111 Alben, die die Welt nicht braucht.

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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Havoc » Freitag 3. September 2010, 19:48

"Wildhoney" ist toll. Auch so ein Album welches mich immer an meine Jugendtage erinnern wird. Ähnlich wie z.B. "Bloody Kisses" von Type O oder "Imaginations" von Blind Guardian.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 3. September 2010, 21:24

Jesus hat geschrieben:
THERGOTHON – Stream From the Heavens
Veröffentlichungsjahr: 1994
Land: Bild
Genre: Funeral Doom Metal

Endlich kommt Finnland hier zum Zug. Das Land der Dauerdeprimierten, der Gothics und Doomster. Hauptexporte: Doom, Gotenrock für kleine Mädchen und Mobiltelefone. Wichtigste Importe: Alkohol, Depressionen und schwarzer Kajal für kleine Mädchen und Gotenrocksänger.

THERGOTHON sind die Erfinder dessen, was man heutzutage als Funeral Doom bezeichnet. Und heute ist einer der Musiker ein Pop-Produzent. Das nur so nebenbei. Die Band zelebriert schon einen sehr eigenen Sound, den hier sicherlich nur ganz wenige zu schätzen wissen. Halt Funeral Doom in seiner frühesten, quasi embryonalen Form verpackt in eine extrem matschige Unproduktion. Schwer zu erklären, was konkret es so toll macht. Das Gesamtpaket ist halt so... so... *keine Worte find*
So THERGOTHON halt. Der Klang der Great Old Ones, die im tiefen Schlummer auf das Ende der Welt warten. Wer’s nicht mag, hat’s nicht verstanden und wird von Cthulhu gefressen, so einfach ist das. Ïa ïa! Fhtagn!

Everlasting
Elemental
The Unknown Kadath in the Cold Waste


Das ist in seiner schlürfenden Düsternis so konsequent, dass ich meinen imaginären Hut davor ziehe. Cthullu Deluxe. Meins ist das, wie du dir denken wirst, nicht wirklich. Aber das ist mit 1000 Mal lieber als Würfel Metal.

Jesus hat geschrieben:ENSLAVED – Mardraum ~ Beyond the Within

Veröffentlichungsjahr: 2000
Land: Bild
Genre: Progressive Metal

Die dürfen hier natürlich auch nicht fehlen. Mein liebstes Album von Grutle und Co. Genau auf der Schneide zwischen dem Black Metal der vergangenen Tage und dem Prog der zukünftigen. Hier gibt es aber noch wenig FLOYD’sches Geschwurbel, dafür eben Riffs, Riffs, und noch mehr Riffs. Wie es sich gehört.

Større Enn Tid, Tyngre Enn Natt
Entrance ~ Escape
Ormgard


Da mag ich aktuelle natürlich lieber. Das ist schmeichelnder. hier regiert eine gewissen Schroffheit, die mich nicht so begeistern kann. Vielleicht muss man das einfach sehr oft hören.

Jesus hat geschrieben:SWANS – White Light From the Mouth of Infinity

Veröffentlichungsjahr: 1991
Land: Bild
Genre: Folk/ Gothic/ Swans

Das war meine erste SWANS und von daher darf die hier nicht fehlen. Ob es die beste ist, kommt eher darauf an, ob man den neueren, gotischen Rocksound oder den alten, fies schleifenden Industrial lieber mag. Apropos schleifend... Kleines Trivia am Rande: der Begriff „Grindcore“ bezeichnete ursprünglich den Stil der frühen SWANS und GODFLESH. Man kann also sagen, das Wort hat einen weiten Weg hinter sich. Aber das hier sind ja die neueren SWANS. Weniger schleifend. Wesentlich melodischer. Und ebenso toll. Auch noch etwas songdienlicher, weniger experimentell und kompakter als auf ihren allerletzten Alben. Quasi poppig. Aber deswegen kein bisschen schlecht.

Better Than You
Power and Sacrifice
Failure
Song For a Dead Time

Von “Failure” gibt es auch eine arg pathetische Cover-Version gespielt von unseren Lieblingsjammergoten MY DYING BRIDE...


