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SALTATIO MORTIS - Annweiler

18.09.2005 | 21:33

30.07.2005, Hohenstaufensaal

Mittelaltermusik ist in der Pfalz mehr denn je angesagt. Bereits im letzten Jahr konnte das Package SUBWAY TO SALLY/SALTATIO MORTIS vor nahezu vollem Haus in Annweiler aufspielen. Damals fungierten SALTATIO MORTIS noch als Supportact und hinterließen einen mehr als guten Eindruck. Da gerade die Pfälzer für ihre Begeisterungsfähigkeit bekannt sind, schwor man sich noch einmal in die Trifelsstadt zu kommen. Obwohl gerade zur Sommerzeit in der Süd- und Westpfalz ein Überangebot an Festen und Veranstaltungen besteht, finden ca. 500 Neugierige den Weg in den Hohenstaufensaal.

Bereits am Nachmittag durfte sich der Verfasser dieser Zeilen von dem Ausmaß der Show ein Bild verschaffen, da unsereins eigentlich als Bühnentechniker für die Veranstaltung gebucht wurde und aktiv beim Aufbau beteiligt war. Dieser Umstand hatte auch zur Folge, dass ich leider den Supportact DRAMATIC IRONY verpasst habe, da ich meine Kamera noch holen musste. Die Progressiv-Metaller sollen einen ganz ordentlichen Arbeitsnachweis abgelegt haben, auch wenn die Mucke nicht so recht zum folgenden Mittelalterspektakel passen sollte.

SALTATIO MORTIS werden überschwänglich vom Publikum empfangen und legen zugleich fulminant mit 'Hört die Trommeln' los. Wie auch die meisten Kollegen verfügen SALTATIO MORTIS über ein Mittelaltermarkt/Unplugged- und ein Rock-Programm. Am heutigen Abend hat man sich für letzteres entschieden. Erst kürzlich hatte man die Arbeiten am neuen Album "Des Königs Henker" abgeschlossen und ist froh, wieder auf der Bühne zu stehen. Gerade Bandkopf und Schlagzeuger Lasterbalk der Lästerliche hat bei seinen zwischenzeitlichen Ausflügen in Richtung Bühnenrand so allerlei Geschichten zu den einzelnen Stücken parat. Überhaupt wirkt das Ganze sehr spontan und frisch. Musikalisch bietet man einen gesunden Querschnitt durch die mittlerweile vier Studioalben, wobei glücklicherweise mit 'Tritt Ein', 'Keines Herren Knecht', 'Salz der Erde' und 'Rette Mich' das ein oder andere neue Stück schon Berücksichtigung im Programm findet, auch wenn das Album erst in gut vier Wochen erhältlich sein wird.

Unterstützt wird das Treiben von einer effizient eingesetzten Lichtshow, sowie Feuerfontänen und Pyros. Auch musikalisch brennen die vielseitigen Musiker ein Feuerwerk ab. Immer wieder wechselt man die teils mittelalterlichen Instrumente durch und selbst Sänger Alea der Bescheidene zeigt sein Können auf der Schalmei bzw. Sackpfeife. Glücklicherweise kopiert man nicht namhafte Genrekollegen, sondern zieht seinen eigenen Stil durch. Stellenweise sind zwar auch hier Anleihen zu bemerken, fallen jedoch nicht weiterhin ins Gewicht.

Nach gut anderthalb Stunden Spielzeit läuten dann SALTATIO MORTIS mit 'Erwachen' das Finale ein, ehe 'Mein Weg' und 'Rette Mich' einen tollen Abend abschließen.

Setliste:

Hört die Trommeln
Tanz der Tänze
Heuchler
Salz der Erde
Mea Culpa
Junges Blut
Dessous Le Pont De Nantes
Cantiga Alhambra
Palästinalied
Keines Herren Knecht
Tritt ein
Falsche Freunde
Dunkler Engel
A Kenavo

Erwachen
Mein Weg

Rette Mich
Equinox

Redakteur:
Frank Hameister

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