top banner 85

Slipknot // MudVayNe - Oberhausen

27.06.2001 | 03:29

28.05.2001, Turbinenhallen

Menschliches Wesen definiert sich u.a. durch die Lust an der Aggression.
Menschliches Wesen definiert sich u.a. durch die Lust an der Gemeinschaft.
Menschliches Wesen definiert sich u.a. durch die Lust an der Musik.

Alles zusammen ergibt ein Konzert, was keine Wünsche offen lässt, zumindest nicht für Neometaller.

SLIPKNOT tourten (natürlich u.a.) durch Germanien auf der Suche nach Gleichgesinnten menschlichen Wesen die Lust hatten, sich vor dem Release des neuen SLIPKNOT-Exkrements „Iowa“ nocheinmal deftig die Knochen in Mehl zermahlen zu lassen.

Nun, es gab viele Gleichgesinnte, und demnach auch viele Knochen zu zermahlen.

Also fanden sich in der Supporterlinie 3 Bands wieder, die nach dem gleichen trachteten: Power, Aggression, und endloser Krach!!!!

MUDVAYNE hatten Lust an der Aggression.

AMEN hatten Lust an der Gemeinschaft.

STATIC-X hatten Lust an der Musik.

Diese 4rer Combo, die einem NeoMetalFestival auf Rädern gleichkam, hatte es in sich.

Ein einsamer Powermetal.de Redakteur der es vielleicht nicht in sich hatte, aber dafür umso mehr an sich, derartige Musik zu mögen, pilgerte also zur nächsten Location für den Supergau und fand sich in Oberhausen in der Turbinenhalle wieder.

Turbinenhalle. Der Name passt perfekt. Eine RIESENHALLE, in viele kleine Abschnitte unterteilt, ist von aussen her ein großer roter Klotz, der mehr an ein Stahlwerk erinnert, als an eine Ansammlung von diversen Discotheken und EventLocations. Wären in der Konzerthalle nicht eine Bühne, und Einrichtungen zur Versorgung dürstender Seelen, würde dieser Eindruck eigentlich auch bestätigt werden. Ein Stahlwerk. Düstere Atmosphäre. Rohe Eisengebilde. Geniales Design. Und vor allem VIIIIIIIIIIIIIIIIIEL Platz!
Ein weiterer Vorteil, der sich erst später bemerkbar machte, war die perfekte Belüftung des Komplex. Selbst als SLIPKNOT auftraten verwandelte sich die Luft nicht in eine dicke Masse aus Kohlendioxid und Stickstoff, die sich mit einem 5fachen Anteil an Luftfeuchtigkeit nur schwer durch die Lungen zog.

Ich kann sagen, ich liebe diese Bude!!!


Das eigentliche Konzert, was einem MiniFestival der NeoMetaller schon ziemlich nahekam, begann mit AMENPUNKT

Punkt deshalb weil sie, meiner bescheidenen Meinung nach, eine der wenigen Bands sind, die die Energie, die in ihren Platten steckt, auch voll und ganz OnStage umsetzen und rüberbringen können. Und wenn man sich die Platten dieser Combo aus Metal und HardCore anhört, merkt man, dass da keine Optionen offen bleiben, in Sachen Energie, Aggression und intelligenten Texten.
AMEN rockten die Bude, und das deftig, zwar setzte sich das PogoPublikum just vor der Bühne fast nur aus Youngsters niedrigeren Alters zusammen, aber diese Generation scheint mir besonders anfällig für Casey Chaos Rebellionsbandagen. Zudem war der Sound der Band beinahe perfekt, Casey verschwand stimmlich öfters in einem schwarzen Loch, und die Technik hatte ihre helle Freude daran Schalter zu suchen die das behoben.
Das hinderte Casey mitnichten daran, quer über die Bühne zu springen und alles und jeden durch die Gegen zu stoßen, auf dem Schlagzeug rumzutänzeln oder einfach nur dumm durch die Gegend zu laufen.

Nachdem das Jungvolk sich zu den Hymnen „Justified“ und „Refuse AMEN“ ausgepowert haben wurde es bedächtig still in der Front, was den Frontmann zu der Prognose „You’re all here to see this fucking Band SLIPKNOT, eh?“ veranlasste, und siehe da, es ward ein Gegröhle im Publikum, wie AMEN es nichtmal mit all ihren Hits aus der „We have come for your Parents“ entlocken konnten. Pech. Sie waren da, um SLIPKNOT zu sehen. Naja.

