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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Jhonny » Freitag 4. Mai 2012, 23:11
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:2. Das Paradise Lost Frühwerk ist toll.
wahrscheinlich meinst du nicht "Draconian Times". Frühere Scheiben von ihnen kenne ich noch nicht. Aber mir gefällt eben jene "Draconian Times"
"Draconian Times" würde ich als definitives Ende der Frühphase, eher schon als Beginn der mittleren Phase bezeichnen, aber die ist in der Tat sehr gut. Die vier davor sind allerdings mindestens genauso gut, wenn nicht besser. Hör dir mal "Icon" und "Shades Of God" an. Die werden dir sicher super zusagen. Das richtige Frühwerk, also "Lost Paradise" und "Gothic" ist noch mehr Death Metal, aber dabei halt auch sehr atmosphärisch, getragen und speziell.
alle PARADISE LOST Scheiben stehen eh auf meinem Einkaufszettel Bei Möglichkeit nehme ich die mit.
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von salisbury » Samstag 5. Mai 2012, 02:11
Holger Andrae hat geschrieben:Je mehr Rüdiger ins Detail geht, desto einigerer bin ich mit ihm.
Freut mich für Rüdiger!
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von Eike » Sonntag 6. Mai 2012, 23:24
Jhonny hat geschrieben:Eike hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:mir gefällt eben jene "Draconian Times"
Manchmal beweist Jhonny Geschmack. 
eigentlich meistens  Die "Wildhoney" von TIAMAT gefällt dir ja mit hoher Wahrscheinlichkeit genauso gut wie mir...
Mmhjommjommjommjommm...lecker!!
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von Jhonny » Montag 7. Mai 2012, 09:28
Eike hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Eike hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:mir gefällt eben jene "Draconian Times"
Manchmal beweist Jhonny Geschmack. 
eigentlich meistens  Die "Wildhoney" von TIAMAT gefällt dir ja mit hoher Wahrscheinlichkeit genauso gut wie mir...
Mmhjommjommjommjommm...lecker!!
na also, da sind wir doch auf einem Nenner 
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von Frozen » Montag 11. Juni 2012, 14:13
Das Fazit nach 4 Tagen Metalfest Helvetica: Hunderte blaue Flecken, kein unverkaterter Muskel, immer noch konstante Müdigkeitserscheinungen, einige sehr geile Headliner, einige noch geilere Highlights und die Einsicht, nächstes Jahr ins Hotel nebenan zu ziehen. Ja, verdammt, es war ein geiles, langes Wochenende mit dem ausgiebigsten, was die schweizer Metalszene zu bieten hat.
Anfang aber noch n Plädoyer: Meine Herren (und Damen), fahrt im Sechziger gefälligst keine Achzig, auf ne 100 Meter Verkehrslücke macht das rund 2-3 Sekunden weniger Zeit zum abbiegen. Was bei 60 Problemlos reicht, reicht bei 80 dann eben nicht mehr. Und wenn euer entgegenkommender Abbieger nicht im ersten Moment sieht, dass ihr zu schnell seit, krachts unweigerlich. Nein, ich war nicht zu schnell, ich halt mich peinlichst genau an die Verkehrsregeln, bei soviel übergeschwindigkeit kann ich dann aber auch nichts mehr machen und es kracht. Auch wenns nur n Blechschaden ist, ein Unfall nervt immer. Also im 60er gefälligst 60 fahren, dann wär ich in der Situation auch locker durchgekommen.
Zum Feste denn: Ich habe mir mal 5 Highlights herausgepickt, die mir persönlich besonders gefallen haben. Dabei handelt es sich allerdings nicht etwa um die Headliner, aber lest selbst:
-FUELED BY FIRE - der Samstags Auftakt für mich. Leider haben viele noch ihren Rausch ausgeschlafen, so was das Publikum doch noch sehr spärlich. Diesen boten die Jungs jedoch eine Zaubervorstellung, wo vor allem die Gitarren voll und ganz zu überzeugen mochten. Vielen ist hier ein Licht aufgegangen, und so begann der Samstag schon herrlich Fäusteschwingend und Headbangend. Die Westküstler haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und waren technisch sicher mit bei den Besten.
-BRAINSTORM - Es ist ein bereits wohlbekannter Fluch, dass Brainstorm trotz unheimlich soliden Liveauftritten, hervorragendem Songmaterial und grosser Energie in der Running Order meist viel zu früh stehen. Auch an diesem Freitag machten sich die Süddeutschen Power Metal Meister wieder auf, zum heimlichen Headliner zu werden. Ach, wer redet hier von heimlich, die Stimmung war fantastisch, die Setliste beinhaltete all die Klassiker, die man von Brainstorm kennt. Abgesehen vom einen oder anderen der schon mehr als einen zu viel übern durst getrunken hat im Publikum gab es einmal mehr nichts zu kritisieren. Das ist die Definition von Verlässlichkeit im Power Metal.
