Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 19. Juli 2023, 17:43

Ich hab halt tatsächlich selten Lust alleine zu Konzerten zu gehen, das sind Sachen, die teile ich gerne, und erinnere mich gerne mit anderen zurück. Mache eh so viel alleine... Dazu ist Bonn halt auch schon wieder Fahrerei, wohne ja nicht mehr da.
Und den Tag drauf spielen am gleichen Ort die Dropkick Murphys, auf die ich tatsächlich noch mehr Bock hätte, die verpasse ich nämlich ständig (und höre die auch mehr). Aber auch nur geringfügig günstiger als Placebo (55€ bzw. 65€) (was ja ehrlich gesagt beides noch recht humane Preise sind, heutzutage, für die Bandkaliber).

Kunst!Rasen in Bonn war immer cool, selbst im dicken Reden (da war ich mit meiner Mutter bei Amy MacDonald). Außer Amy gab es da für mich über die Jahre noch Dream Theater (+ Devin Townsend & Haken, mit Nils), Alanis Morissette, Steven Wilson (auch so eine Wasserschlacht, wenn ich mich recht entsinne) und bestimmt noch mehr, die ich gerade vergessen habe.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Mittwoch 19. Juli 2023, 17:50

Wie war es bei Alanis?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 19. Juli 2023, 17:53

Eike hat geschrieben:Wie war es bei Alanis?


Ich muss zugeben, dass ich, bis ich kürzlich über ein paar sehr schlechte Handy-Fotos gestolpert bin, vergessen hatte, dass ich dort war. Das dürfte aber daran liegen, dass ich zum Zeitpunkt des Besuchs kaum etwas von ihr kannte und einfach "die Gelegenheit wahrgenommen" habe, ähnlich wie es jetzt bei Placebo wäre.
PS: Denke es war gut, denn mein Interesse an ihr blieb bzw. stieg. ;)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon TobiasDahs » Mittwoch 9. August 2023, 15:44

Mit PLACEBO auf dem Kunstrasen liebäugle ich ja auch noch ... ist ja nur 20 Minuten Anfahrt und irgendwie hätte ich ja wirklich Lust sie mal zu sehen. Hängt wahrscheinlich am Ende vom Wetter ab und ob ich mich am Abend vorher aufraffe, KILLSWITCH ENGAGE in Köln zu sehen oder nicht ....

Die eigentliche Erkenntnis des Tages nachdem ich MEGADETH in Wacken nochmal geschaut habe:

MEGADETH >>>>>>>>>>>>>>>>> METALLICA

Heutzutage steckt Megadave seine ehemaligen Kollegen auf der Bühne sowas von locker in die Tasche. Da wo METALLICA fahrig und teilweise echt sloppy unterwegs ist, sitzt bei MEGADETH einfach alles und selbst Daves Gesang ist nach der Krebsbehandlung wieder deutlich besser. Dass sogar Marty Friedman am Ende für ein paar Songs auf der Bühne war und das unsterbliche Solo zu 'Tornado Of Souls' gespielt hat, setzt dem Ganzen die Krone auf. Ich bin nicht oft traurig, dass ich nicht in Wacken bin, aber den Gig hätte ich gerne gesehen. Können die nicht sowas machen wie HELLOWEEN und einfach mit Kiko und Marty ne komplette Tour spielen, das wäre doch ne Bombe.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 10. September 2023, 12:57

Ich hatte gestern ein kleines Coming Home in Sachen extremerer Metalkonzerte. War im Cat Café in der Ulmer Festungsanlage am Michelsberg, und dort spielten gleich acht Krawallkombos auf. Da der Samstag traditionell mit Gartenarbeit und derlei Kram belagert ist, konnten wir nicht um 14.00 Uhr für die ersten Bands da sein, aber pünktlich zu BITTERNESS waren wir dann doch vor Ort, was wichtig war, da BITTERNESS bekanntlich toll ist und deren Sänger Frank Urschler in zwei Wochen mit seiner anderen Band STORMHUNTER bei unserem Festival spielen wird. Tolle Thrash-Band, amtlicher Auftritt.