AMEN waren trotzdem eine geile LifeBand, vom Outfit komischerweise a bisserl auf Oasis getrimmt, das war letztlich aber auch eine der wenigen Fehler beim Auftritt der ChaosRevolter. Mit Songs wie „ The Price of Reality“, „Refuse Amen“, „Justified“ und dem Klassiker „Coma America“ u.v.a. hatte das Quintett eine Show abgeliefert, der es eigentlich an nix fehlte.

Aber die Band feierte, in Wort und Musik, sie feierten mit den Fans und nicht Fans vor der Bühne ein Spektakel das beeindruckte.

AMEN haben Lust an der Gemeinschaft.

This Picture has been CENSORED for a better America!

Nachfolgezeit: Erholung von AMEN, was heisst Erholung? Erholen von was? Kleine Kinder beim Pogen umzuknocken? Erholung? Mehr Vorbereitung auf ein neues Example der Künste eines kranken, menschlichen Geistes.

Platz boten die Turbinenhalle genug, und vor allen dingen Luft. (Ich wird es immer wieder betonen, noch nie war auf einem Konzert so gute Luft)


Umbauzeit zuende. Masse stürmt durch die Tore back to the Stage.
Was passiert?

Es wird dunkel, und ich erkenne beim Beginn des Gigs der nächsten Band schlagartig, wie verdammt geil es sein kann, wenn man die Band nicht kennt und noch keins ihrer Lieder gehört hat.

Ein Wort, eine Band, eine Musik.

MUDVAYNE.

Ich stehe da und lausche. NICHTS. Ich lausche weiter. NICHTS. Und plötzlich, kommt aus dem Äther das Intro zu Stanley Kubricks „2001 Odyssee im Weltraum“.

VERWIRRUNG!!!

Was macht ein klassischer Moment in einer solchen HorrorFreakShow wie dieser?

Dass Stanley Kubrick eines der großen Vorbilder des MUDVAYNE Frontmanns Kud (nicht wundern, die haben irgendwie alle solche Namen) ist erfuhr ich erst später, und der Brecher der nach dem Intro auf die Audience losgelassen wurde, wurde logischerweise auch „Monolith“ genannt, wie der schwarze Brocken aus Kubricks Kultwerk eben.

Die Kampfbemalung der Band ließ genau wie der Film einigen Interpretationsfreiraum, wirkte aber waaaaaaaaaaaaaaaaahnsinnig cool im Schwarzlicht, besonders bei Ryknow und Gurrg, welche sich im Schwarzlicht auf ganz skurrile Art und Weise präsentierten, beeindruckend, sehr beeindruckend.

Im großen und ganzen wäre die Band auf der Bühne ganz einfach zu beschreiben:

„BeatleJuice“ [kud], „Chucky Die Mörderpuppe“ [gurrg], „Der König der Löwen“ [ryknow] und „Das Ding Aus dem Sumpf“ [spag] haben sich zusammengetan, um jede Menge Krach zu machen und damit auch noch Geld zu verdienen. Die Thematik dieser Band ist natürlich auch nicht ohne und stellt sich aus allen unangenehmen Bereichen unserer wundervollen Gesellschaft zusammen: Hass, Gier und Skrupellosigkeit. Das ganze mit ein bisserl Aktualität in Sachen Forschung und Kriegsforschung vermischt, garniert sich der ganze horrorkompott auf besondere Art und weise durch Musik, die nichts zu wünschen übrig lässt, zumindest einem NeoMetaller.

Grandioserweise ließ Kud die Message seiner Seele sofort über die Lippen gleiten, und machte klar, was die nächsten 60 Minuten auf dem Programm stand: „MAKE SOME FUCKING NOISE!“

Das Volk hörte und gehorchte.

„Monolith“ explodierte in den Boxen und rammte sich mit Gewalt in jedes unschuldige, oder eher unwissende Gesicht, das der Bühne zu nahe stand. Es wurde abgerissen, zertrümmert und verbrannt was dem Publikum an musikalischer Orientierung gängig war. MUDVAYNE ließen keine Schublade sie ihr eigen nennen. Der Sound brachial und unorthodox gewalttätig. Ein Drummer der sich mit seinem Schlagzeug in einer Art HassLiebe zu verstehen scheint, und dies demnach auch sorgfältig malträtiert und liebkost. Nur Rhythmus suchten TribalFetischisten wie ich vergeblich, aber man kann nicht alles haben. Auf jedenfall war die Percussion des Drummers sPaG nicht zu überhören, und schon gar nicht zu ignorieren, hell die Snares und noch helles die Becken, Dumpf der Bass. Wonderfull!!!!

