Darkthrone

Re: Darkthrone

Beitragvon Havoc » Mittwoch 19. Juni 2019, 23:06

Rüdiger Stehle hat geschrieben:...und noch nicht so cool, kauzig und hip wie ab der Assimilation durch das Rock Hard.


Was genau meinst du damit?
Glaubst du, dass das Rock Hard auch einen (größeren) Einfluss darauf hatte, dass die Band später so klang wie sie klang?
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Re: Darkthrone

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 19. Juni 2019, 23:25

Nein, ich glaube nicht, dass das Rock Hard einen Einfluss auf die stilistische Entwicklung der Band hatte, aber durchaus auf die Rezeption der Band in der deutschsprachigen Metalszene.

Ab Götzens Interview mit Fenriz in dessen Bude in Oslo, galt Fenriz als der nette, kauzige, authentische True-Metal-Onkel aus dem hohen Norden, was der Band sicherlich ein breiteres Publikum und offenere Wertschätzung der Szene im Allgemeinen beschert hat, als der Ruf der misanthropischen, elitären Irrlichter, der vorher gepflegt wurde. Daher denke ich, dass neben dem obligatorischen und metalhistorisch nicht zu ignorierenden Frühwerk halt auch das Spätwerk höhere Multiplikatorenwerte hatte als das was in der Moonfog-Ära erschien, in der man sich betont schroff, unnahbar und elitär gab.
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Re: Darkthrone

Beitragvon Havoc » Donnerstag 20. Juni 2019, 17:11

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Zur neuen Darkthrone:

Ja, Drumsound und Klampfensound sind echt ein Traum, und Herrn Kults Stimme eh. Was liebe ich die Stimme von Ted Skjellum.


Das geht mir auch so. Gegen Nocturno Culto kommt wohl keiner an im Black Metal. Wobei ich finde, dass er auf dem neuen Album ein wenig anders klingt. Er singt vielleicht ein wenig verhaltener, es wurde teils wohl auch etwas Hall eingebaut...und generell klingt er etwas weiter in den Hintergrund gemischt. Hört ihr das auch so? Trotzdem alles gut. Ich werde demnächst wohl auch mal etwas nachrüsten. Mir fehlt ja noch so Einiges von der Band... ^.-
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Re: Darkthrone

Beitragvon Havoc » Sonntag 30. Juni 2019, 21:45

Die "Sardonic Wrath" lief nun mehrmals. Gefällt mir auch ganz gut. Aber ohne eine Vielzahl der weiteren Alben bereits zu kennen beschleicht mich das Gefühl, dass dieses hier sicher eher eine Art Übergangsalbum ist und nicht unbedingt zu den Glanzlichtern der Diskographie gehört. Fenriz hat zu diesem Album ja anscheinend im Nachhinein gesagt, dass ihm der Sound zu modern/fett/sauber klingt. Das wundert mich schon. Ich finde das Album klingt doch ziemlich roh und teilweise sogar scheppernd. Es erinnert mich ein wenig an "Under A Funeral Moon". Bin mal gespannt wie ich das Album so einschätze, wenn ich auch die mir noch fehlenden alle gehört habe.
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Re: Darkthrone

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 30. Juni 2019, 21:59

Es ist auf jeden Fall kein wegweisender Klassiker oder etwas in der Art. Aber trotzdem schön anzuhören, wie ich finde. Und wenn Fenriz etwas zu sauber klingt, heißt das nicht, dass es wirklich sauber klingt.
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Re: Darkthrone

Beitragvon Havoc » Samstag 6. Juli 2019, 21:56

Drei weitere Alben liefen nun mehrere Male...hier mal ein paar erste Eindrücke...

"Dark Thrones And Black Flags"
Wie ich schon vermutete find ich das Album bisher richtig cool. Dieser Mix aus Black Metal, Punk und Heavyness macht einfach irre viel Spaß. Die Songs
wirken insgesamt noch etwas "simpler" und "spontaner" als auf dem Vorgänger "F.O.A.D.". Insbesondere "Hanging Out In Haiger" wirkt, als wäre er in fünf
Minuten geschrieben und eingespielt worden. Und trotzdem, oder gerade deswegen macht das verdammt viel Spaß. Ein Hightlight ist dann aber doch einer
der vielleicht durchdachtesten Songs...das etwas längere "Norway In September". Macht viel Laune das Album.