Doch was in den Erkenntnisse-Thread gehört, kommt erst danach, denn in dieser Reihenfolge haben dann gespielt: ENDLESS CURSE, ARROGANZ, NOCTEM und INFERNAL CROWN. Das förderte die Erkenntnis, dass ich - konzerttechnisch - viel zu lange im Traditionsstahl-Zirkus festgehangen bin, und deshalb tatsächlich seit 1995 nicht mehr auf einem richtigen Black/Death-Metal-Festival war. Ein Fehler, denn gerade die Spanier von NOCTEM haben mir gezeigt, wie toll ich das nach wie vor finden kann, wenn jemand in Sachen Bühnenperformance so richtig den "Dead" gibt, will sagen, von der Attitüde der frühen zweiten Welle geprägt ist. So sieht das dann aus:

https://www.youtube.com/watch?v=h_hc30VHFbk

Und in einem alten Gewölbekeller mit meterdicken Mauern und 50 Leuten Fassungsvermögen vor der Bühne, ist das alles natürlich noch viel purer, als auf dem Video vom Bloodstock. Tolle Show von NOCTEM und trotz des wüsten Oufits nachher am Merch super nette Jungs.

Hätte am liebsten nachher von allen Bands ein paar (oder alle) CDs mitgenommen, aber so viel Geld hatte ich gar nicht dabei und die Diskographien sind teils schon recht unübersichtlich. Am Ende wurden es dann die beiden jüngsten Alben von MORTEM für den Moment, nach mehr halte ich Ausschau.

Wichtig aber: Wenn die Stimmung passt und die Band ihre Sache gut macht, dann ist mir mein guter alter traditioneller Black Metal noch immer sehr lieb und teuer. Auf Platte weiß man das ja eh, aber die Wirkung des Gigs hat mich dann doch echt überrascht, gerade von einer Band, die vorher nicht zum Favoritenkreis zählte oder auch nur auf dem Radar war.

Es ist immer wieder faszinierend, wenn mir wieder bewusst wird, wie sehr mich der alte BM-Stil für sich einnimmt. Zwar sind die meisten meiner absoluten Lieblingsbands unterm Strich doch traditionsmetallischer Prägung (und natürlich die frühen BM-Helden der 1990er), aber der traditionelle BM ist tatsächlich das einzige Genre, das mich insgesamt so sehr einnimmt, dass auch schlicht "generisch gute" Sachen nur ganz selten mal nicht berühren können.

P.S.:
Ach ja, Besuch war gut. Denke, dass gut über 100 Leute da waren; im Cat ist es dann vor der Bühne immer etwas kuschelig, da aber nie alle Leute alle Bands komplett anschauen wollen geht's schon. Vor allem, wenn man mal die hinteren Eingang bei den WCs zur Bühne gefunden hat, kommt auch an einen Platz wo kaum jemand steht und man gute Sicht zur Bühne hat. So ist das halt, mit Gewölbekellern in alten Festungsanlagen.

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Loomis » Sonntag 10. September 2023, 19:29

Rüdiger Stehle hat geschrieben:da BITTERNESS bekanntlich toll ist und deren Sänger Frank Urschler in zwei Wochen mit seiner anderen Band STORMHUNTER bei unserem Festival spielen wird

...und der Special Guest-Sänger meines RUNNING WILD-Projekts ist er auch noch. :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 10. September 2023, 19:36

Loomis hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:da BITTERNESS bekanntlich toll ist und deren Sänger Frank Urschler in zwei Wochen mit seiner anderen Band STORMHUNTER bei unserem Festival spielen wird

...und der Special Guest-Sänger meines RUNNING WILD-Projekts ist er auch noch. :grins:


Coole Sache!
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 13. September 2023, 11:14

Das Album "War Child" von "Jethro Tull" ist vielleicht eine harte Nuss.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 19. September 2023, 18:23

Auch wenn ich "Internal Exile" bisher nur einmal gehört habe, so hat sich der Kauf jetzt schon auf jeden Fall gelohnt. Allein der Kontrast den Fish uns mit Album 1 und 2 bietet ist schon ziemlich famos.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 20. September 2023, 08:15

Ja, finde ich auch, man muss nur auch einen gewissen Draht für Pop haben. Nach den MARILLION-Sachen war ich damals überrascht. Aber das war sicher auch der richtige Weg, mehr vom alten gleichen hätte ihn wahrscheinlich eher auf ein Abstellgleis geschoben. 'Credo', 'Just Good Friends', 'Lucky' sind unerwartet wenig Prog.
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