Grave Digger - Liberty Or Death
- Liberty Or Death
- Ocean Of Blood
- Highland Tears
- The Terrible One
- Until The Last King Died
- March Of The Innocent
- Silent Revolution
- Shadowland
- Forecourt To Hell
- Massada
- Ship Of Hope (Bonus Track)
Mehr über Grave Digger
Review
Review von Martin van der Laan
Das geht ja auch noch alles zur Not in Ordnung, klassische Metal-Songs in RUNNING WILD-Tradition halt, nicht wirklich weltbewegend, aber auch nicht so schlecht. Alle guten Ansätzen jedoch werden von Chris Boltendahl in Grund und Boden gekrächzt. Ich meine, ein Goldkehlchen war der Mann ja noch nie, muss ein Metal-Shouter ja auch nicht sein, aber was er hier abliefert, grenzt an eine Unverschämtheit. Man höre sich mal einen eh nicht tollen Song wie 'Highland Tears' oder eine eigentlich starke Nummer wie 'March Of The Innocent' an, wundere sich über das schräge Gegröle und stelle sich vor, was ein Sänger vom Ripper Owens- oder Bruce Dickinson-Format aus diesen Tracks hätte machen können. Dadurch kann ich mir "Liberty Or Death" echt kaum am Stück anhören, weil mir ständig die Fußnägel hochklappen. Kein Chorus reißt einen so richtig aus den Sandaletten, auch nach drei, vier Durchläufen setzt sich keine Passage hartnäckig im Hirn fest, kein Song bietet irgendwas wirklich Aufregendes, Raffiniertes oder sonstwie Besonderes. Wenn dann dazu noch eine gelinge gesagt bescheidene Gesangsleistung kommt, ist das Ergebnis ein höchst durchschnittliches, mächtig flügellahmes und daher eigentlich überflüssiges Album. Klarer Fall von gewollt und nicht gekonnt, würde ich sagen. In dieser Form könnten GRAVE DIGGER eigentlich einpacken, da die Konkurrenz in diesem Genre einfach zu groß ist. Dennoch scheint es immer noch genügend Leute zu geben, die so etwas kaufen. Aber wie sagte mein Vater schon immer zu mir: "Du musst nicht alles verstehen, Sohn!"
Note: -
Martin van der Laan, 20.3.2007




















