The Power Of Metal, Rock And Gothic

Samael - Black Trip (DVD)

Ätsch

  1. Era One
  2. Year Zero
  3. Shining Kingdom
  4. Rain
  5. Together
  6. The Cross
  7. Home
  8. Jupiterian Vibe
  9. Radiant Star
  10. Ways
  11. Infra Galaxia
  12. The Ones Who Came Before
  13. Outro Ceremony Of Opposites
  14. Black Trip
  15. My Saviour
  16. Promo-Video: Jupiterian Vibe
  17. Promo-Video: Infra Galaxia
  18. Record Session zu "Passage"
  1. Rebellion
  2. Son Of Earth
  3. Shining Kingdom
  4. Angels Decay
  5. Mask Of The Red Death
  6. Into Pentagram
  7. Flagellation
  8. Jupiterian Vibe
  9. The One Who Cames Before
  10. Crown
  11. Rain
  12. My Saviour
  13. Black Trip
  14. To Our Martyrs
  15. Son Of Earth
  16. Crown
  17. Baphomet's Throne
  18. Flagellation
  19. After The Sepulture
  20. Since The Creation
  21. Celebration Of The Fourth
  22. Ceremony Of Opposites

Mehr über Samael



Review

Review von Jürgen Kroder

Aus der Schweiz kommen nicht nur seltsame Käsesorten mit Löchern und altertümliche Literaturhelden, die kleinen Jungs den Apfel vom Kopf schießen, sondern auch weltbekannte Taschenmesser. Skifahrern ist das Land ein Begriff, ebenso dem Spekulanten mit Anzug - aber auch dem langhaarigen Kopfschüttler, der auf Metal mit voller Wucht steht.
Nachdem SAMAEL in ihren Gründerjahren in satanischen Blackmetal-Gefilden wilderten, schufen die Schweizer mit dem '96er-Album "Passage" einen eigenständigen Zweig der dunklen Laute. Sie vermischten harte Metalriffs mit ballernden Elektro-Sounds und wurden so eine der innovativsten und eigenständigsten Kräfte der Musiklandschaft. Dieser neue rote Faden zog sich bis zum letzten Longplayer "Eternal" durch. Das war 1999 und es wurde still um SAMAEL.

Aber nun sind sie mit der Doppel-DVD "Black Trip" back in town. Doch ich muss gleich alle enttäuschen, die neues Material erwarten - die Silberlinge bieten keine neuen Songs, sondern "nur" Live-Filmmaterial von vergangenen Touren. "Nur" in Anführunsgzeichen, denn mit über drei Stunden Spielzeit, verteilt auf zwei DVD's, ist das genügend Kost, um einen ausgedehnten SAMAEL-Abend zu veranstalten. Und das Beste - das ganze kostet weniger als eine handelsübliche DVD. Hier ein fettes Lob an Century Media!

Die erste Video-Scheibe birgt den kompletten Auftritt vom letztjährigen Summer Breeze Open Air. "Oh je" werden alle Aufschreien, die die Show gesehen haben. Anfangs war die Abmischung der Instrumente wahrlich unmetallisch und eine Beleidigung für jedes Headbanger-Ohr, denn die Synthie-Sounds dominierten derart, dass man sich wie auf einer vollgedröhnten Technoparty fühlte. Ein Dank an die Nachbearbeitung, denn das ist glücklicherweise auf der DVD behoben worden.
Lichttechnisch ist dieser Act eine Augenfreude: Passend zu den SAMAEL'schen Soundvisionen sorgt das Licht für die richtige atmosphärische Untermalung.

Neben dem Summer-Breeze-Act gibt's auf der ersten DVD die Promo-Videos zu "Jupiterian Vibe" (gut zur Musik umgesetzt) und "Infra Galaxia" (spaciger Clip, der nur aus computerberechneten Weltraumsequenzen besteht - gut für einen Trip) und eine Impression von der Recording-Session zum "Passage"-Album.

Disc Zwo steht voll im Zeichen der Vergangengeit: Zu "Passage"-Zeiten ist ein Konzert in Polen aufgezeichnet worden, das hier nun verewigt wurde. Leider ist der Sound etwas mau. Im Gegensatz zum Summer Breeze sind hier die fetten Gitarren und Synthi-Sounds im Hintergrund, dafür gehen die schweizerischen Metalheroen umso besser ab.
Als Letztes geht es noch weiter in die Vergangenheit: 1994 ist der Bootleg-Mitschnitt der "Ceremony Of Opposites"-USA-Tour entstanden. Technisch ist das alles andere als professionell, aber einem eingefleischten Fan ist das egal.

Fazit: Trotz der opulenten Spieldauer, ist die DVD insgesamt spärlich ausgestattet. Es gibt keine Specials oder Extras. Die Menüführung und das Design sind schlicht. So hinterlässt die insgesamte Umsetzung leider einen leichten Geschmack von Masse statt Klasse.

Trotzdem kann man nur sagen: SAMAEL-Fans zugreifen!

Die technische Daten:
- Regionalcode 0
- Bildformat 4:3
- Dolby 5.1 und Dolby Stereo


Note: -
Jürgen Kroder, 26.1.2003

 
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