Phanatos - Opus 2
- Voyage (Quest For The Shore Of Afrodite)
- The Drowning And Re-Emergence Of A Lovelorn Heart
- I See Love, Icy Love
- The Girl In The Mirror
- Phantasm Of Reality
- Life Elusive, Death Intrusive
- Goddess
- Awe And Woe
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Review
Review von Walter Scheurer
Zugegeben, zunächst dachte ich ehrlich gesagt eher daran, es hier mit einem Soundtrack für eine Naturdoku zu tun zu haben, denn hinsichtlich der instrumentalen Umsetzung lässt PHANATOS in erster Linie sehr entspannte Keyboard- und Synthesizerklänge vernehmen. Dazu gesellen sich im Laufe der Spielzeit nicht minder relaxt anmutende Harfenklänge und auch programmierte Drums, die von folkloristisch gefärbt bis hin zu schlichtweg hypnotisch klingen. Mitunter eingesetzte Klänge und Tonaufzeichnungen aus der Natur unterstrichen zunächst meinen Verdacht.
Doch zum Glück gibt es (zumindest in der ersten Hälfte dieser Scheibe) auch Gesangsbeiträge zu beklatschen, die hier aber auch nur teilweise als wirklicher Bestandteil einzelner Songs wirken und mitunter, wie im Opener, eher den Eindruck eines angehenden Hörspiels vermitteln. Mit einer gewissen Karin Ljungberg hat PHANATOS allerdings ein Mädel ins Studio geholt, die mit ihrer glockenhellen, aber zugleich auch angenehm unaufdringlichen Stimme den Kompositionen sehr gefällige Vokalpassagen zu verleihen im Stande ist. Zudem singt der Meister in Folge auch persönlich und kommt vor allem in den geradezu sakral anmutenden Beiträgen wie im pathetisch bis zur Oberlippe aus den Boxen kommenden, aber dennoch tiefgründigen 'The Drowning And Re-Emergence Of A Lovelorn Heart’ und dem nicht minder bombastischen, auf positive Art aufdringlichen 'I See Love, Icy Love' besonders gut zur Geltung.
Weshalb nach dem wirklich imposanten und geradezu meditativen 'The Girl In The Mirror' keine Vokalbeiträge mehr zu hören sind, weiß wohl nur Meister PHANATOS persönlich. Die eben erst entstandene Freude, den Kompositionskünsten des Schweden zu lauschen, der es geschafft hat, wahre "Downer" für den Alltag zu kreieren, verfliegt. Dadurch bildet sich meiner Meinung nach ein Bruch im entstandenen, bis zu diesem Punkt an sich stimmigen Klangbild. Auch wenn es an den Instrumental-Kompositionen selbst kaum etwas zu meckern gibt, weiß man erst im Nachhinein die zuvor vernommenen Songs zu schätzen, denn die ersten drei der weiteren Tracks, die uns PHANATOS zum Schluss dieses Albums anzubieten hat, erinnern eher an Fahrstuhlmusik und laufen an mir ebenso vorbei wie das, an die Hintergrundbeschallung beim China-Restaurant um die Ecke erinnernde 'Awe And Woe'.
PHANATOS hat es leider nur zum Teil geschafft, den Zuhörer an seiner Gefühlswelt teilhaben zu lassen, zu den Instrumentalnummern wollen bei mir zumindest keinerlei Emotionen entstehen, doch dafür weiß der erste Teil dieser Scheibe wahrlich mit einem Wechselbad an Gefühlen zu imponieren.
Note: -
Walter Scheurer, 18.12.2007





















