Titanic - Full Steam Ahead
- Shovel The Coal
- Dead Mens Bones
- Deep Down
- Captain Of The Ship
- Holy Ground
- Sons Of Thunder
- Upon The Cross
- The Wind
- Wisdom
- The Sea
- Nightmare (Bonus Track)
- Come Home (Bonus Track)
Mehr über Titanic
Review
Review von Walter Scheurer
Nach den Alben "Maiden Voyage" (1995) und "Screaming In Silence" (2002) lag diese TITANIC, die damals wie heute von ihrem Heimathafen Las Vegas aus in See gestochen ist, einige Zeit im Trockenen. Soll heißen: Bill Menchen, der Kapitän, war offenbar längere Zeit ohne Mannschaft und hat die bereits erwähnten Matrosen erst in den letzten Jahren ausfindig machen können, um nun erneut in See zu stechen.
Um das längst versunken geglaubte Schiffchen bei den Landratten erneut ins Gespräch zu bringen, veröffentlichte seine "Reederei" Retroactive Records im letzten Jahr eine Retrospektive unter dem Titel "Wreckage", durch die uns überarbeitetes Material der ersten beiden Scheibletten erneut präsentiert wurde.
Diese TITANIC ist nun also keineswegs versunken. Nein, noch nicht einmal auf Kollisionskurs mit etwaigen Hindernissen, sondern abermals in See gestochen - und zwar erneut mit gelungenem, traditionellem Heavy Metal der melodiösen Machart. Am geradezu programmatischen Titel "Full Steam Ahead" scheinen sich die Musiker im Laufe des Entstehungsprozess auch gehalten zu haben, denn auf diesem Album wird traditionelle Kost in Reinkultur geboten, und das noch dazu auf beachtlich hohem Niveau.
Hinsichtlich der Geschwindigkeit des Vortrags wird zumeist im Mid-Tempo agiert, allerdings sehr wohl mit Änderung in alle Richtungen. Die Stimme von David White passt ebenso gut und erinnert ein wenig an den älteren ALICE COOPER, während man in den heftigeren Passagen auch Parallelen zu Ted Bullet ziehen kann, auch wenn David nicht ganz so rau rüberkommt wie der einstige Frontmann von THUNDERHEAD.
In Summe lässt sich "Full Steam Ahead" also schlicht und ergreifend als traditioneller Heavy Metal mit Schlagseite zum ebensolchen Hardrock bezeichnen. Auffällig ist zudem auch noch die christliche Orientierung der Formation, was sich allerdings nicht unbedingt in den Texten niedergeschlagen hat. Hier wird weder versucht den Zuhörer zu missionieren, noch haben es die Amis nötig, uns mit etwaigen Elaboraten ihres Glaubens zu penetrieren. Hier wird in erster Linie zu den Tracks passende Lyrik offeriert, dadurch auf die Songs selbst mächtig Wert gelegt und diese sind auf "Full Speed Ahead" in der Tat weit von einem Untergang entfernt.
Anspieltipps: Shovel The Coal, Captain Of The Ship, Sons Of Thunder
Note: -
Walter Scheurer, 18.3.2008




















