HELLRIPPER, SCHIZOPHRENIA, SARCATOR und CARNIVORE A.D. - Dortmund

20.04.2026 | 14:17

07.04.2026, JunkYard

Abrissparty in Dortmund auf der "GOATKRAFT & GRANITE"-Tour.

Wenn der HELLRIPPER aka James McBain auf Tour kommt, muss man mich nicht lange bitten, sind doch die Konzerte des Schotten und seiner Band für ihre Intensität berühmt und gleichzeitig berüchtigt.

Und so habe ich mich an diesem Mittwoch zum JunkYard nach Dortmund aufgemacht um mir nicht nur HELLRIPPER, sondern mit CARNIVORE A.D., SARCATOR und SCHIZOPHRENIA gleich vier Bands zu Gemüte zu führen.

Vor dem Konzert habe ich noch kurz Gelegenheit, mit dem sehr entspannten James McBain ein paar nette Worte über sein neues Album "Coronach" zu wechseln und ein Foto zu machen.

Anschließend habe ich auch noch ein paar Worte mit anwesenden Freunden gewechselt, aber dann muss ich mir auch schon langsam einen guten Platz suchen, denn im JunkYard gibt es bekanntlich keinen Fotograben.

Den Abend eröffnen dürfen die Recken von CARNIVORE A.D. - die Nachfolge-Band der Peter Steele-Truppe hat auch ihre erste EP, unter dem neuen Namen, im Gepäck.

Diese hört auf den Namen "Transmutation" und natürlich befinden sich auch mit 'I Stand Alone' und 'Social Decomposition' zwei Songs des Werkes in der Setliste. Hauptsächlich werden aber Songs aus dem Altwerk der legendären CARNIVORE gespielt, die auch vom Publikum gebührend gefeiert wurden.

Die Band ist richtig gut aufgelegt und Klassiker wie 'Male Supremacy', 'Carnivore' und natürlich 'God Is Dead' können auch heute noch das Publikum begeistern. Nach einer guten halben Stunde ist dann auch der Auftritt beendet und das Publikum gut aufgewärmt für den kommenden Abriss.

Setliste: Carnivore; Angry Neurotic Catholics; Predator; Inner Conflict; Social Decomposition; Black Sabbath (excerpt); Jesus Hitler; Xero Tolerance (excerpt); Male Supremacy; I Stand Alone; Race War; God Is Dead; Sex And Violence

Als nächstes zieht es die jungen Schweden von SARCATOR auf die Bühne des JunkYards.

Die Truppe um Marko Tervonens (THE CROWN) Sohn Mateo, legt mit 'Unto Sepulchres' direkt los wie die Feuerwehr und bringt eine unbändige Energie auf die Bühne. Ständig ist die Band in Bewegung, speziell das Duo aus Bassist Felix Lindkvist und Gitarrist Leo Buchalle könnte wohl Kilometergeld bekommen, bei der Laufleistung. Diese Energie überträgt sich auch auf das Publikum und entlädt sich in den ersten Moshpits des Abends.

Dem Publikum und auch mir macht dieser Auftritt sehr viel Spaß und es dürstet uns sichtlich nach mehr. Nach einer Zugabe muss sich dann aber auch SARCATOR verabschieden, denn es stehen schließlich noch zwei weitere Bands in den Startlöchern parat.

Setliste: Unto Sepulchres; Deicidal; Grave Maggot Future; The Long Lost; Perdition's Hand; New Song; Swarming Angels & Flies

Die dritte Vorband des Abends betritt nun die Bühne: SCHIZOPHRENIA aus Antwerpen.

Man muss ja zugeben, dass der Todesvierer auf ein, durch SARCATOR, bereits gut aufgewärmtes Publikum trifft, das mehr als dankbar jede weitere Attacke auf die Kondition annimmt.

Der Moshpit ist ab dem ersten Ton von 'Souls Of Retribution' auf Hochtouren am Laufen und kommt auch bis zum Abschluss des Auftritts nicht mehr zum Stoppen. 

Die Belgier sind hochmotiviert und, ebenso wie die Jungs von SARCATOR, verdammt aktiv auf der Bühne.

Die Death-Metal Attacken wie 'Sea Of Sorrow' oder 'Schizophrenia', treffen nicht nur bei mir den richtigen Nerv, sondern auch bei den Zuschauern, denn auch hier wird vehement eine Zugabe gefordert.

Die Band erfüllt diesen Wunsch sehr gerne und somit kann das endgültig heißgemachte Publikum in die wenig verantwortungsvollen Hände von James MacBain und seiner Band übergeben werden.

Setliste: Souls Of Retribution; Sea Of Sorrow; Schizophrenia; Divine Immolation; Onwards To Fire; Stratified Realities; Maze Of Torment (MORBID ANGEL Cover); Cranial Disintegration; Structure Of Death

Es ist soweit, HELLRIPPER betritt mit seiner Band die Bühne des JunkYard. Natürlich hat James McBain nicht nur altes Material im Gepäck, sondern auch einige Songs seines neuen, vierten Albums "Coronach". Los geht es aber mit etwas Altbekanntem, nämlich der inoffiziellen HELLRIPPER-Hymne 'All Hail The Goat'. 

Ich denke, man braucht eigentlich nicht zu erwähnen, dass mit dem ersten Ton des Songs die Hölle ausbricht. War das Publikum schon bei den Supportbands mehr als nur bewegungsfreudig, gibt es jetzt endgültig kein Halten mehr. James dirigiert die Zuschauer wie ein durchgedrehter Zeremonienmeister und treibt diese zu immer neuen Höchstleistungen an. 

Mit 'Kinchyle' kommt dann der erste neue Song, auch hier kein Abbruch in der Stimmung. Dies ändert sich auch mit dem restlichen Set nicht.

Ob nun 'Hell's Rock 'n' Roll' oder 'Goat Vomit Nightmare', oder die neuen Songs 'Mortercheyn' und 'Hunderprest', jeder Song wird vom Publikum in extreme Bewegung umgesetzt.

Nach dem Killerduo 'The Nuckelavee' und 'Bastard Of Hades', die dem Publikum noch einmal Alles abfordern, werden alle dann mit 'Demdike (In League With The Devil)' in die Nacht entlassen.

Setliste: All Hail The Goat; Kinchyle (Goatkraft And Granite); Hell's Rock 'n' Roll; Goat Vomit Nightmare; The Hanging Tree; The Affair Of Poisons; Warlocks Grim & Withered Hags; Within The Everlasting Hellfire; Mortercheyn; Hunderprest; The Nuckelavee; Bastard Of Hades; Demdike (In League With The Devil)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass hier vier Bands in Topform aufgetreten sind, die sich gegenseitig mit ihren Perfomances zu Höchstleistungen angestachelt haben. Der Abend ist schweißtreibend, intensiv, energiegeladen und hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Mich dürstet schon nach einem Wiedersehen mit den Bands an anderer Stelle.

Text und Photo Credit: René Juffernholz

Redakteur:
René Juffernholz

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