-SKULL FIST - Als ich sie das letzte mal sag, kannten ein paar duzend der gut 250 Zuschauer die Kanadier. Dieses Mal waren es vielleicht 250 der knappen tausend, was stellvertretend für den Aufstieg der True Metaller gelten kann. Bereits bei "Ride the Beast" zückten die vorderen Reihen kollektiv die Luftgitarren, während die Jungs auf der Bühne einen energiegeladenen, akrobatischen Auftritt zum Besten geben. Und wer denkt, das Auf-Des-Anderen-Schultern-Solieren werde langweilig, der täuscht sich gewaltig. "No false Metal" war wohl von der Stimmung her der zweitgeilste Song an dem ganzen Festival. Auch der Sound stimmte dieses Mal, Jackies Stimme, wenn auch immer noch etwas Piepsig, war dieses Mal deutlich vernehmbar. Das einzige was dieses Konzert einschränkte, war das Alter der Band: Ein Album und eine EP, das reicht leider nicht für mehr als eine gute halbe Stunde, aber die war es verdammt wert! Sympathie-Bonuspunkte für das sofortige Von der Bühne Steigen und bei den Fans bedanken - Die nächste Band ist ja erst in ner guten Stunde dran, dann kann man sich das leisten ^^
-ALESTORM - Alestorm sind Niveaulos, Simpel, nur mit erhöhtem Alkoholspiegel zu vertragen, Songwriterisch eine Katastrophe. Gut, wer da Gegenargumente findet, der gehört in den Debattierclub. Nicht absprechen kann man jedoch eines: Die Schottischen Heavy Metal Pirates wissen, wie man Party macht! Sogar beim Soundcheck wird bereits geflachst, und pünktlich gegen sechzehn Uhr füllte sich auch die Hauptbühne vor der Halle. Irgendwie hatte man das gefühl, viele sind nur wegen Alestorm hier... Ob es an den Piratenhüten, Holzbeinen oder der plötzlichen Bierschwemme lag, ist schwer zu sagen. Doch ohne Promille muss man einfach zugestehen, dass die Stimmung hervorragend war, und Chris' Schreieinlage bei Death Throes of the Terrorsquid halt doch einfach geil klingt. Auch wenn die alben sogar bei mir als einer ihrer Fürsprecher eher selektiv aufgegabelt werden, Live werde ich sie mir immer wieder geben.
Der Absolute Überhit, der in 10 Minuten ALLES andere in Schutt und Asche gelegt hat, War "The Ultra Violence" - DEATH ANGEL! Schon auf dem Album ein Thrash Instrumental von einem anderen Stern wird auf der Bühne geradezu Gottgleich. Ich kannte DEATH ANGEL bisher nur von den Alben, welche allesamt gut bis hervorragend waren, die Bay Area Thrasher haben sich ihren Platz in Bestenliste ihres Genres redlichst verdient, aber dass die Live so abgehen werden? Häufigere Besucher wiesen mich noch darauf hin, dass dieses Mal auch der Sound stimmte, was bei jüngsten Schweizer Auftritten leider nicht immmer der Fall war. Heute wurde jedoch bestens klingender Thrash präsentiert! Auch die neuen Songs wie "Truce" wussten zu Überzeugen und liessen die Köpfe kreisen. Doch noch immer Gänsehaut kriege ich beim Gedanken an diesen gut zehnminügigen Gitarrenexzess vom Debüt. Das alleine waren diese vier intensiven, rastlosen vier Tage wert. Wessen Nacken danach noch locker war, der hat nicht zugehört, und das waren offensichtlich wenige, denn die Meister wurden gebührend gefeiert. DAS Highlight beim Metalfest in Pratteln.
Grosses Kompliment auch an die Organisation: Wie ein Uhrwerk und ohne Zwischenfall den ich mitbekommen hätte wurden die vier Tage abgewickelt - davon könnten die schweizer schein-weltklasse Agenturen mit ihren Möchtegern Festivals noch mal etwas lernen. Wenn die grösste Kritik die ich danach zu üben habe das schwache Biersortiment (Eichhof und Heineken - Buäh...) und ein durch nen Raser ausgelösten Autounfall ist, zeigt sich, dass es sonst genau die Party ist, die man sich gewünscht hat.
