The Power Of Metal, Rock And Gothic

Scourger, The - Blind Date With Violence

Ätsch

Kauf mich!
kaufen bei amazon.de
ab EUR 19,99


  1. Decline Of Conformity/Grading: Deranged
  2. Hatehead
  3. Maximum Intensity
  4. Enslaved To Faith
  5. The Oath And The Lie
  6. Chapter Thirteen
  7. Pain Zone
  8. Exodus Day
  9. Feast Of The Carnivore
  10. Ghosts Of War
  11. Over The Wall
  12. The Greediness
  13. Black Worms
  14. Grading: Deranged (live)
  15. Maximum Intensity (live)
  16. The Oath And The Lie (live)

Mehr über Scourger, The



Review

Review von Oliver Schneider

Ich kann schon die Schmährufe hören. "THE SCOURGER klingen fies nach THE HAUNTED; die will ich nicht!" wird es durch die Gegend schallen. Tja, Ersteres stimmt, denn die Finnen haben auf "Blind Date With Violence" eine erkleckliche Anzahl Jensen-Riffs verbraten; daraus allerdings die Konsequenz zu ziehen, die Band ignorieren zu müssen, wäre totaler Käse. Und gut für den Fünfer: In der Heimat ließen sich die Leute von der Qualität überzeugen. So rauschte die Auskopplung 'Hatehead' im Jahr 2005 von null auf eins (!) in die finnischen Single-Charts – nicht schlecht für einen Newcomer. Derartige Platzierungen werden hierzulande selbstverständlich ausbleiben, aber bei Thrash-Lunatics sollte die Platte auf Gegenliebe stoßen.

Allein der eröffnenden SLAYER-Keule 'Grading: Deranged' wird sich die Haudrauf-Fraktion nur mit Mühe entziehen können. Hier wird vorzüglich gerifft, und ich hoffe, dass sich das durch den Ende 2005 zur Band gestoßenen THE WAKE-Gitarristen Jani Luttinen nicht ändern wird. Das schnarchige Melo-Death-Klampfengeleier seines ehemaligen Betätigungsfelds hat er hoffentlich irgendwo abgegeben. Es wäre äußerst bedauerlich, wenn ein geiles Trio wie 'Hatehead'/'Maximun Intensity'/'Enslaved To Faith' in Zukunft von derartigen Auswüchsen durchseucht würde. Aber da wird wohl insbesondere Drummer Seppo Tarvainen, der die komplette (!) Musik geschrieben hat, ein Auge drauf haben. Und damit ist auch klar, auf wessen Konto die THE HAUNTED-Schlagseite geht, die uns neben den genannten Songs noch den mächtigen Klopper 'Feast Of The Carnivore', das nicht weniger zügige 'Pain Zone' (Sahne-Riff nach dem Refrain!) und die derbe Nacken-Attacke 'Chapter Thirteen' beschert. Übrigens orientiert sich Tarvainen wie eingangs erwähnt tatsächlich durchgängig an Jensens geradlinigen Gitarrensalven und nicht etwa an Anders Björler, der bei THE HAUNTED für die verzwickten Sachen zuständig ist.

Etwas unglücklich an dieser ansonsten tadellosen Angelegenheit ist lediglich die große Anzahl Bonustracks, die mit der weltweiten Lizenzierung von Cyclone Empire einhergeht. Während die beiden zusätzlichen Eigenkompositionen 'The Greediness' und 'Black Worms' noch ziemlich cool kommen, sind sowohl die ursprünglich auf der "Maximun Intensity"-Single erschienenen Coverversionen ('Ghosts Of War' von SLAYER und 'Over The Wall' von TESTAMENT) als auch die drei beim Tuska Open Air 2006 mitgeschnittenen Albumtracks 'Grading: Deranged', 'Maximun Intensity' und 'The Oath And The Lie' verzichtbar. Aber was soll's: An der Klasse von "Blind Date With Violence" ändert das nichts. Thrasher haben die Pflicht, reinzuhören!

Anspieltipps: Maximun Intensity, Enslaved To Faith, Feast Of The Carnivore


Note: -
Oliver Schneider, 7.10.2006

 
POWERMETAL.de präsentiert:


























Besuche
POWERMETAL.de bei










Mitmachweb

Add to Google