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Paranoia-Festival - Aalen/Essingen

06.12.2000 | 04:15

01.12.2000, Festwirt

Hmmm... bisher stand ich Indoor-Festivals immer etwas kritisch
gegenüber, da auf Open-Airs einfach bessere, oder sagen wir mal
andere Atmosphäre herrscht. NEIN! Und wieder mal hab ich mich
gewaltig getäuscht! Das 1.Paranoia-Festival, das von Achim Ostertag
(der auch schon das Summer Breeze organisierte) und Ingo Bartelt
organisiert wurde, war ein wahres Freudenfest. Zwar war der Andrang
nicht sonderlich groß, was evt. auch an zu wenig Propaganda gelegen
hat, jedoch war es sowohl von den Preisen, als auch vom
musikalischen her ziemlich geil, und so ziemlich alles ging
reibungslos über die Bühne. Die Bands balancierten zwischen Death-,
Black-, Power- Trash-, aber auch NeoMetal umher was für rege
Abwechslung sorgte.
Also ab in die erste Runde:

Freitag, 01.12.00

FATERED
Da die BlackMetaller KARKADAN aus Ludwigsburg abgesagt hatten begann
der ganze Spaß erst um 21.00 Uhr und zwar mit FATERED. Wie ich beim
Soundcheck schon erlauschen konnte beherrschte der Sänger der Band,
Markus “Kaktus” Benoit nicht nur das Grunzen und Gröhlen, sondern
konnte doch tatsächlich auch ein bisschen singen, was mich schon mal
munter stimmte. Bevor die Jungs (zu 75%) aus Feuchtwangen dann
loslegten übte sich Kaktus noch etwas im Feuerspucken, was ihm sogar
gelang. Nun wurde mir eine etwas seltsame Mischung aus
DeathMetal-Gegröhle, cleanem Gesang, hohen, melodiösen Riffs, aber
auch Geknüpple zu Ohren gebracht, das in eine ziemlich leere Halle
schallte. Es wurden sowohl Songs von der aktuellen CD “Winters Kiss“,
als auch Songs aus vergangenen Jahren wie z.B. “Way Out” aus dem Jahre
1994 gespielt. FATERED spielten an diesem Abend das letzte Konzert
mit ihrem Schlagzeuger Steffen und sind nun auf der Suche nach einem
Neuen, naja, es darf bestimmt auch Eine sein, also wenn ihr Bock
habt und das Schlagzeug etwas beherrscht meldet euch unter:
basstools@gmx.de

MR. VADER
Als nächstes gaben sich MR. VADER die Ehre, die mir an diesem Abend
allesamt etwas abgespannt vorkamen und Tobi Thorwart leichte
Probleme mit seiner Stimme hatte, nichts desto Trotz tat mir der
NeoMetal in den Ohren ziemlich gut, jedoch schien das nicht in der
Masse zu liegen, da an diesem Abend anscheinend nicht sehr viele
NeoMetaller anwesend waren und sich keiner so recht vor die Bühne
traute. U.a. brachten MR. Vader die Coverversion “Stuntman” an dem
sich dann auch “die Älteren” erfreuen konnten, ansonsten spielten sie
hauptsächlich Sachen aus ihrem Debüt “Wrecked”.

MY DEEPEST INNER
Was ich nun zu hören bekam haute mich (wieder mal) total um!!! MY
DEEPEST INNER!!! Bis jetzt hatte ich das Powerpaket aus Ludwigsburg
2 Mal gesehen, jedes Mal war es bombastisch und an diesem Abend
sollte es nicht anders werden... Wie immer fetzten die Jungs mächtig
und brachten zu Dritt mehr Power über die Bühne als so manche Band
mit fünf oder sechs Leutz aufbringen kann. So wurde mit viel Spass
an der Mucke und Spielfreude, was MY DEEPEST INNER wohl u. a.
auszeichnet, durch den Auftritt geführt. Leider mussten sich die
Drei etwas kürzer fassen, da man etwas in Zeitverzug geraten war,
jedoch schlugen die wenigen Songs “Face The Night”, “Awake”, “Never
Again”, “Soul Patrol” und “Just Before” mit geilen Melodien, Bass und
natürlich viiiieeel Power dafür umso mehr ein! Nicht zu vergessen
wäre auch das um Punkt 24.00 Uhr auf Wunsch ein Geburtstagsständchen
für ein “Geburtstagskind” gespielt wurde.... Ich hätte nicht gedacht
das sich diesem Auftritt an diesem Abend noch etwas gleichstellen
würde...

END OF GREEN
...jedoch machten END OF GREEN ihre Sache auf der Bühne mindestens
genauso gut. Die Band aus Göppingen, die sich mittlerweile in der
Szene einen recht guten Namen erspielt hat und deren Stil ich als
Deppresive-Core vermischt mit NeoMetal im Schlage von Deftones nur
etwas klarer, härter und rockiger deuten würde, begannen mit
melodiösen Songs, tausend Tempowechseln und rauer, melodiöser Stimme
des Sängers Michelle Huber einen vielversprechenden Auftritt. Die
Jungs brachten sowohl rockige als auch schleppende Songs perfekt an
den Mann, so dass es sich vor der Bühne noch mehr füllte. Ein
makelloser Auftritt, bei dem die Ekstase nicht weit war. END OF
GREEN bekommt von mir den Stempel Empfehlenswert - ein Muss
aufgebrummt!

DAWN OF DREAMS
DAWN OF DREAMS stellten an diesem Abend mit ihrem Melodic-DeathMetal
den Headliner dar, aber: da musste ich passen... ich hab den
Headliner verpasst *schrei*. Und ich kann euch auch keine Setlist
bieten... sorry...

Redakteur:
Dani Schmötzer

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