Top 5 Jahr 20151. ENFORCER - From Beyond 2. VISIGOTH - The Revenant King 3. ARMORED SAINT - Win Hands Down 4. SATAN - Atom by Atom 5. HORACLE - Dead Eyes Revelations MEINE SAMMLUNGCurrent Taste: Traditional Heavy Metal
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 26. Juni 2012, 03:00
Ich komme eben zurück von POSSESSED in Aalen, und ich muss sagen, dass das ein ganz großer Auftritt war, den Jeff Becerra mit seinen Mannen da abgezogen hat. Emilio Marquez hat unfassbar fein getrommelt, und allgemein war das ein Abrisskommando sondergleichen. Starker Sound, wenn auch extrem laut, und im mit etwa 150 Leuten gut gefüllten "Rock It!" war die Stimmung wirklich absolut topp! Jederzeit gerne wieder, die Herren!
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von Drumtier » Samstag 30. Juni 2012, 21:19
OZZY OSBOURNE Hab mir vor ewigen Zeiten die Karte gekauft als noch die Rede von einer Black Sabbath Komplett-Tour war. Als dann bekannt wurde, dass Ozzy nur mit Freunden unterwegs sein würde, darunter aber immerhin auch Geezeer Butler, hab ich noch nach Leuten gesucht die auch nach Wien fahren würden, sonst hätte ich sie wohl noch verkauft. Da unser ehemaliger Sänger aber sein Kommen zugesagt hatte war zumindest klar, dass ich nicht alleine da sein würde und ich hab mich auch auf den Weg gemacht. Ein Freund der in Wien studiert hat gesagt er kommt mit zur Stadthalle und schaut ob er billige Tickets findet. Ein Angebot auf 35€ hat er ausgeschlagen und eines um 30€ hat er auf 20€ runtergehandelt. Also nicht überlegen wieviel man selber bezahlt hat.... Als Vorband war Black Label Society da, von welchen ich zwar schon gelesen aber noch nie was gehört hab. Nicht unverdient, weil die haben mir überhaupt nicht gefallen. Negativer Höhepunkt ein ungefähr 10 Minuten (!) langes Gitarren"solo" welches ich mit ein bisschen Einschulung auch hinbekommen hätte. Was für ein Scheiß... Aber dann: Ozzy! Von ihm Solo hab ich mir vorher ein paar Lieder angehört, meine ersten beiden und immer noch einzigen Sabbath hab ich aber doch recht oft gehört. Gespiel hat er aber natürlich großteils eigene Sachen, welche auch durchaus ganz cool waren, die Stimmung war großartig und wie dieser alte Mann da auf der Bühne abgeht und nur so sprüht vor Lebensfreude und Motivation ist einfach herrlich anzusehen. Explodiert ist die Stimmung bei mir und der nicht ausverkauften Halle aber dann bei den Sabbath-Nummern. Geezer Butler kommt zur Unterstützung und alles flippt einfach aus. N.I.B. Sooooooooo geil. Iron Man. Sooooooo geil. Alles einfach nur unfassbar, unbeschreibbar, unersetzlich geil. Paranoid zum Abschluss. Ich hätte Frauen schon durchs Ansehen reihenweise schwängern können so geil war das. Bin zur Sicherheit dann mit geschlossenen Augen "heim" gefahren. Also übrigens nicht heim sondern in die Wohnung einiger in Wien studierender Freunde von denen der eine wie erwähnt auch mit war. Ein bisschen was hab ich auch getrunken und nicht allzu viel geschlafen. Was an sich kein Problem wäre. Das Problem war aber, dass ich am nächsten Morgen wieder in meinen Neben-Nebenwohnsitz, das Labor der Uni, musste um an meiner ewigen Bachelorarbeit zu "forschen". Also um halb 6 aufstehen und in einen Zug nach Graz. Wecker hab ich übrigens vergessen mir zu stellen, aber mein geniales Gehirn hat mich von selber ca 10 Minuten bevor die U-Bahn gekommen ist aufgeweckt. Also wie irre zur Haltestelle gerannt. Im Zug wie ein Toter geschlafen und dann in Graz inmitten von lauten, motivierten und unangenehm fröhlichen Schülern ausgestiegen und wie ein Zombie zum Bus gegangen. Als ich mich daheim dann im Spiegel sah hab ich mich durchaus gewundert, dass die Leute mich nicht mehr angestarrt haben. Oder vielleicht hab ichs einfach nicht mitbekommen. Zu wenig Schlaf. Zu viel Ozzy. Gott war das geil...
