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Wacken Open Air 2001 - Wacken

13.08.2001 | 11:16

03.08.2001,

EINLEITUNG


Wir schreiben das Jahr 2001. Ganz Deutschland ist von unsagbar schlechtem Kommerzschranz überflutet und droht langsam aber sicher in einem Morast aus oberflächlichem Gedudel zu versinken. Ganz Deutschland ? Nein... Ein kleines Dörfchen im Norden leistet konsequenten Widerstand und wirkt Jahr für Jahr als Magnet für Metalheads aus der ganzen Welt.
Wacken hat gerufen und wir sind gekommen! Mit insgesamt acht Redakteuren waren wir vor Ort, um Euch einen Eindruck von den knapp 80 Bands zu liefern. Erfreulicherweise gab es dieses Jahr keine Absagen von essentiell wichtigen Bands. Mit einem sorgenvollen Gesicht erinnerte man sich schließlich nur zu gut an die geplatzten Auftritte von TESTAMENT, ANNIHILATOR und OVERKILL im letzten Jahr. Besonders die Thrash-Fraktion unter uns konnte sich dieses Jahr nun wirklich nicht beschweren. Insgesamt kann man wie üblich auf ein bunt gemischtes Angebot zurückblicken, bei dem für jeden Metaller etwas dabei gewesen sein dürfte. Und mit Szenegrößen wie HELLOWEEN oder MOTÖRHEAD konnte man die Zuschauerzahlen vom letzten Jahr noch toppen.
Ärgerlich war bloß, daß es zahlreiche Verschiebungen in der Setlist gab. So hatte man sich schon daran gewöhnt, daß während der Umbaupause der omnipräsente Götz Kühnemund erschien, um die nächsten Änderungen preiszugeben. Daß dadurch ein "wenig" Chaos entstand war natürlich unvermeidlich.
Ansonsten kann man über die Organisation im Allgemeinen wirklich kein schlechtes Wort verlieren : freundliche, hilfsbereite Security, nette Polizisten, allzeit bereite Sanitäter, ein riesiges Angebot an Merchandise und anderen (un-)denkbaren Artikeln erfreuten nicht nur Metallerherzen.
Wie jedes Jahr gab es natürlich wieder Probleme im hygienischen Bereich: zwar gab es im Gegensatz zum vergangenen Jahr mehr WC's statt Dixi-Klos, jedoch viel zu wenige. Otto Normalmetaller zahlte für einmalige Toilettenbenutzung 1 DM, für das (Kalt-)Duschen wechselten je 5 DM den Besitzer. Leider waren insgesamt zuwenig Toiletten verfügbar, so daß man teilweise ganze Stunden damit verschwendete, bis man vom Hinlaufen, über das Warten in der Schlange etc. wieder zurück war. Verständlicherweise waren die hygienischen Bedingungen nach wenigen Stunden unter aller Sau. Nagut, manchmal wurden die WC's gereinigt, aber effektiv war es nicht wirklich.
Dennoch, alles in allem hat es sich mal wieder absolut gelohnt,den Göttern des Heavy Metals in Wacken zu huldigen. Bombenstimmung, coole Bands und ein feuchtfröhliches internationales Publikum verursachten den allerorts ersehnten Ausnahmezustand. Doch nun genug des Geschwafels, viel Spaß mit unseren Berichten!
Der Übersichtlichkeit halber wurden Unterteilungen sowohl nach Tagen als auch nach Bühnen vorgenommen, was bei 74 reviewten Bands notwendig gewesen ist.

Redakteur:
Christian Debes

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