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Pure Metal Friday II - Stuttgart

03.06.2007 | 15:03

25.05.2007, LKA-Longhorn

Einen gemütlichen Abend mit Livemusik und guten Freunden zu verbringen, war mein Vorhaben, weshalb ich mich an diesem Freitag zum "Pure Metal Friday" in Richtung LKA-Longhorn bewegte.

Pünktlich zum Soundcheck traf ich mit einem Kumpel ein und begrüßte erst mal die Veranstalter Georg und Norman von POWERMETAL.de und Metal.de. Bei einem leckeren Stück Pizza erklärten sie mir dann durch die Blume, dass ich mich soeben als "Freiwilliger" für den Job des heutigen Schreiberlings zur Verfügung gestellt hätte, denn schließlich hätte ich mir ja auch das größte Stück aus der Pizzaschachtel "geklaut". Nun denn, so sei es, dachte ich mir.

Pünktlich um 20 Uhr betraten CREDIC aus Stuttgart die Bühne und legten gleich richtig los. Die fünfköpfige Band, die seit knapp zwei Jahren in diesem Line-up zusammenspielt, hatte vor ca. zwanzig bis dreißig Leuten einen recht gelungenen Auftritt. Ihre Musik, die ich als eine Mischung aus Thrash und Death Metal bezeichnen würde, war sehr druckvoll. Lead- und Rhythmusgitarre harmonierten gut, und auch das Schlagzeug erzeugte die notwendigen Doublebass-Partien. Streckenweise wurde ich an alte KREATOR-Stücke erinnert. Das Publikum nahm die Spielfreude der fünf Jungs recht positiv auf, und einige Köpfe bewegten sich munter zum Takt. Gespielt wurden Stücke ihres Vier-Track-Demos, das im März dieses Jahres erschienen ist und das man unter http://www.credic.de/ bestellen kann. Auch noch drei weitere Stücke, wovon sich eines "Ballade" schimpfte, hatten die Schwaben in petto. Leider war bei den letzten beiden Stücken etwas die Luft raus, und es wurde wegen des zu ähnlichen Songwritings etwas langweilig.

Fazit: ein Newcomer mit Talent. Am Gesang, der Bühnenpräsenz und dem Songwriting muss noch gefeilt werden, aber das wird bestimmt noch.

Setlist:
Cruator
Lied Nummer 17 (Stück hat noch keinen Namen)
Brilliance And Genius
Inner Dimension
Gallery
Unequalled
Deceitful Heart

Zu der Filmmusik des 1970 erschienenen Italo-Western-Klamauks "Die rechte und die linke Hand des Teufels" enterten SACRIFICUIM aus Weinstadt die Bühne. Die Death-Metaller um Claudio Enzler und Oliver Tesch haben sich über die Jahre einen guten Namen in der Szene erarbeitet. Geboten wurde technisches Todesmetall vom Feinsten, das vom Publikum auch sofort honoriert wurde. Als Opener erklang 'Of Traumatic Memories And Tears' ihres aktuellen Albums "Escaping The Stupor", das 2005 erschienen ist. Der Sound war kraftvoll, und Claudios tiefe Growls animierten zum Kopfschütteln. Sogar zwei Gestalten, die man eher der Metalcore-Szene zuschreiben könnte, waren von der Show angetan. Ihre Bewegungen sahen zwar mehr nach einem epileptischen Anfall als nach Metal aus, aber jeder hat nun mal seine eigene Art, um Freude auszudrücken. Zu guter Letzt rundeten die Süddeutschen ihre Setlist noch mit 'Episode 666' ab und beendeten damit ihr Gastspiel.

Fazit: ein Gig, bei dem man voll auf seine Kosten kam. Hat Spaß gemacht.

Setlist:
Intro
Of Traumatic Memories And Tears
Kill Me
Towards The Edge Of Degeneration
Pierced By Death
Cold Black Piece Of Flesh
Killing With Style
I Am The Enemy
As Silence Dies
Canavas
----
Episode 666

Als letzte Band des Abends traten CRISIS NEVER ENDS aus dem Großraum Stuttgart auf. Da jetzt Metalcore angesagt war, änderte sich auch schlagartig das Publikum vor der Bühne. Die Veranstalter sollten sich schon ihre Gedanken machen, ob es ein geschickter Schachzug war, diese Band mit zwei Death-Metal-Combos auftreten zu lassen. Für die Anhänger des traditionellen Metal war ab dann die Veranstaltung gelaufen, denn von denen war weit und breit niemand mehr zu sehen. Nun zum Musikalischen: Die Band machte auf jeden Fall einen ordentlichen Job. Die Melodien waren schön dreckig, und vor allem der Schlagzeuger und der Tieftöner gefielen mir gut. Das typische Metalcore-Kreischen nervte mit der Zeit aber gewaltig, und das Herumhampeln des Frontmannes tat sein Übriges. Auch die Lieder wurden mit der Zeit immer eintöniger. Richtig auffällig wurde nur noch ein Gast, der einen Striptease vollführte und nur in Boxershorts auf der Bühne herumstolzierte.

Fazit: Musik und Szene bleiben eindeutig Geschmackssache.

Setlist:
Stop And Think
Eaten Alive
Nights
Heartbeat
Kill Or Cure
Friends
Closer
Elegie
Ocean
Bullets

Insgesamt ist der "Pure Metal Friday" eine gute Veranstaltung, und wir hatten unseren Spaß.

[Kjell Kaup]

Redakteur:
Gastautor

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