"The Underground Resistance"
Mag ja sein, dass das hier sehr weit vom Black Metal entfernt ist. Ich finde dennoch, dass das immer noch unverkennbar Darkthrone sind. Die Band hat echt vieles richtig
gemacht. Den eher rohen Sound hatten sie ja stets. Zudem haben sie z.B. nie ihr schickes Logo geändert. Alles Kleinigkeiten und auch nicht.
Die ersten vier Songs sind schon ziemlich cool. Auf Valkyrie sind wohl die klarsten Fenriz Vocals ever zu vernehmen. Das beste kommt aber zum Schluss. Das doomige Culto-Stück
sowie der fast 14-minütige Rausschmeißer "Leave No Cross Unturned". Ich finde das Stück total geil. Man kann sicher drüber streiten, ob es nicht auch ein paar Minuten weniger getan hätten, aber ich finde, es wird nie langweilig. Geil! Wenn ich mir die damaligen Soundcheckkommentare durchlese...Holger findet, dass der Longtrack der Schwachpunkt der Scheibe ist??....Kubi gibt nur 4 Punkte und findet es total langweilig. :? Wie kann man dieses Album langweilig finden?? Nunja. oO :)

Plaguewielder
Hier geht es mir ähnlich wie bei "Sardonic Wrath". So richtig umgehauen hat mich das Werk noch nicht. Bin ich etwa eher der Post-2006-Darkthrone-Fan? Nee. So ganz stimmt das sicher nicht.
Das Album klingt schon sehr nach dem logischen "Ravishing Grimness" Nachfolger. Nur noch etwas doomiger und vielleicht auch weniger spannend. Bisher würde ich "RG" jedenfalls bevorzugen. Aber das Album wächst sicher noch. Gerade der Rauswerfer "Wreak" hat es mir schon etwas angetan. Zuletzt ist übrigens auch das schwärzere ruppigere Album "Sardonic Wrath" noch gewachsen.

Bald geht es weiter mit "Hate Them". Danach geht die Reise zügig weiter. Bereits kennen tue ich ja "Transilvanian Hunger" und "Panzerfaust". Hier bin ich aber vielleicht sogar besonders draug gespannt, da ich die zum letzten Mal vor etlichen Jahren gehört habe. Dann folgte im Prog-Wahn der Verkauf. :-/ Mit ersterem kam ich damals nicht klar. Fand ich immer bedeutend schwächer als "A Blaze..." und "Under A...".
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Re: Darkthrone

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 6. Juli 2019, 23:00

"Transilvanian Hunger" ist der Diamant. Die höchstverdichtete Version pechschwarzen Kohlenstoffs, die man so haben kann. Reduced to the max. Verehre ich völlig, das Album.
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Re: Darkthrone

Beitragvon Havoc » Donnerstag 11. Juli 2019, 23:09

Fenriz Kommentar/Slogan zum neuen Album "Old Star" ist ja..."More Metal than ever".
Das klingt natürlich erst mal nach einem ganz simplen Spruch wo man denkt...."yo...is klar".
Aber wenn man mal drüber nachdenkt und sich das Album anhört, dann kann man zu dem Schluss kommen, dass da zumindest ein wenig Wahrheit drin steckt.
Weil....am Anfang war es wohl Death Metal.....dann Black Metal......dann ging es etwas mehr in Richtung Punk/Thrash und am Ende Heavy. "
Das 2016er "Arctic Thunder" war dann wieder etwas ein Rückschritt zu mehr Black Metal. Tja. Und das neue Album?? Also ich finde es klingt einfach nach Darkthrone und halt METAL.
Es ist nicht besonders schwarz, punkig oder heavy. Es ist einfach METAL. Vielleicht tatsächlich more than ever. ;-) 8-)
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Re: Darkthrone

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 12. Juli 2019, 02:01

Fenriz war schon immer ein großer Philosoph.
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Re: Darkthrone

Beitragvon Havoc » Samstag 13. Juli 2019, 11:33

Sind DARKTHRONE eigentlich jemals so richtig live aufgetreten? Das einzige was mir so bekannt ist, ist dass Nocturno Culto 2004 zusammen mit Satyricon ein paar Lieder auf dem Wacken gezockt hat. Allerdings ohne Fenriz (Warum auch immer er das nicht wollte?). Und 2010 hat er ja auch "Dethroned Emperor" mit Triptykon gesungen. Aber ansonsten? :?
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