Ich kommentiere schon mal Rüdigers Meinungen...
Rüdiger Stehle hat geschrieben:01. WORM OURBOROS "Riverbed"
Feines Geflöte. Feines Artwork. Feiner Gitarrensound. Ja wo singen sie denn? Ahhhhh... da... singT SIE... sehr ruhiges Mittelstück, sehr hübsch gesungen. Als was die Band alles beschrieben wird, ist atemberaubend Gothic Rock, Doom, Neofolk, Ambient, Kammermusik, Dark Rock... Ja, was denn nun? Ich find's schön, auch wenn es natürlich für meine üblichen Hörgewohnheiten mit sehr langen ruhigen Passagen aufwartet.
Schön beschrieben. Ein schwer zu definierendes, sphärisches Klanggebräu, welches sich aus der Asche der Doomster THE GAULT erhob und nebenbei noch irgendwie mit AMBER ASYLUM verwandt ist, die ähnliche Musik spielen. Hätte einen so positiven Kommentar von Dir gar nicht erwartet. Das ist schon ziemlich fußpilzig.
Rüdiger Stehle hat geschrieben:02. GENTLE GIANT "The Runaway / Experience"
Mit diesen alten Herren habe ich mich noch nie befasst. Kannte ich quasi nur vom Namen und vom Hörensagen. Ist mir jetzt ganz spontan etwas zu verpeilt, wobei die krude Mischung aus Abgedrehtheit und Folkigkeit schon ihren Reiz hat. Captain Future spielt Spinett und das Wanderradio mit Wackelkontakt. Cool...!
Für Freunde des verspielten 70er-Prog der Marke GENESIS oder YES ein absolutes Muss. Wenn nicht, dann Bildungslücke!
Rüdiger Stehle hat geschrieben:03. CLOAK OF ALTERING 'I Diabolus, Fallen and Vengeful'
Ja vel... das ist hübsch. Sehr sphärischer, klanglich im Keyboardbereich etwas überfrachteter Black Metal mit ziemlich coolen Vocals, interessantem Bassspiel. Mich verwirrt es jetzt beim ersten Hören ein wenig, aber es ist echt gelungen. Die Ambient-Passage hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber sonst passt's.
Ein kleines Nebenprojekt des Masterminds der Ambient Blackies GNAW THEIR TONGUES. Offenbar besaß er zu viel Material, dass nicht zur Hauptband passte. Mir gefällt, wie alle Instrumente zu einem undurchdringlichen Gemälde verschwimmen. Hat von der "In the Nightside Eclipse".
Rüdiger Stehle hat geschrieben:04. CARDINALS FOLLY 'Valkyries I Avenge'
Hui... das ist der Hammer. Gefällt mir spontan unheimlich gut. NWoBHMiger, basischer Doom, für jeden, der sich mit der ganzen Hexensuche von WITCHFYNDE über WITCHFINDER GENERAL bis hin zu REVEREND BIZARRE begeistern lässt. Muss ich wohl mal kaufen, wenn sich die Gelegenheit aufdrängt.
Hexenjagender Kauzdoom ist immer gut. Aus mir unerfindlichen Gründen spielt der Gitarrist nebenbei noch bei den Schnarchnasen von MY SHAMEFUL. Was für eine Vergeudung von Rifftalent. Dabei wäre er bei LORD VICAR oder THE WANDERING MIDGET wesentlich besser aufgehoben.
Rüdiger Stehle hat geschrieben:05. THE SMITHS 'There Is A Light That Never Goes Out'
Okay. Was ist denn das jetzt? Britpop aus den Achtzigern? Hab ich natürlich nie davon gehört, auch wenn die angeblich bekannt sein sollen. Eine Bildungslücke mit der ich leben kann. Ist natürlich lässige, ganz hübsche Musik, die ich gut anhören kann, die aber niemals das Bedürfnis wecken wird, eine Scheibe zu kaufen.
"Britpop aus den Achtzigern"

Das ist Post-Punk oder von mir aus New Wave, und zwar total kultiger. Die Band bestand aus Hipstern lange bevor es Hipster gab! Hipsterception!
Rüdiger Stehle hat geschrieben:06. SUBVERTIO DEUS 'III'
Du wilderst in seltsamen BM-Gegenden. Doomiger, zäher, finsterer BM mit gelegentlichen wilden Ausbrüchen. Gefällt mir prinzipiell natürlich sehr gut, wobei es mir da ähnlich geht, wie dir bei GORGOROTH. Jedenfalls spontan stoße ich noch nicht auf die charismatischen Momente. Wobei das "Geshrieke" zu Beginn des letzten Fünftels irgendwie ziemlich toll ist. Early-FLEURETY-mäßig.
Tolle Mischung aus DEATHSPELL OMEGA, ORCIVUS und FIDES INVERSA. Wie man solch abstrakte Klänge ähnlich nichtssagend wie GORGOROTH finden kann, will mir gerade nicht in den Schädel...