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von Drumtier » Mittwoch 11. Juli 2012, 21:23
Für alle die daran interessiert sind, oder um die Zielgruppe zu vergrößern, alle die zufällig drüberstolpern. Meine Erlebnisse vom Extreme Fest: 1. Tag: CEPHALIC CARNAGE Warn die erste Band, die ich mir bewusst angeschaut habe, weil ichs zumindest vom Namen her kannte. Schön brutales Etwas zwischen Death und Grind, genau passend zur unerträglichen Hitze, wird weiter positiv im Kopf behalten, renn jetzt aber nicht los um mir was davon zu besorgen. BELPHEGOR Eine Band die ich mittlerweile auch shcon zum dritten Mal gesehen habe, aber an ihren ersten Auftritt kommen sie nicht mehr heran. Auch nicht an jenen vom PartySan voriges Jahr, der Grund liegt ganz einfach im Gastsänger, weil der Helmuth aus gesundheitlichen Gründen nicht singen konnte, Gerüchten zufolge Typhus aber keine Ahnung. Vom Äußeren hätt ich mir von dem Typen eigentlich schon viel erwartet, weil er perfekt für die Band und die Musik aussah, etwas fester, groß, schöner Bart, da könnte man sich eine mächtige Stimme erwarten. Aber Fehlanzeige, ein dünnes, schwaches Stimmchen war das Einzige was geboten wurde, das hab ich mir dann nicht mehr voll angetan, aber was richtig gutes hättens ja wohl eh sowieso nicht gespielt. FORGOTTEN TOMB Da hab ich grad vor Kurzem hier noch etwas über die gelesen, Psycho-Depressive-Post-Evil-Black-Metal oder so ähnlich, aber düster geschweige denn depressiv war an denen gar nichts. Völlig belangloser Black der einfach an mir vorbeirauschte, ich bin schlafen gegangen, mein Kollege war ziemlich begeistert. Naja... 2. Tag DAWN OF DISEASE Wegen des Namens angeschaut, sollen ja eine der Vorzeige-Death-Bands aus Deutschland sein und waren auch ganz cool. Aber ohne was davon zu kennen ist bei einem Konzert, dass man auch so früh am Nachmittag nicht ganz nüchtern erlebt, halt nicht viel herauszuhören. Hab ich da bis jetzt was verpasst? SEVERE TORTURE Mittlerweile zum zweiten Mal gesehen, auch wenn das erste Mal schon ewig aus ist. Hab sie allerdings noch recht gut in Erinnerung gehabt und wollt mir diesen Eindruck wieder einmal bestätigen. Bestätigt wurde er schon, allerdings war der Eindruck nicht ganz so brachial wie beim Ersten, sollte ihnen aber vielleicht dennoch auch auf CD einmal eine Chance geben. MARDUK Mein erstes Highlight auf das ich mich sehr gefreut hab. Was ich an der Band so mag ist, dass sie ihre Vergangenheit nie verleugnen und immer Sachen von so gut wie allen Alben spielen. Die einzigen beiden Alben von denen sie diesmal nichts gespielt haben waren Nightwing und World Funeral. Von Ersterer hab ich noch nie was live gesehen, weiß also nicht ob sie die live selten oder gar gar nicht spielen, aber gefreut hätts mich schon, ich mag das Album. Von der World Funeral hätts ebenfalls einige Songs gegeben die jedes Konzert versüßen, so zB das grandiose und an Bösartigkeit kaum zu überbietende Bleached Bones. Von der Neuen haben sie wenn mir mein Gedächnis grad keinen Streich spielt nur 2 oder 3 Songs gespielt, den Titeltrack und Souls For Belial, also eh die bis jetzt besten. Die tief gesprochenen/gegrowlten Parts wurden zwar auch gekreischt, aber auch so machte SFB noch einiges her. Serpent Sermon wirkt auch live genauso geil, aber mit so einem Refrain kann man eh nicht mehr viel falsch machen. CANNIBAL CORPSE Zum zweiten Mal heuer, zum ich glaube fünften Mal insgesamt gesehen und auf die is live einfach genauso Verlass wie auf CD. Die Setlist wird dezent verändert, die Ansagen ebenso dezent, aber was will man denn mehr? Okay, sie haben Fucked with a Knife nicht gespielt, was uns zwar um einen Klassiker-Scherz gebracht hat, aber ein ähnlicher Scherz wurde dafür beim neuen As Deep As The Knife Will Go gebracht. Außerdem haben sie The Wretched Spawn gespielt, was ich noch nie von ihnen gesehen