Wave-Gotik-Treffen 2014 in Leipzig - Leipzig

19.07.2014 | 20:12

06.06.2014, Divers

2014 war das heißeste Pfingstfest. Aber trifft das auch für das WGT 2014 zu?

Das Pfingstfest 2014 geht vorübergehend als das heißeste in die Geschichte ein. Das verlautet der Deutsche Wetterdienst. Wer bei dieser Hitze ordentlich geschwitzt hat, kann sich ansatzweise vorstellen, wie es den Besuchern des Wave-Gotik-Treffens in Leipzig ging, die in dicken Kleidern und Gewändern unterwegs waren. Logischerweise ließen sich viele nicht davon abhalten. Schließlich ist das Festival nur einmal im Jahr. Wer tagsüber einen großen Bogen um die Innenstadt machte, war gut beraten. Nicht nur die Wärme war unerträglich. Leipzig musste sein jährliches Stadtfest zum gleichen Zeitpunkt verrichten. So waren die Straßen in der Innenstadt total überfüllt. Damit ging bedauerlicherweise auch das so oft gerühmte Flair, was die WGT-Besucher in der Messestadt versprühen, ziemlich kaputt.

Kaputt ist auch das Werk 2. Also, es steht schon noch, fiel aber als Veranstaltungsort komplett weg, wie auch der Anker. Damit ist der Stadtteil Connewitz irrelevant für das WGT geworden. Eine Tatsache, die besonders den langjährigen Besuchern schwer im Magen lag. Über die Gründe gab und gibt es viele Spekulationen. Einziger Wermutstropfen an der Sache ist, dass das Täubchenthal in Plagwitz eine sehr tolle Lokalität und somit eine gute Alternative ist. Da um die Ecke noch das Pamanoke als Partyort fungiert, wird Plagwitz zunehmend interessant für das Treffen. Doch genug der schnöden Fakten, auf geht es in das Getümmel.

Freitag

Die Programmplanung im Vorfeld gestaltet sich 2014 ziemlich schwierig. So wahnsinnig viel Interessantes, was man gern sehen möchte, ist nicht dabei. Aber das, was in die engere Wahl kommt, spielt logischerweise alles zur gleichen Zeit beziehungsweise am gleichen Tag. Die Zeiten, wo man quer durch die Stadt hetzt, um so viel wie möglich zu sehen, sind definitiv vorbei. Und gerade bei der Hitze sollte man das eh nicht machen.

Da Freitag der einzige Tag ist, wo es im Heidnischen Dorf noch einigermaßen erträglich ist, fällt dort der Startschuss. Wer will sich schon gern die nächsten Tage hier durchquälen, wenn tausende Besucher mit Tageskarte das Gelände bevölkern. So ist es gegen Abend wirklich angenehm. Es steht gerade der Auftritt von INKUBUS SUKKUBUS auf dem Programm. Musikalisch ist es nicht schlecht und es ist schön, die alten Stücke live zu hören. Allerdings ist das Ganze ein Akustik-Set und einige Lieder kommen nicht so gut herüber wie sonst. Da ORPHANED LAND das auch so vorhat, geht es weiter zur Agra-Halle.

Dort gibt THE FAIR SEX ein Jubiläumskonzert. Das 30-jährige Bestehen der Band wird gefeiert. Wobei es die Formation derzeit gar nicht so richtig gibt. Dennoch legt die Band um Sänger Myk Jung ein tolles Konzert hin. Als Verstärkung kommt Peter Spilles (PROJECT PITCHFORK) schon beim zweiten Song mit auf die Bühne und die Zuschauer haben viel Spaß und feiern mit der Band. Auch OSWALD HENKE lässt es sich nicht nehmen, ein Ständchen abzuliefern.

Weiter geht es in das Alte Landratsamt. Die französische Band ALCEST bittet zum Konzert. Beim Eintreffen sind die Jungs schon voll zu Gange und es haben sich eine Menge Zuschauer eingefunden. Hätte man bei dem Sound und der Uhrzeit gar nicht vermutet. Anfänglich fällt es zugegenermaßen schwer, sich nach einem sonnigen und heiteren Tag auf die Klänge von ALCEST einzulassen. Doch irgendwann vergisst man alles um sich herum und genießt nur noch die Musik. So erklingt beispielsweise 'Percées de Lumière'. Noch ewig könnte die Band spielen, aber die Zeit vergeht wie im Fluge. Raum und Zeit werden hier zur Nebensache.

Danach ist für heute Schluss im Alten Landratsamt und es stellt sich die Frage: Was machen wir nun? Wir entscheiden uns für einen Besuch im Städtischen Kaufhaus, um den ersten Tag ausklingen zu lassen.

Redakteur:
Swen Reuter
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