Er hat ihn zwar formell bestritten, wie er auch den Venom-Einfluss bestritten hat. Trotzdem geht der ja bis hin zu Textzitaten, so dass Leugnen hier zwecklos war. Ich kann mich auch an ein Interview erinnern, in dem er zugab, Manowar zu mögen und auch in Stockholm bei deren Konzert gewesen zu sein. So sehr ich Quorthon schätze, er hat nicht immer ganz die Wahrheit erzählt. Er hat ja auch Zeit Lebens bestritten, dass Boss sein Vater ist.
Was Bathorys Epic Metal angeht, gebe ich dir Recht, dass er anders wirkt. Erdiger mag zutreffen. Ich würde vor allem sagen, dass er rauher, ungeschliffener, urwüchsiger, und ein Stück weit auch grimmiger ist. Die Proto-Black-Metal-Roots der Band sind auch auf den epischen Alben erkennbar.
Kennst du eigentlich mein Bathory-Special, das ich anlässlich Quorthons fünftem Todestag gemacht habe? Falls nein, dann poste ich hier einfach mal den Link, weil ich da zu jedem Album Quorthons einen kurzen Abschnitt schreibe, so dass es dir vielleicht ein bisschen dabei helfen kann, dich mehr in die Entwicklung Bathorys einzulesen und zu schauen, wo du möglicherweise weiter machen kannst:
http://powermetal.de/content/artikel/sh ... ,1606.html
"Blood Fire Death" und "Blood On Ice" sind natürlich schon einmal ein absolut perfekter Einstieg. Bessere Tipps hätte ich auch nicht geben können.
@ Jhonny:
Ja. Das Video ist der Oberhammer. Mancher mag sicher rügen wollen, dass es die Klischees vom armen, edlen und gewaltsam christianisierten Nordmann zu sehr bedient, aber ich konnte mich mit dem Klischee schon immer identifizieren. Wie du weißt, habe ich ja kein Problem mit dem Christentum an sich. Trotzdem bedauere ich den fast völligen Verlust der alten europäischen Religionen schon sehr. Ich hätte mir hier schon eher das Entstehen einer echten Synthese aus indoeuropäischem Pantheon und christlicher (=jesuanischer) Philosophie gewünscht. Der orientalische "Monotheos" hätte ruhig im heiligen Land bleiben dürfen. Wir waren mit Göttern gut ausgestattet.

@ Jhonny 2:
Nein, ganz so nah sehe ich die Bands nicht beieinander. Es ist nicht nur der Gesang, sondern schon viel mehr, was die Bands trennt.
@ Jesus:
Erstens war es ein Kompliment. Zweitens ist es einfach so offensichtlich, dass alles Bestreiten zwecklos ist.