Das ist ziemlich toll. Böse Menschen würden das in den Gothic Topf zusammen mit frühen Andrew Eldritch Songs schmeißen. Die mag ich übrigens auch. Das hier ist aber abwechslungsreicher, die Stimme packt mich mehr und gerade bei 'Failure' bin ich echt begeistert. Das hat diesen kranken Aspekt, den ich bei Nick Cave so sehr schätze. Das ist notiert.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 5. September 2010, 18:44

Jesus hat geschrieben:MOLOKO – Statues

Ich verweise einfach mal auf Eikes Post und hoffe einfach, ihr findet Róisín Murphy ähnlich sympathisch wie ich.

Auch hier nur Live-Versionen, den Rest hat Jewtube mir wieder mal verboten.

Cannot Contain This
Over & Over
Familiar Feelings


Überraschung again: Das gefällt mir wirklich gut. Vor allem 'Cannot Contain This'. Tolle Stimme.

Jesus hat geschrieben:TIAMAT – Wildhoney

Genre: Psychedelic Doom Metal

Iiiiih, Konsensalbum! Trotz kurzzeitiger und von kognitiver Kaffeepause verursachter Unfähigkeit, 'Whatever That Hurts' auf einem Wichtelsampler aus dem Stegreif zu erkennen, ist das natürlich ein wichtiges und wunderbares Album für alle, die Doom und Psychedelik mögen. Zufällig auch zwei Steckenpferde von mir. Turn on, tune in, drop out.

Whatever That Hurts
Gaia


Hatten wir schon. Toll.

Jesus hat geschrieben:SLINT – Spiderland

Genre: Pre-Post-Rock

Also wieder so etwas wie Post-Rock. Aber nicht das, was heutzutage darunter versteht. SLINT sind da etwas schroffer und schräger. Stellenweise unheimlich. Vielleicht sogar Eike-Musik. Bin gespannt, ob ich mit dieser Vermutung richtig liege.

Breadcrumb Trail
Good Morning, Captain
Nosferatu Man


Nicht wirklich meine Welt.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jesus » Sonntag 5. September 2010, 20:08

Ich finde es bewundernswert, wie Holger sich hier wirklich durch jeden Thread hört.

Also weiter geht's mit der Freakshow:

WISHBONE ASH – Argus
Bild
Veröffentlichungsjahr: 1972
Land: Bild
Genre: Hard Rock

Erstklassige Scheibe. Ich könnte viel dazu schreiben, möchte aber 123 nicht zuvorkommen. Ist eines seiner liebsten Alben und ich kenne es erst seit anderthalb Jährchen. Das wäre nicht fair.

Sometime World
Time Was
The King Will Come


MAZZY STAR – Among My Swan
Bild
Veröffentlichungsjahr: 1996
Land: Bild
Genre: Folk Pop/ Dream Pop

Säuselnde Sangesfeen und poppiger Folk gehören zusammen wie ich und Hope Sandoval. In meinen feuchten Träumen zumindest. Jedenfalls habe ich auch eine Schwäche für diese Art Musik und viel besser als hier kann man das eigentlich kaum machen. 123 möge mir hoffentlich zustimmen. Folk, Country, Dream Pop, Singer-Songwriter Stuff. Einfach, aufs Nötigste reduziert und wunderbar dargebracht. Das geht so schön schnell ins Ohr und doch werde ich dessen nicht überdrüssig. Anhören und schwelgen.

Und ja, es war schwer, diesen kleinen Absatz zu schreiben, ohne auch nur eine perverse lüsterne Bemerkung von mir zu lassen.

Flowers in December
Cry, Cry
All Your Sisters
Umbilical (Pop goes Funeral Doom ;))


MOUTH OF THE ARCHITECT – Quietly
Bild
Veröffentlichungsjahr: 2008
Land: Bild
Genre: Progressive Sludge (dontcha call it "Post-Metal" or imma get medieval on yo ass)

Nach 2 Alben, die mit ihren viertelstündigen Crescendo-Orgien eher typisch für das Nicht-Genre namens "Post-Metal" waren (ich kriege schon wieder Ausschlag von dieser Genrebezeichnung...), nahmen MOUTH OF THE ARCHITECT auf ihrem Drittwerk eine kleine Kurskorrektur vor und schoben Hardcore und Doom mehr in den Vordergrund, kürzten ein wenig das Geschwurbel, destillierten ihre Stücke auf ein wesentlich knackigeres, eingängigeres und treibenderes Format, gestalteten die einzelnen Songs voneinander unterschiedlicher und gewannen damit einen Platz in dieser Liste. Wer also den üblichen Verdächtigen wie CULT OF ISIS und den Opas von NEUROSIS etwas abgewinnen kann, sollte sich diese Band notieren.

