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Party.San Open Air 2005 - Bad Berka

06.09.2005 | 20:47

11.08.2005, Festivalgelände

Das wohl beste Festival für harte Klänge ist das PARTY.SAN OPEN AIR. Das Billing enthält die bewährte Mischung aus zugkräftigen Headlinern wie AMON AMARTH (gibt es eigentlich irgendein Festival, wo die Wikinger NICHT spielen?) und CANNIBAL CORPSE, melodischeren Bands wie MOONSORROW und OMNIUM GATHERUM, schwarzmetallischen Klängen wie DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT (kaum zu glauben, dass diese Hass-Combo als Ersatz für AJATTARA verpflichtet wurde) und 1349 und auf-die-Fresse-Mucke wie NAPALM DEATH und ENTOMBED. Somit versammelt sich auch im Jahre 2005 wieder die gesamte Grunzmetal-Szene, um auf dem gemütlichen und durch seine leichte Hanglage optimale Sicht garantierenden Festivalgelände ihre jeweiligen Faves ordentlich abzufeiern.
(Elke Huber)

Zuschauermäßig hat das Pary.San nochmal etwas zulegt. Dass es gewachsen ist, lässt sich aber auch an Kleinigkeiten erkennen. So gibt es dieses Jahr beispielsweise erstmals Duschen auf dem Campinggelände. Ob diese gemischt sind wie im Backstagebereich, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. Aber selbst wenn, dürfte das wohl niemanden wirklich stören. Schließlich entpuppte sich das Party.San vergangenes Jahr als drei Tage Sex, Drugs & Black/Death'n'Roll vom allerfeinsten, alles voll auf die Zwölf und nicht zu knapp. Gespannt, wie es dieses Jahr werden würde, kann man schon mal vorwegnehmen: Was den Black/Death'n'Roll anging, war es dieses Jahr auf jeden Fall grandioser. Beim Rest hab' ich mich zurück gehalten, um mich besser im Fotograben verbunkern zu können. Aber Spaß hatten wohl alle!
(Carsten Praeg)

Schon die Anreise hat spätestens auf der A4 etwas urlaubsähnliches: Die Hügel Thüringens bauen sich für einen Flachland-Berliner recht beeindruckend rechts und links von der Autobahn auf, kleine Türmchen erinnern an die lange Geschichte des Bundeslandes, und auch der Himmel zeigt kurz vor Bad Berka die ersten blauen Stellen - so muss das sein! Wie überhaupt das Wetter erstaunlich gut mitspielt: Nur hin und wieder ein paar Tröpfchen am Donnerstag, Sonne und ein noch recht angenehmer, da sehr kurzer Schauer am Freitag und ein zwar bewölkter, aber trockener Samstag. Von der angeschleppten Festivalausrüstung finden somit Sonnencreme und Regenjacke gleichermaßen ihre kurze Verwendung, während das Bier angesichts der eher kühlen Temperaturen die ganze Zeit über gut schmecken will.

Bereits am Donnerstag ist die Zeltbühne gut besucht, wobei hier die Musik eher als Hintergrundbeschallung zum Kampfsaufen dienen dürfte. Wer einem da so alles mit glasigen Augen und wankendem Schritt entgegen kommt ... die Besucherzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen, mehr als 7000 zahlende Gäste können verbucht werden - was das Gelände aber noch locker verkraftet. Überhaupt ist die Organisation dieses Mal erste Sahne, eine Crew von 150 Personen kümmert sich um den störungsfreien Ablauf.

Ein nicht allzu kleiner Teil der Gäste scheint inzwischen auch aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland anzureisen, was die Veranstalter durch entsprechende englische Hinweisschilder bei den durchaus ordentlichen Essens- und Getränkeständen (lecker Köstritzer Bier wie auch im letzten Jahr für zwei Euro) berücksichtigen. Allerdings hätten sie die englischsprachigen allgemeinen Infos im kostenlosen Programmheftchen besser mal Korrektur lesen lassen sollen - Autogrammstunden sind jedenfalls keine "photograph sessions" ...

Insgesamt bleibt das Party.San auch 2005 das, was es schon immer gewesen ist - ein Festival von Fans für Fans. Und der nächste Termin steht auch schon fest: Vom 10. bis 12. August heißt es wieder "Hell Is Open" - und wir sind ganz bestimmt wieder mit dabei!
(Elke Huber)

Redakteur:
Elke Huber

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