Extol - Blueprint
- Goriana
- Soul Deprived
- In Reversal
- Pearl
- From The Everyday Mountain Top
- Another Adam´s Escape
- The Things I Found
- Lost In Dismay
- Essence
- Void
- The Death Sedative
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Review
Review von Alex Straka
'Pearl' ist das Groove-, Schmacht- und Hookmonster des Albums, das melodieverliebt den Hals abwärts streichelt, um im Refrain seine strahlend weißen Zähne in Selbigem zu versenken. Die Nummer ist einfach nur zu schön, um wahr zu sein. Wenn es hierzu kein Video inklusive Airplay gibt, fress ich meine komplette CD-Sammlung und das dürfte mich weit über eintausendmal umbringen. 'From The Everyday Mountain Top' erinnert nicht gerade wenig an die wahnsinnigen, eruptiven Soundergüsse eines Devin Townsend. Die Nummer hätte auf dessen "Terria" stehen können, allerdings als etwas abgespeckter Soundorkan. Denn Devins Stürme stürmen noch gewaltiger.
Anfängliche Stille bei 'Another Adam´s Escape' und schon wieder eine Gesangsharmonie, die einem das Mittelohr aus den Angeln hebt, was man freilich erst mitbekommt, wenn man schon auf der Schnauze liegt. Ein wenig FAITH NO MORE´scher Wahnsinn schimmert durch, auch in der Harmonieführung und im megaakzentuierten Drumming. Besser gehts nicht! 'The Things I Found' rammt im schleppenden 6/8-Takt und mit einer schwarzmetallischen Strophenharmonie seinen giftgetränkten Stachel ins Fleisch und injiziert hassverseuchten Schwermetall, Lava in seiner glühendsten Form! Die Nummer lässt über sechs Minuten lang nicht los. Sie ist zwar nicht spektakulär, aber besitzergreifend ohne Ende. In ihrer Intensität können sich da einige Black-Metal-Bands ein paar blutrote Scheibchen abschneiden, obwohl 'The Things I Found' definitiv kein Black Metal ist.
'Lost In Dismay' beginnt balladesk und zeigt EXTOL von ihrer einlullendsten Seite. Auch wenn sich der Track steigert, versprüht er durchgehend ein wohlwollendes Flair, das einem die Seele bettet. 'Essenz' ist wieder ein fettes Brett mit derber Strophe und einem umso erlösenderen Übermelodiechorus. Zum Abschluss noch 'Void' und 'The Death Sedative', von denen Ersterer unlustig das Fressbrett einlatscht und der Zweite anfangs in Sicherheit wiegt, um beim erstbesten Positionswechsel eiskalt den Dolch ins Rückrat zu schieben.
Psychotische Melodien garantieren, dass sich nichts auf "Blueprint" totlaufen will. Die Scheibe strotzt vor Musik, vor instrumenteller Genialität und wächst zudem von mal zu mal mehr. Die Produktion könnte dabei transparenter nicht sein und auch die visuelle Umsetzung stimmt bis ins feinste Detail. Wer also auf etwas abgefahrenen Metal steht, der zwar progressiv ist (und das teilweise, bis der Arzt kommt), aber dennoch nicht verfrickelt wirkt, wird mit EXTOL den heiligen Gral finden. Ich weiß nicht, ob nun "Blueprint" besser oder schlechter geworden ist als "Synergy". Ich denke, die neue Scheibe ist einfach etwas relaxter. Für meine Verhältnisse fehlen dann auch noch ein, zwei richtige Kopfschüsse. Aber auch so bieten EXTOL einmal mehr musikalische Vollwertkost mit dem Gütesiegel A.
Anspieltipps: Gloriana, In Reversal, Pearl, The Things I Found, Void
Note: -
Alex Straka, 19.2.2005




















