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Warchild CD Release - Kaiserslautern

17.01.2001 | 07:09

13.01.2001, Hardrock Cafe

Die heiß ersehnte WARCHILD CD wurde dem Lauterer Publikum am Samstag, dem 13.01.2001, im Hardrock Cafe präsentiert. Noch heißer als von den Fans wurde sie von der Band selber begehrt, da sie erst 2 Tage zuvor mit der Post ankam. Zwar waren 3 der Musiker ziemlich erkältet, aber eine professionelle Einstellung ihrem „Job“ gegenüber ließ das ganze nebensächlich erscheinen. So ging die Geschichte nochmal gut aus und den Fans wurde eine gelungene Show geboten, die Lust auf die CD machte.

Zuerst betraten die „Einheizer“ MOULDY MUDDY BONEHEADS die Bühne. Wieder eine neue Heavy Band, die bestrebt ist, sich in Kaiserslautern und darüber hinaus einen Namen zu erspielen. Mit ihren dargebotenen Coversongs sind sie auch auf einem guten Wege. Am stärksten waren dabei mit „Seek And Destroy“, „Enter Sandman“, „Damage Inc.“ und „Am I Evil“ Songs von METALLICA vertreten. Außerdem im Set: BÖHSE ONKELZ, OFFSPRING und ich meine auch GREEN DAY (in diesem Bereich kenne ich mich halt nicht so gut aus...). Die Boneheads sind wirklich ein gutes Beispiel dafür, wie man sich in relativ kurzer Zeit einen Namen erspielen kann. Ihr erster Auftritt liegt etwa 1 Jahr zurück und in dieser Zeit haben sie sich ziemlich verbessert. Wenn sie sich jetzt noch einen Sänger zulegen (momentan singt der Schlagwerker – das kommt halt live nicht so toll), dann steht ihnen bestimmt nix mehr im Wege, um die Scharen anzuziehen.

Mit ihrem bekannten Keyboardintro legten dann WARCHILD los. Mit dem Glöckchensound erwarte ich jedesmal den Weihnachtsmann, aber außer den entzückenden Rücken der Band ist weit und breit nix von ihm oder von Geschenken zu sehen (das wäre doch mal was für nächste Weihnachten). Da das Set ziemlich genau der Trackliste der CD angepasst wurde, folgte nach dem Intro auch „Psychodelic Mind“ - ein gelungener Opener. Ein WARCHILD Konzert bedeutet seit es die Band gibt (ca. 10 Jahre) stets gute Unterhaltung und gute Metal Mucke. Live sind üblicherweise die beiden Gitarren im Vordergrund (auf der CD ist das Keyboard ziemlich gleichwertig) und man ist stets um einen guten Metal Sound bemüht. Meistens gelingt dies auch, doch leider war der Sound an diesem Abend oft nicht optimal und stellenweise hörte man die Anlage pfeifen. Wenn man aber schon auf mehreren Konzerten der Band war und die CD gehört hat, dann weiß man, daß sie dies schon bald wieder ausmerzen werden, denn guten Heavy Sound ist man von WARCHILD sonst gewohnt.

Für Spaß und gute Laune sorgen die Jungs beispielsweise bei „Protect Yourself“, einer geilen Nummer mit fetten Gitarren, wenn die gesamte Band beim passenden Part zu hüpfen beginnt. Die Stimmung im Publikum war zwar auch schon partymäßiger, aber wahrscheinlich hatten die Leute ein genaues Ohr darauf, ob sie denn ihre 20, bzw 25 DM später auch gut investieren würden. Die Stimmung war aber dennoch gut.

Schon bald folgte einer der Hits und wohl DER Hit der CD überhaupt: „Midsummernightsdream“. Sorgte dieser Song anfangs noch für Diskussionen, so stellt sich jetzt heraus, daß er die Band WARCHILD der Neuzeit am besten repräsentiert: Ein typisches Ruby-Riff (ziemlich Eigenständig), untermalt von wunderbaren musikalischen Momenten und der hier sehr gut eingesetzten Stimme von Rouven Bitz.

Dann folgte ein weiteres bekanntes WARCHILD Lied: Den dedlden dedldedldenden (auch bekannt unter dem Namen „Do Or Die“). Ich muß sagen, so sehr ich dieses Stück (vor allem das Intro) mag, ist es Live für das Publikum doch eher schwer zugänglich.

Um jetzt nicht jedes einzelne Lied aufzuzählen, möchte ich zusammenfassend erwähnen, daß während dem Auftritt alte WARCHILD Musiker auf die Bühne geholt wurden, um nochmal das ein oder andere Stück mitzuzocken. So wurde noch mehr Abwechslung geboten und den jeweiligen Leuten machte dies auch sichtlich Spaß. Einer der Höhepunkte war jedoch, als bei der hitverdächtigen Balladennummer („The Unreal“) der eigentlich dafür gedachte alte und gut bekannte Sänger leider nicht da war (mit Schlagermusik verdient man halt mehr Geld) und dafür die Nachwuchshelden Fuchs (IVORY NIGHT) und Ott (DIVINUS) das Stück mit ihrem Gesang begleiteten. Dafür, daß der Song von den beiden 2 Minuten vorher im Auto geprobt wurde, darf man die Darbietung des Stückes als sehr gelungen beschreiben.

Als Zugaben wurden der Meute „The Hunter“ von ICED EARTH und ein gelungenes METALLICA Medley (Respekt, wie man in der Zeit so viele Klassiker unterbringen kann) präsentiert. Der Abschuß und krönende Abschluß war jedoch, als man für anwesende interessierte Musiker die Bühne räumte und „Paranoid“ gespielt wurde. Eine sehr gute Idee, bei der man sogar IRON MAIDEN schlug, es standen nämlich 4 Gitarristen (inkl. Sänger Rouven) auf der Bühne...

Fazit: Auch an diesem Abend ist es WARCHILD wieder gelungen, ihrem Motto „Spaß zu verbreiten“ gerecht zu werden. Übrigens wird bald auch eine CD-Review online sein. Wer bis dahin nicht warten will, kann an mailtowarchild@gmx.net (jaja, das mailto gehört zur Adresse) mailen und für 25 DM (inkl. Versand) das Teil bestellen. Eine Homepage ist noch im Aufbau.

Redakteur:
Stefan Lang

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