Thrash Fest Classics - Hamburg

29.12.2011 | 10:38

05.12.2011, Markthalle

Thrash 'til Death in Hamburg! Die Thrash Fest Classics Tour kommt mit einem genialen Bandpackage in die Hansestadt und zerlegt alles in Schutt und Asche.

Es ist Montagabend in Hamburg, es ist kalt, es stürmt und schneit, doch in der Markthalle, da soll es heute so richtig brodeln. Die Thrashfest Classics-Tour macht Halt in Hamburg und bietet den Thrashjüngern ein ober leckerers Line Up: MORTAL SIN, HEATHEN, DESTRUCTION, EXODUS und SEPULTURA spielen an einem Abend auf. Die Anzahl der Frauen lässt sich an zwei Händen abzählen, doch sonst ist die Markthalle gut gefüllt - Thrash's not dead!

Es ist wieder ein Konzertabend in Hamburg, der früher losgeht als angesagt. Die Australier von MORTAL SIN stehen also viel zu früh der Bühne, bieten aber trotz noch halbvoller Halle eine amtliche Openingshow. Ihr Thrash der alten Schule lässt sich sein Alter nicht ansehen und kann mit Songs wie 'Blood Of My Enemies' viele begeistern. Von den Jungs aus Downunder wird man bestimmt wieder mehr hören.

HEATHEN walzen ihren oldschool Thrash über die hungrige Meute und treffen mit Songs wie 'Mercy Is No Virtue' und dem Klassiker 'Death By Hanging' genau ins schwarze Thrash-Herz. Insgesamt wirken die Amerikaner aber etwas energielos, sodass der Funke nicht wirklich überspringen will.

Zeit für die deutschen Thrashveteranen von DESTRUCTION! Nach einem spannungsaufbauendem Intro legen die Mannen um Frontmann und Basser Schmier, der sehr gut aufgelegt ist, mit 'Total Desaster' los. Alles, was da noch steht, wird mitgenommen. Als nächstes wird der 'Mad Butcher' losgelassen, um alles kurz und klein zu hacken, Neuzugang Vaaver an den Drums fällt heute mehrmals positiv auf. Dass bei DESTRUCTION nicht jeder Ton korrekt sein muss ist bekannt, aber auch, dass das verdammt gut so ist! Mit 'Black Mass' kredenzt das Quartett einen Klassiker aus der "Sentenced Of Death"-Zeit, der entsprechend abgefeiert wird. 'Invincible Force' darf bei diesem Thrash Fest genauso wenig fehlen wie das obligatorische 'Tormentor' und 'Bestial Invasion', bis mit 'Curse The Gods' ein ehrwürdiges Ende gefunden wird.

EXODUS wirbeln wie ein Sturm über die Bühne, der seinesgleichen sucht. Mit so viel Energie fegt heute noch keine Band über die Bühne, großartig! 'A Lesson In Violence' macht keine halbe Sachen, kann aber von 'Fabulous Desaster' noch übertrumpft werden. Lee Altus legt nach HEATHEN nun mit EXODUS einen gelungenen zweiten Auftritt hin, Respekt! Bei 'Metal Command' geht Rob Dukes mit dem Publikum auf Tuchfühlung und deligiert sein Mikrofon gerne mal in die Menge, worauf bei 'Toxic "Fucking" Walz' wilde Circle Pits toben.

Setlist EXODUS:
The Last Act of Defiance
A Lesson in Violence
Fabulous Disaster
Brain Dead
Deranged
Pleasures of the Flesh
Exodus
Piranha
Metal Command
And Then There Were None
Bonded by Blood
The Toxic Waltz
Strike of the Beast

Endlich kommen nun auch SEPULTURA - sie kamen, spielten, siegten. Nach einem erneuten furchterregenden Intro legen die Braslianer eine dermaßen gute Show hin, dass mir die Ohren schlackern. Dazu strahlt Sänger Green eine unglaubliche Erhabenheit und Energie aus, zudem kann er mit seinem Sea-Shepherd-Shirt zumindest bei mir zusätzlich punkten. 'Refuse/Resist' räumt natürlich mächtig ab, auch das gewaltige 'Beneath The Remains' und 'Mass Hypnosis' dürfen nicht fehlen. Neuzugang Eloy Cassagrande zerlegt dermaßen präzise und technisch sein Drumset, dass es eine Freude ist, ihm zuzusehen. Einer groovenden Hölle gleich setzen SEPULTURA ihren Siegeszug fort, man merkt den Jungs den Spaß und die Leidenschaft in jeder Note an. Die Fans freuen sich über jeden Song und lassen kräftig ihre Nackenmuskeln rotieren.

Setlist SEPULTURA:
Refuse/Resist
Beneath The Remains
Dead Embryonic Cells
Desperate Cry
Mass Hypnosis
We Who Are Not as Others
Altered State
Infected Voice
Subtraction
Inner Self
Kaiowas
Territory
Arise

Redakteur:
Jakob Ehmke

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