Leider gibt es davon online nicht viel zu finden außer klangtechnisch völlig unzumutbaren Konzertmitschnitten. Auf der offiziellen Seite gibt es hier das Stück "Hate and Heartache" zum Herunterladen. Das allein gibt zwar keinen Überblick über das für das Genre schon ungewöhnlich abwechslungsreiche Album und es gibt meines Erachtens nach noch bessere Songs auf eben jenem, aber sonst kann ich mit nichts dienen. :( Tja, ist halt Pech für Euch. Oder Glück, je nach dem.


Eike hat geschrieben:Wenn SLINT für Jesus noch darüber liegt, darüberhinaus auch noch zusammen mit den beiden obigen Perlchen genannt wird, und zu allem Überfluss auch noch so etwas wie eine Empfehlung ausgesprochen wird, werde ich da selbstverfreilich bei Gelegenheit reinlauschen. Alle drei URLs sind kopiert.


Und? Schon reingelauscht und eine Meinung gebildet?
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon firestarter » Sonntag 5. September 2010, 20:26

Die "Argus" ist großartig, mein liebster ASH Song stammt aber aus dem Jahr `82 - "Engine overheat", einer der besten Blues-Rock Songs ever. Hier live von DVD - gaaaaaanz großes Kino!

http://www.youtube.com/watch?v=tlK4eqS0rxY
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 5. September 2010, 22:01

Jesus hat geschrieben:Ich finde es bewundernswert, wie Holger sich hier wirklich durch jeden Thread hört.


Hab' ja sonst nichts zu hören.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon frankjaeger » Sonntag 5. September 2010, 22:17

Die WISHBONE ASH habe ich, aber noch nicht intensiv gehört... :-S

MAZZY STAR: Hm, seltsam. Bin nicht sicher, aber das landet erstmal nicht auf der Kaufliste. Genauso geht es mir mit MOUTH OF THE ARCHITECT. Das ist nicht schlecht, aber was mir einmal zu trällernd, ist mir andernmals zu tief. Aber nicht schlecht, nur eben nicht total zwingend.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Eike » Sonntag 5. September 2010, 22:53

Schon reingelauscht und eine Meinung gebildet?
Bei SLINT - nee. Kommt ja ständig neues rein, und heute hatte ich besseres vor: Mehrere Stunden Waldspaziergang. :D
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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Mr. Know-It-All » Montag 6. September 2010, 23:52

Savoy Grand: Nett, aber doch irgendwie zu melancholic.

Solitude Aeternus: Uhh, cool. Und "Embrace" ist ja mal der Hammer. Das muss ja fast auf die Liste ...

The Daysleepers: Geil! Sowas hörst du? Hätte ich gar nicht gedacht. (Was auch daran liegen könnte, dass ich bis eben keinen Plan hatte, was Shoegaze ist.) Echt geil, das kommt auf die Liste. :)


Kacke, man. Weißt du, dass ich mir jetzt eigentlich noch alles aus deiner Liste anhören muss? Das dauert ...

Du hast mich echt überrascht mit den ersten drei Alben. :)
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Mr. Know-It-All » Dienstag 7. September 2010, 00:15

Ich mach' einfach mal weiter.

Yes: Geil. Geeeeeeil. GEIL! Okay, das wusste ich auch schon vorher, aber dank dir ist es jetzt auf der Kaufliste. Jon Anderson bleibt weiterhin mein Absoluter Lieblingssänger.

Genesis: Muss ich wohl auch haben.

Mr. von Nazareth hat geschrieben:Und ja, ich weigere mich, es „sinfonisch“ zu nennen, liebes von der Rechtschreibreform beeinflusstes kleines Rechtschreibhilfsprogramm.
Soweit ich weiß, sind sowohl "Symphonie" als auch "Sinfonie" schon seit längerer Zeit koexistente korrekte Varianten.

Black Sabbath: Ja natürlich, die brauche ich auch noch.

The Doors: Au ja! Kenne ich vieles von, hab' aber nix. Bräuchte ich.

Pink Floyd: Hab' ich! :)


So, ich hör jetzt auf, ich muss in's Bett. Außerdem machst du meine Liste viel zu lang.
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