Der kleine fiese Clown namens Gurrg verharrte beinahe die ganze Show in seiner zusammengesackten Pose, und bewegte sich keinen Zentimeter von der Stelle. Der Knilch imponierte jedoch durch beinahe maschinelle Gestik bei seinen Gesangsparts, und durch coole Bewegung bei Rhythmuseinlagen in den Liedern. Diese fast synchrone aufundab-Bewegung der ganzen Band verlieh dem Szenario ein beinahe künstliches Gesicht, und das war absolut perfekt im Einklang mit der Musik. COOL!!!!
Seine Leistungen in Sachen Gitarre waren gut mit dem Rest der Instrumente eingemischt, aber schwer zu identifizieren, da die Effektlastigkeit der ganzen Show doch einiges ins Bizarre zogen, so auch die heftig kreischende Gitarre der kleinen Mörderpuppe am rechten Bühnenrand.

Der Herr am Bass hatte, wie so einige Bassisten, ernsthafte Probleme überhaupt gehört zu werden. Dass man ihn überhaupt hörte, verdankte er seinem Rumgehampele auf der Bühne, was einige Blicke auf sich zog, und so konzentrierte man sich auf den Bass, und irgendwann hörte man ihn. Ein Bass muss ein Bass sein, und nicht eine schlechte Gitarre. Dass der MUDVAYNE Bassist dies nicht anzuerkennen schien machte aus seinem Bass einfach nur ein dumpfes und monotones Gedröhne im Hintergrund der Restmusik. Bis auf einige Soloparts bei dem er nur Bass sein konnte und nicht Amateurgitarre, war er nicht zu identifizieren. Schade, die Soloparts waren klasse, dröhnend, rumpelnd, und HART, wunderbar HART.

Bei dem ganzen (absichtlich herbeigeführten) Soundfiasko auf der Bühne, dass die Stage zu einer grausamen Kopie der „Rocky Horror Picture Show“ machte, fiel einem der Sänger manchmal gar nicht erst auf. ER war im Gegensatz zu seinen Kumpanen, oder eher Mitmonstern, ein wenig schlicht und einfach im AutomechanikerStyle gekleidet. Das war auch das einzige normale am ganzen, Frisur und Gesicht überließen dem Betrachter keine Frage. Wer fragt stirbt. Das gekünstelte Geschreie Kud’s ging mir nach 3-4 Liedern auf die Nerven. Singen jedoch konnte er beinahe perfekt, melodisch und doch aggressiv, eindringlich und doch abwesend. Das Problem seinerseits ist dass sein Geschrei absolut nicht ernstzunehmend ist weil es einfach zu gekünstelt wirkt, dun sein Gesang nicht überall in die Lieder, besonders die Brachialparts, passt.

Die Freakshow droben auf der Bühne war beeindruckend. BrachialSound, gemischt mit Effekten der Superlative, das ganze supported vom Melodiegesang Kud’s. Die LD 50 steht nu bei mir im Plattenregal, irgendwo zwischen SLIPKNOT und Primer 55. Vom Sound her eigentlich SLIPKNOT für Arme, aber von der Umsetzung stark wie Primer 55.

MUDVAYNE hatten Lust an der Aggression!


Erholungszyklus in der Vorhalle. Immer noch trudeln diverse Gestalten von draussen ein. Kinder, was habt ihr gerade verpasst? Aber egal. Was bleibt noch übrig? STATIC-X und SLIPKNOT. Was hab ich jemals von STATIC-X gehört? „Push It“? Stimmt. Genialer Song. Läuft im Auto auf und ab. Und vor 2 Wochen bei Sepultura die Promodisc aufgedrängt bekommen. Auch voll mit interessanten Liedern. Die Band steht ganz oben auf meiner Fragezeichenliste.

Drinnen wird es wieder dunkel. Abmarsch.

KEIN ARSCH KANNTE SIE!!!!!

Sie betraten die Bühne. Alles war still. Sie fingen an zu spielen. Alles war still.

Deibel!!!

Das sich dieser Zustand drastisch änderte, und die Band ein phänomenalen Beliebtheitskick vollzogen, war durch nichts in Frage gestellt. Ich war hin und weg.

