Cline, David Neil - A Piece Of History
- The Metal Rules
- A Matter Of Time
- Enforcer
- First Reaction
- Good For Nothing
- Malefic Influende
- U
- Take It Or Leave It
- Picking Up The Pieces
- Crazy Dream
- Robbing The Cradle
- The Fate Of Pain
- Enforcer (live)
- Cannabis Jam (Instrumental)
Mehr über Cline, David Neil
Review
Review von Holger Andrae
Klar, dass man selbst gebastelte Produktionen aus den 80er-Jahren nicht mit heutigen "Produktionen" (ihr wisst, warum ich hier Anführungszeichen setze?)(Ja, doch! - PK) messen kann, aber die vierzehn Nummern auf diesem Album kommen ordentlich dreckig und krachend aus den Speakern gepoltert. Also definitiv kein Manko. Aber wahrscheinlich bin ich da auch kein Maßstab. Anyway, let the music do the talking: THE DAVID NEIL CLINE BAND bietet knackigen Hard Rock der amerikanischen Prägung und erinnert nicht nur einmal an Y&T. Aber auch TRIUMPH schimmern mehr als einmal angenehm durch die digitalen Rillen.
Ich sehe David in der Tradition solcher (singenden) Gitarristen wie Robin Trower oder auch Rik Emmett, denn von neoklassischem Gefiedel lässt er sympathischer Weise komplett die flinken Finger. Vielmehr konzentriert er sich darauf eingängige und abwechslungsreiche Hardrock-Songs zu komponieren, die mal etwas mehr in Richtung Heavy Metal tendieren und mal sogar balladesk ausfallen. Alle Stilistiken bedient er sehr gut und auch, wenn die eine oder andere Nummer nicht ganz so grandios klingt, merkt man dieser Veröffentlichung eines ganz klar an: Diese Band lebt für ihre Musik. Kein Hype, kein überproduzierter Casting-Metal, sondern verschwitzter Rock, der beim Dauerhören sogar leichte Schweißperlen auf den Boxen absetzt. Angenehm.
Ich will euch nicht mit dem Zerlegen der einzelnen Tracks langweilen, aber ein paar Titel möchte ich doch hervorheben. 'Enforcer' zum Beispiel hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Diese sechs Minuten lange Nummer beginnt atmosphärisch, um im weiteren Verlauf mit einem tollen Chorus aufzufahren. Als weiteren Hinhörer möchte ich (Halb-)Ballade 'Crazy Dream' anführen, welche imaginäre Feuerzeuge vorm geistigen Auge erzeugt. Sehr schön. Außerdem erfreut 'Malefic Influence' mit einer erfrischend mitreißenden Prise Rock'n'Roll.
Wer es eine Spur heftiger mag, sollte hingegen seine Löffel wahlweise in 'U' oder 'Robbing The Cradle' hinein halten und sich fragen, warum solche Mucke heute so selten veröffentlicht wird.
Mir gefällt dieser Querschnitt ausgesprochen gut und ich hoffe, dass THE DAVID NEIL CLINE BAND noch viele Alben dieser Qualität veröffentlichen werden.
Anspieltipps: Enforcer; U; Robbing The Cradle; Crazy Dream; Malefic Influence
Note: -
Holger Andrae, 5.11.2007




















