The Power Of Metal, Rock And Gothic

Grabak - Agash Daeva

Ätsch

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  1. Beyond A Black Horizon
  2. Nightworks
  3. Dominion Stigmatized
  4. Homo Diabolus
  5. The Beauty In A Gorgon's Eye
  6. Judas Iscariot - As Wolf AMongst Sheep
  7. Furia
  8. Code 666 - Blasphemie
  9. Strigoi
  10. Through The Ten Circles Of Hell
  11. Agash Daeva

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Review

Review von Björn Backes

Meine Güte, ist das ein bestialisches Inferno, dass uns die Leipziger Black-Metal-Combo GRABAK auf ihrem neuen Album präsentiert. Bislang hatte ich den finsteren Trupp nur als eher durchschnittlichen Vertreter seiner Gattung im Gedächtnis, weshalb mich die rohe, aber jederzeit kontrollierte Aggression und das schlichtweg geniale Songwriting jetzt förmlich umhaut. Wenn sich in diesem Genre eine Gruppe hat steigern können - soviel vorab - dann diese deutsche Underground-Institution!

Mit teuflischer Gewalt inszenieren GRABAK auf "Agash Daeva" eine wahre Sternstunde des deutschen Black Metals. Roh, schnell und mit unzähligen Überraschungen durchsetzt, beginnt mit 'Beyond A Black Horizon' ein wahrer Schwarzmetall-Orkan über den Hörer hinwegzubrausen, der nicht nur auf spieltechnischer und kompositorischer Ebene unheimlich reif erscheint, sondern auch in Sachen Performance höchsten Ansprüchen genügt. Was die Männer hier auf ihren Gitarren zelebrieren, hat hochnordisches Meisterniveau und klingt bisweilen wie einer der legendären Releases der ersten Stunde des skandinavischen Black Metals - zwar nicht ganz so episch und erhaben, dafür aber so roh und diabolisch, dass einem die Kinnlade vor Staunen gar nicht mehr hochgehen will.

Selbst die melodischeren Parts, die auf "Agash Daeva" gar nicht selten sind, werden mit einer Brutalität und Zielstrebigkeit dargeboten, die man von den einstigen Underdogs definitiv nicht erwartet hätte. Der etwas hölzerne Drumsound steht dem zwar ein wenig im Wege und wirkt als sterile Begleiterscheinung im organischen Gesamtsound der Band etwas deplatziert, killt aber auch nicht die jederzeit majestätische Atmosphäre, die sich hier Track für Track aufbaut. Mit infernalischen Hassbatzen wie 'Dominion Stigmatized' und dem genialen Titelstück hat man schließlich auch die richtigen Waffen bereit, um auch den letzten Zweifler einzuschüchtern. Geniale Riffs, umwerfende Arrangements und erdrückend harsches Gebrüll - man kann wirklich nur staunen, welchen Weg diese Band in den letzten Jahren bis hin zu diesem Meisterwerk gegangen ist und wie selbstverständlich man die Krönung dieses Entwicklungsprozess auf "Agash Daeva" zur Schau stellt. Nicht zuletzt die gnadenlose Präzision, mit der die Band bei all dem hinzugewonnenen Variantenreichtum noch jeden einzelnen Song blitzschnell auf den Punkt bringt, setzt schließlich das i-Tüpfelchen auf eines der besten Black-Metal-Alben, das die Szene im neuen Jahrtausend hervorgebracht hat. Nach all den eher durchschnittlichen Veröffentlichungen der Vergangenheit eine ganz große Überraschung aus dem Hause GRABAK!

Anspieltipps: Dominion Stigmatized, Agash Daeva, Furia, Through The Ten Circles Of Hell


Note: -
Björn Backes, 5.6.2007

 
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