeting, STYGMA IV kurzfristig auflösten und daher nicht spielen konnten, mussten diesmal VINDSVAL aus Luxemburg ihren Auftritt zwei Tage vorher aufgrund eines familiären Trauerfalls verständlicherweise canceln. Hinzu kam, dass man wegen einer Doppelbelegung die Location wechseln musste, was aber wahrscheinlich ein Vorteil war. So fanden sich knappe 200 Gäste im Jugendzentrum Q1 ein.

INSANE

Als Ersatz für VINDSVAL wurden INSANE, eine junge Band aus Wipperfürth, kurzfristig an Bord geholt, die den Job des Openers an diesem Abend übernahmen. Nach dem ersten Song wollte ich den Auftritt schon als gut, aber unspektakulär abhaken und mich dem Bier zuwenden. Aber weit gefehlt. Der Death Metal im Stil von HYPOCRISY, von denen auch 'Eraser' gecovert wurde, wurde nicht nur gut gespielt, INSANE hatten auch durchaus Abwechslung zu bieten. Der Gesang war zwar nicht das Wahre, er wirkte teilweise etwas sehr gepresst und die Stimme knickte das ein oder andere Mal weg, aber ansonsten Hut ab vor dieser jungen Band.

Setlist:
My World Falls
Revenge
Eraser
Trinklied
So Dark
Reincarnation
Brutal End
Annihilation Of Species

SPECTRAL

Danach wurde es dunkler: Nach einem pompösen Intro aus "Conan der Barbar" betraten SPECTRAL die Bühne. Ihr hymnenhafter Black Metal mit einer Prise an MANOWAR erinnernden Bombast kam beim im Schnitt recht jungen Publikum im gut gefüllten Q1 sehr gut an und sorgte für lustiges Mattenschütteln vor der Bühne. Leider waren die teils funkig angehauchten Basslinien ebenso wie die Backgroundgesänge über weite Strecken etwas zu leise. Der Gesang/das Gekreische und die geilen, melodischen Gitarrenharmonien hingegen waren gut zu verstehen und machten richtig was her. So wurde der von schnellen Songs dominierte Auftritt zu einem wahren Ohrenschmaus.

Setlist:
Intro
Iron Demons
Barbaric Assault
Dark Force
Bloodstorm
Night Of The Burning Skies
Kingdom Under Fire
Army Of Odin
Cold Steel & Frozen Blood
Silent Slaughter

HATE ANTHEM

Mit HATE ANTHEM blieb man dem Genre Black Metal treu, auch wenn die Musik von HATE ANTHEM doch einiges roher und ungeschliffener aus der Anlage donnerte als bei SPECTRAL. Der durch Keyboardteppiche atmosphärische und bedrohliche Sound knüppelte gnadenlos alles in Grund und Boden und strahlte pure Wut aus. Das Quintett, das mit einem Übergangsschlagzeuger auftrat und nach eigener Aussage nicht den besten Tag erwischt hatte, kam ebenfalls gut beim Publikum an. Auch optisch hatte man was zu bieten. So liefen die Musiker nicht nur mit Corpsepaint auf, auch das synchrone Propellerbangen war sehr ansehnlich.

Setlist:
Intro
Blasphemical Nemesis
Lacerated Hearts And Old Dity Dreams
Dark Empire
Massacre Of Sin
Armageddon Brought Insanity
Torture

ADORNED BROOD

Nach zwei Black-Metal-Bands kam nun ein ganz neuer Sound: ADORNED BROOD, die auch schon beim WGT in Leipzig spielten, lieferten eine recht eigenwillige Mischung aus Death und Folk Metal, mit Flötenklängen und männlichem sowie weiblichem Gesang. Der junge Mann neben mir sprach von "einer bösen Version von SUBWAY TO SALLY". Und so ganz daneben lag er nicht. Mir persönlich liegt dieser Sound überhaupt nicht. Trotzdem machten ADORNED BROOD ihre Sache ziemlich gut und zeigten sich sehr motiviert und spielfreudig. Auch das Publikum zeigte sich von seiner besten Seite und feierte die Band, die bei '7 Tage', das eine springende Masse vor der Bühne erzeugte, noch eine Kiste Kölsch spendierte, nach allen Regeln der Kunst ab. Die Zugabe 'Die Wiederkehr' war daher obligatorisch, musste aber mit einer erneuten Darbietung von '7 Tage' erweitert werden.

Setlist:
Tanze mit dem Tod
Welcome Our Friends
Hiltia
Sandmann
Lebenslied
Pride Was My Desire
Wigand
In Vitro
Old Great Master
7 Tage
Asgard
Die Wiederkehr
7 Tage

SUIDAKRA

Als letzte Band des Abends kamen SUIDAKRA gegen Mitternacht auf die Bühne und sorgten für einen sehr kurzweiligen Auftritt. Ihr folkiger Death Metal kam verdammt gut aus den Boxen. Besonderes Highlight war Dudelsackspieler Johannes, der zum Tanz aufspielte. Leider hatte sich das Publikum zu dieser Zeit schon merklich gelichtet und beim verbliebenen Rest machten sich die ersten Ermüdungszeichen nach einem langen Konzertabend breit. Die Frage "Seid ihr noch wach?" war daher nicht ganz unbegründet. SUIDAKRA ließen sich aber durch den Zuschauerschwund nicht entmutigen und zockten souverän und mit ordentlich Power ein Stück nach dem anderen aus dem Repertoire der letzten fünf Alben. Natürlich kamen auch SUIDAKRA nicht ohne Zugabe aus, bevor sie gegen ein Uhr das Pagan Dawn-Konzert beendeten.

Setlist:
Pendragon's Fall
Crown The Lost
Reap The Storm
The Well Of Might
Darkane Times
Dead Man's Reel
Gates Of Nevermore
When Eternoty Echos
The One Piece Puzzle
Dragonbreed
A Vision's Demise
Havoc
Wartunes

Gastautor Simon Hink

Redakteur:
Gastautor

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