Hard Rain | When The Good Times Come
(1999)
1. Eat It Up (5:33)
2. Who You Gonna Trust (5:31)
3. Rock Me In Ya Cradle (4:14)
4. No One Can Show You The Way (5:06)
5. When The Good Times Come (3:37)
6. Talks Like A Lady (4:51)
7. An Ordinary Day (5:18)
8. Showtime (4:23)
9. Lightnin' Strikes (3:43)
10. Never Say Never (4:33)
HARD RAIN entpuppte sich immer mehr als Band, denn als kurzes Album-Projekt. Clarkin und Catley tourten sogar und während Clarkin auf "Hard Rain" noch alle Instrumente selbst bedient hatte, findet sich auf "When The Good Times Come" ein gewisser Al Barrow am Bass wieder, der zu einem festen Bestandteil der MAGNUM-Besetzung werden sollte.
Doch zuvor galt es das zweite HARD RAIN-Album zu verdauen. Denn Clarkin lässt hier einen ungewöhnlich einfachen, direkten Rock von der Leine. Epik? Keine. Bombast? Beinahe verschwunden. Es fehlen einfach die großen Momente, die MAGNUM so einzigartig gemacht hatten. Ich muss zugeben, dass ich auch sehr enttäuscht war und es immer noch bin, allerdings wenn man sich einmal von dem MAGNUM-Hintergrund löst, wirkt das Album kohärent und zeigt doch ein paar Highlights.
Ein bisschen wie MAGNUM ist 'Rock Me In Ya Cradle': https://www.youtube.com/watch?v=fQEpeyIJ_WA
Und auch in Ansätzen noch 'No One Can Show You The Way': https://www.youtube.com/watch?v=1TGudHysjfM&list=PLpuQHiDD6sbYhwtQX5_VU6kyhXEq-7fno&index=7
Auch der Rest kann manchmal überzeugen. Gut rockend mit ein bisschen Funk ist 'Eat It Up': https://www.youtube.com/watch?v=Vataa4fg0x8&list=PLpuQHiDD6sbYhwtQX5_VU6kyhXEq-7fno&index=13
Gefühlvoll und mit einem Gospel-Touch ist das Titellied: https://www.youtube.com/watch?v=hIKkvpPSXcA&list=PLpuQHiDD6sbYhwtQX5_VU6kyhXEq-7fno&index=19
Insgesamt muss vor "When The Good Times Come" gewarnt werden. Nicht, weil es ein so furchtbares Album wäre, sondern weil es so weit von MAGNUM entfernt ist. Und ja, in den Neunzigern ist nur "Rock Art" schwächer, wenn man das Scheibchen also nicht irgendwo als Schnäppchen findet, ist es möglicherweise eine verkraftbare Lücke in der Diskograpie.
Zum Glück hielt Bob Catley die Fans mit seinen drei brillanten Solo-Alben von 1998 bis 2001 mehr als adequat bei Laune, auf denen er es mit den größten Klassikern seiner Ex-Band aufnehmen kann. Die Alben passen hier zwar nicht rein, aber der Hinweis auf die fast makellosen "The Tower", "Legends" und das alles überragende "Middle Earth" sollte für MAGNUM-Fans wertvoll sein. Auch die drei weiteren Alben "When Empires Burn", "Immortal" und "Spirit Of Man" dürfen bei Fans der Band nicht fehlen!
Und nochmal zum Glück sollte die Durststrecke bald ein Ende haben...




