The Power Of Metal, Rock And Gothic

Marceese - Blood For Blood

Ätsch

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  1. How You Gonna Waste It?
  2. Dissident
  3. No More Hiding
  4. To Infinity...And Beyond
  5. Orionmoon
  6. Eclipse
  7. You Were So Right
  8. Forever Young
  9. Burn In Hell
  10. Re-Arrange

Mehr über Marceese



Review

Review von Alex Straka

Singer/Songwriter-Mucke von verdammt hohem Niveau...

Huch?!? Manchmal bekommt man als Rezensent schon ein paar kleine Juwelen vorbeigeschickt, die man eigentlich gar nicht wollte, die einen aber mehr als angenehm überraschen.

MARCEESE ist ein Sänger und Songwriter, dessen Art von Musik ich ab und an mal ganz gerne höre. Balladesken, emotional melancholischen Rock, der weit ab vom Kitsch, verträumt und lediglich vom ausdruckstarken Gesang und dem Gitarrenspiel des Solokünstlers getragen wird. Dazu gesellen sich sphärische Keyboardteppiche, die die sowieso starken Songs basisch fundieren. Schon der Opener 'How You Gonna Waste It?' ist in der Schnittmenge von NEIL YOUNG und PEARL JAM auf "Klampfen only" wunderschön anzuhören. 'Dissident' schlägt schon leicht in die JOHNNY CASH-Kerbe, dezent rauchig und verrucht. Fast schön fröhlich dagegen 'No More Hiding', während 'To Infinity... And Beyond' einmal mehr sehr traumwandlerisch eine extraklasse Balladenkulisse auffährt. Leider ist hier die Gesangslinie nicht ganz so gelungen.

'Orionmoon' lässt viel Raum zum Atmen, ist gleichsam schwer wie psychedelisch und riecht nach Wüstensand, wie auch immer der riechen mag. Das Instrumental 'Eclipse' (mit Percussion und E-Klampfe) besticht vor allem durch die unheilschwangere wie auch hoffnungsvolle Atmosphäre (hat in den Grundzügen was von AYREON). 'You Were So Right' ist Ballade pur, völlig old school und really seventies-like: schön. 'Forever Young' geht back to desert, schwelgend in den imaginären Dünen gediegener Gitarrenkunst. Das genial betitelte 'Burn In Hell' (nee, kein Metaaaaaaaaaaaaaaal!!!) erinnert mich an JANIS JOPLINs 'Mercedes Benz', während das abschließende 'Re-Arrange' nochmal an der vertonten Hoffnungsschraube in bunt dreht. Gelungen.

Ich bin überrascht, dass heute noch nicht sattelfest gestandene Künstler Mut zu so 'ner Lücke haben und reine Songwritermusik machen. Ich stehe dahinter, wenn sie eine Qualität wie die vorliegende hat. Kein Metal, just a peace of dream...

Anspieltipps: How You Gonna Waste It?, You Were So Right


Note: 8.0 / 10
Alex Straka, 22.2.2010

 
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