Feinster NeoMetal, auf der Grundlage von Industrial und Trash, mit einer Stimme, oooooooooh diese Stimme!!! Wayne Static hatte es drauf! Die Band vollzog einen Wandel im Publikum, ich sah von Lied zu Lied immer mehr Köpfe wippen und Körper vibrieren. (Meinen nicht ausgeschlossen) Die Band zog durch ihre .... durch ihre.... Schlichtheit an. Die Bandmitglieder Outfittechnisch alle einfach gehalten. Die Band beeindruckte durch PERFEKTEN Sound. Grandioser Härte und einer Individualität in der Produktion und den Effekten dass einem die Spucke wegbleibt. Zu den fetten Gitarrenriffs Trip Rex Eisen’s, die von funktionaler Härte über kunstvolle melodische Eigenheiten zu brachialer Verzerrung überging, gesellte sich der Bassmann Tony Campos, der wusste wie man vernünftig mit einem Bass umgeht. Das dröhnen und hämmern des grummelnden Basses versetzte mich in eine Freudenstimmung, die eigentlich nurnoch durch SLIPKNOT übertroffen werden konnte, es aber nicht wurde. Campos haut auf seinen Bass wie ein Metzger ein Schwein zerlegt, und der Effekt war der gleiche, hier wurde verwurstet bis zum geht nicht mehr, der Bass wurde bis aufs letzte ausgereizt und ausgenommen, und das mit brutalster Härte, aber auch mit teuflischer Raffinesse.
Drums, meiner Meinung nach neben den Effekten der wichtigste Bestandteil einer guten Industrialmucke. Hierbei wurde nichts vernachlässigt, Rhythmus paarte sich zu genialem Rumgebolze, perfektioniert mit gekonntem Einsetzen von Percussioneffekten. Ken Jay wusste was er tat, wie er es tat, und warum er es tat. Er machte den Background für die vielversprechenste Mucke, die es im NeoGenre überhaupt gibt.

Wayne Static, Frontman und Chefmixer der Band, brachte mit seiner Stimme irgendwie jedes Herz zum hüpfen, seine Stimme klingt, na ja, KÜNSTLICH, ist sie wahrscheinlich auch, aber jeder der dieser Band einen melodischen Sänger verpasst hätte, hätte seinen Beruf verfehlt und die Band zu einem MUDVAYNEClone verkrüppeln lassen.
Wayne schrie sich die Leib aus dem Seele, und brachte haufenweise Verstand um den Menschen, was nicht zuletzt an seinem gekonnten Liedern in den Rhythmus lag, und zuletzt durch den Stimme seiner Variationsreichtum perfektioniert wurde.

Die Halle tobte.

KEIN ARSCH KANNTE SIE, ABER ALLE LIEBTEN SIE!!!!

Man feierte STATIC-X für den gelungensten NeoSound des Jahres, und das zurecht. Mit Effekten, die dem ganzen ein geradezu verzerrtes industrielles Gesicht verliehen, und durch hingebungsvolle Instrumentalmucke wieder vermenschlicht, mit DER NeoStimme überhaupt in meinen musikalischen Olymp gehoben, machte der Sound klar, wer die wahrscheinlich besten Newcomer des Jahres sein werden. STATIC-X.

STATIC-X hatten Lust an der Musik.

Weiteres: Man sparte sich den Weg raus aus der Halle und blieb einfach auf dem Boden sitzen. Wurde von bekifftem Hippies vollgequatscht, die einem auf einem MetalKonzert klarmachen wollten dass Aggression und Gewalt schlecht waren, und versuchte sich eine Zigarette zu drehen. Beides Misslang, man sah nicht ein warum man auf einem MetalKonzert Kaffee und Kuchen trinken sollte, wenn man sich zu der besten Mucke des Universums die Knochen brechen kann, und das Rauchen eh eine schlechte Angewohnheit war, sah man nach dem xten zerrissenen Blättchen auch ein. Dass der Hippie irgendwann mal den falschen anquatschte und Aggression und Gewalt am eigenen Leib zu spüren bekam und man eine Filter zugesteckt bekam, änderte nix daran.

Die Bühne wurde umgebaut und mit allerlei Schnickschnack vollgestopft. Man sah von vorne rein dass die Trommeln von [3] und [6] sich mobil machen würden, Die Drums von [1] thronten inmitten von Scheinwerfen und SLIPKNOT-Tribals, und einem 666-Gebilde, gesponsert von Osram-Dulux Glühbirnen.

Nach EWIGKEITEN des Wartens wurde es endlich dunkel!! Endlich!!!

