Winterthrone - Storms Of Wrath
- Intro
- Nails Of Ice
- The Last Ones
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Review
Review von Henri Kramer
Seite A der 7"-Scheibe besitzt denn zwar nur einen Song, doch ist 'Nails Of Ice' so vielschichtig, dass die Riffs bei anderen Bands auch für ein paar Songs mehr gereicht hätten. Wie eben die immer noch unerreichten EMPEROR klingt die Musik von WINTERTHRONE straight und verspielt zugleich, nerven die stetig dezent präsenten Keyboards und die noch etwas spärlicheren Choräle kein bisschen und bleibt das Ergebnis ein eisig-erhabenes Vergnügen. Der verzerrten Stimme von Mastermind Brückner gelingt es gleichfalls, nicht quäkig, sondern wahrlich böse und leibhaftig zu klingen, wie ein Dämon schwirrt sie über den treibenden Gitarrenparts von 'Nails Of Ice'.
Diese dunkle Atmosphäre bleibt auch bei 'The Last Ones' fast greifbar, bombastische Finsternis, gepaart mit dem teuflischen Organ von Brückner, das manchmal sogar in tiefsten Kellerregionen growlt - der Verzerrer und der zusätzliche Hall geben dem Organ dabei eine extrem infernalische Note. Zudem besitzt 'The Last Ones' am Anfang eine schönen ruhig-vorbebenden Touch, der wiederum in fantastisch-fanatischer Norwegen-Manier niedergerast wird. Schon umwerfend, was da aus einem mutmaßlichen Kaff wie Schriesheim bei Heidelberg kommt, obwohl der Name des Ortes trotzdem irgendwie auch Black Metal ist. Anyway... "Storms Of Wrath" kommt als schöne 7"-Vinyl-Scheibe samt artgerechtem Schwarz-Weiß-Cover, besitzt viel nordisches Feeling und ist, leider, limitiert auf 300 Stück und schon ausverkauft... Doch kein "Äääätsch!", auf der Homepage von WINTERTHRONE gibt's die Songs auch als Download. Und ich bin jetzt gespannt auf das erste Album, das wohl noch in diesem Jahr erscheinen soll - mich dünkt, hier wächst ein verdammt teuflisch-geniales Black-Metal-Nachtschattenpflänzchen heran...
Anspieltipps: beide Songs
Note: -
Henri Kramer, 20.2.2004




















