WUTHERING HEIGHTS - The Shadow Cabinet
Mehr über Wuthering Heights
- Genre:
- Symphonic Metal
- Label:
- Locomotive Records
- Release:
- 13.10.2006
- Demon Desire
- Beautifool
- The Raven
- Faith - Apathy Divine Part 1
- Envy
- Snow - Apathy Divine Part 2
- Sleep
- I Shall Not Yield
- Reason...?
- Carpe Noctem - Seize The Night
- Bonus Track: Midnight Song
Als die Dänen von WUTHERING HEIGHTS vor zwei Jahren das Album "Far From The Madding Crowd" veröffentlichten, wurden sofort Parallelen mit Bands wie SYMPHONY X und vor allem auch RHAPSODY immer wieder betont. Solche Vergleiche wird es mit Sicherheit auch bei dem jetzt herausgebrachten Nachfolgeralbum mit dem Titel "The Shadow Cabinet" geben. Natürlich ist an diesen Vergleichen auch einiges dran, denn wie zum Bespiel auch RHAPSODY vermischen WUTHERING HEIGHTS Metal mit einigen klassischen Elementen und kreieren somit Songs, die eher als kleine Epen bezeichnet werden könnten.
Doch es gibt auch deutlich Unterschiede zwischen den dänischen Herren und den anderen Bands des Genres. Zum Beispiel haben sich WUTHERING HEIGHTS im Gegensatz zu RHAPSODY ihre eingängige Härte bewahrt. Hier wird nichts weichgespült, statt dessen fliegen hier wirklich die Fetzen. Das Tempo der einzelnen Songs ist teilweise derart schnell, dass einen der Mund offen stehen bleibt und man sich nur noch fragt, wie Leute ihre Instrumente so fix bedienen können. Die Jungs von WUTHERING HEIGHTS haben es also echt drauf, und das gilt nicht nur für die Spieltechnik. "The Shadow Cabinet" ist ein wahres Meisterwerk geworden, das gekonnt mit einzelnen Stilrichtungen zu jonglieren weiß. Der Opener 'Demon Desire' ist zum Beispiel ein echter Kracher, aber auch die epische Ballade 'Sleep' kann überzeugen. Auch Songs wie 'Beautifool' und 'Envy' ziehen den Hörer sofort in ihren Bann. WUTHERING HEIGHTS beweisen wirklich Mut, denn neben den handelsüblichen Metal-Elementen gibt es eine Prise Folk und ein wenig Mitttelaltermusik aufgetischt. In 'Faith' hat sich sogar eine klitzekleine Schlagerpassage eingeschlichen, aber diese ist auch wirklich äußerst klein. Solch eine Experimentierfreude kann durchaus in die Hose gehen, doch nicht bei WUTHERING HEIGHTS. Die Dänen verstehen ihr Handwerk ausgezeichnet, und Spielfreude ist obendrein auch noch zu hören.
"The Shadow Cabinet" hat defintiv Potential die sechs Mannen aus dem Schatten in das Licht des Erfolges zu katapultieren, hoffen wir, dass das auch zutrifft. Aber selbst wenn nicht: die Scheibe ist und bleibt einfach klasse. Ein echtes Highlight des Genres und defintiv ein ernstzunehmender Anwärter für "die beste Symphonic-Metal-Scheibe des Jahres 2006".
Anspieltipps: Beautifool, I Shall Not Yield, Sleep, Envy
- Redakteur:
- Ricarda Schwoebel