Nachdem die SLIPKNOT Crew vollständig die Bühne betreten hatte und sich das geifernde und gröhlende Publikum beruhigt hatte kam, wie auf der DebutTour von SLIPKNOT, ein schönes Intro durch die Röhre und machte richtig Stimmung auf MEEEEEEEEEHR SLIPKNOT. „People = Shit“ lief auch sofort mit mächtig Krawumm Amok, und die Meute auch. Auf und vor der Bühne ging die Post ab. SLIPKNOT machten durch altgewohnte Aggressivität die Halle zur Hölle und nahmen rücksichtslos das Publikum als Geisel ihrer eigenen Musik. Dass übliche Rumgeschreie und Ausgeticke (Wortkreation meinerseits) bannte noch immer. Und nachdem Frontman [8] auf den Klassiker „Liberate“ aufmerksam machte, war’s auch um alle Lebewesen unter 1,80 vor der Bühne geschehen. Wer nicht pogen konnte oder zu klein war, war verloren. Die Band rastete aus, das Publikum rastete aus, mitsingen war nicht, hier wurde gekämpft, um jeden Zentimeter Platz! Eyeore verdammte jeden der ohne Ohrstöpsel da war in ein Tinitustrauma ohne Ausweg, und lieferte zusätzlich Nahrung für die Blutdürstenden Seelen, die vor dem Gitter um ihr Leben und Gehör kämpften. Die Band, maßgebend „Insane Of The Night“, lieferte immer wieder mit Stücken vom neuen Album „Iowa“ (*sabber*) Gründe für ein traumatisch aggressives Verhalten der Meute vor dem Podest. [0] machte seinem Titel als „Crowdsurfer of the Year“ neue Ehre und nahm es, wie in jedem der SLIPKNOT-Konzerte auf sich, ein paar Handgelenke bei einem 3 Metersprung vom Boxenturm zu brechen. Das Outfit der Band änderte sich nicht viel, [6]’s Clownmaske war ein bisserl böser, [8] hatte das Anlitz einer schwarztupierten Mumie, also wie zuvor, und [0] legte sich ne neue Maske zu. Toll. Die musikalische Qualität der Band ließ auch zu wünschen übrig. [8] krächzte und schrie, und oft genug hörte man es nicht. Von den BackingVocals der anderen ganz zu schweigen, die hörte man NIE.

Die Bühnenshow, die soooooo teuer gewesen sein soll, war nur halb so beeindruckend wie das Maschinengehabe MUDVAYNE’s oder der erstklassigen synchron-tobing Leistung von STATIC-X. Da konnte [0] sich so oft in die Hosen pinkeln (oder es zumindest wollen) wie er will, [6] so oft durch das Publikum streunen bis ihm die Latschen rauchen oder [0] durch das Publikum schwimmen bis alle Hände gebrochen sind, es war ALLES dasselbe wie ich sie vor einem Jahr auf dem Dynamo (Gott halte es in Ehren!) gesehen habe, und da änderte auch das „SitAllDownAndJumpUpWhenITellYouToDo“ Zeremoniell von [8] nix dran.

Die Bühnenshow SLIPKNOT\'s war definitiv einfache Routine, und der Sound hoffnungslos überladen, trotz der grandiosen Leistungen der PsychoMusiker.

[8]’s Beschwörung, noch nie ein besseres Publikum gehabt zu haben, sind auch irgendwie auf jedem Gig der Band gehört worden, und somit nicht unbedingt effektiv.

Trotzdem: sie waren SLIPKNOT.

SLIPKNOTlaut
SLIPKNOTinsane
SLIPKNOTaggressiv
SLIPKNOT

Nunja, vielleicht bessern die sich ja noch. Aber wie es im Moment aussieht, drehen die eh am Rad.

Aber dass iss ja nix neues.
Warten wir die Iowa ab.

SLIPKNOT hatten mal Lust an der Aggression.
SLIPKNOT hatten mal Lust an der Gemeinschaft.
SLIPKNOT hatten mal Lust an der Musik.

Schlusspunktum war das Festival ein grandioses Event, an das man sich gerne zurückerinnert, schon allein von der musikalischen Leistung der verschiedenen Bands her. Famos Famos!!!

Redakteur:
Michael Kulueke

Login

Neu registrieren

Wir verwenden Cookies, um unsere Website besser gestalten und verbessern zu können. Diese nutzen wir unter anderem für die Reichweitenmessung und zu Marketing- und Optimierungszwecken. Durch die weitere Nutzung der Website stimmst Du der Verwendung von Cookies zu (weitere Informationen gibt es hier).