hab, sehr geile Überraschung! DORNENREICH Auch auf die hab ich mich außerordentlich gefreut weil ich einfach sehr gespannt war, wie diese Band live rüberkommen würde. Schon der Auftritt mit dezent blauer Beleuchtung, einem einsamen Schlagzeug im Hintergrund und davor die beiden mit Gitarre und Geige gab die Richtung vor in die der mittlerweile späte Abend gehen würde. Melancholische Grundstimmung, die durch die etwas zu leise Geige perfekt begleitet wird nur um von Härteausbrüchen durchbrochen zu werden, die einem die Gänsehaut tief ins Fleisch prägen. Aufgrund des Special-Metal-Sets haben sie nur Sachen von den härteren Alben gespielt, besser gesagt hauptsächlich vom Neuen und Her von welken Nächten, und vielleicht gar nichts anderes. Hab nur die beiden und bin mir nimmer ganz sicher ob sie was mir Unbekanntes gespielt haben. Sehr beeindruckendes Konzert, berührend, emotional, enthusiastisch. Bis zu diesem Zeitpunkt mein Highlight. DER WEG EINER FREIHEIT Kommt mir das nur so vor oder werden die auch hier gerade sehr gehyped? Hab die aber irgendwie einmal in eine Industrial-Ecke gebracht und mich seither nicht weiter dafür interessiert. Ich weiß leider nicht wie mein Gehirn das macht, aber es schnappt einfach irgendwo was auf und hängts an den nächstbesten Namen dran. Jedenfalls hab ichs mir zum Glück angeschaut weils ein Freund sehen wollte und hey, was is das? Abwechslungsreicher, melodischer Black Metal mit bedacht eingesetztem Keyboard und noch viel besser eingesetzter Atmosphäre. Große Überraschung für mich, aber da könnt ich auch was brauchen! 3. Tag: ORIGIN Vielleicht die Band auf die ich mich am Meisten gefreut habe und oh Gott, nein, ich wurde nicht enttäuscht. Eine halbe Stunde "Ich-bin-besser-als-du". Eine halbe Stunde "Schau-mir-zu-was-ich-spiele-und-weine-weil-du-das-nie-spielen-wirst-können". Eine halbe Stunde "Ich-spiele-schneller-als-du-summen-kannst". Eine halbe Stunde "Ich-spiele-schneller-als-du-denken-kannst". Eine halbe Stunde "Ich-bin-besser-als-du". Aber nicht nur das. Ich war hin- und hergerissen zwischen headbangen was das Genick hergibt und Dastehen und Staunen was dieser John an den Drums abzieht und die beiden Saitenhexer an den Saiten hexen. Der Sänger hat vermutlich bemerkt, dass nicht allzu viele Leute da waren und ist, da sie noch am Anfang ihrer Tour standen, mit dementsprechender Motivation einfach in den Fotograben vor mich und meine headbangenden Kollegen und anschließend mitten in die Leute gehüpft ist um Leute die zu wenig Enthusiasmus zeigten aufzuwecken. Anschließend waren sie noch draußen unter den Leuten zu finden, sehr sympathische Truppe, sehr geile Musik. ULTRAWURSCHT Die musikalischen Ansprüche wurden ausreichend heruntergeschraubt, aber wollt sie halt einmal sehen. Insgesamt eh ziemlich genau das was ich erwartet hab, also musikalisch eintönigen, aber keineswegs schlechten Grind mit (soweit verständlich) witzigen Texten und dazwischen ein bisschen Kabarett, besonders auf den netten Bischof Küng bezogen, der im Vorfeld des Festivals dazu aufrief für die Besucher zu beten, weil, naja, eh-scho-wissn. Nicht so schlimm wie sie von manchen dargestellt wurden, aber auch nichts zwingendes, dennoch als Nackenpause ganz okay. Der sehr gute Spot zwischen ORIGIN um SUFFOCATION um 19:00 Uhr war so natürlich nicht verdient und geplant, aber EISREGEN hat sich verspätet und deswegen Platz getauscht. SUFFOCATION Die nächste Band auf die ich mich irrsinnig gefreut hab. Noch nie gesehen, aber schon ewig lang in meiner Sammlung vertreten. Eine erste Enttäuschung gabs, also sich ein fremder Typ hinters Mikro stellte, der zwar auf den ersten, zweiten und dritten Blick aussah wie Chris Barnes, aber wegen der kürzeren Dreads, der fehlenden Löcher im Ohr (ich glaub Plugs nennt man die?) und der Vocals jemand anderer sein musste. Mittlerweile konnte ich ihn als Bill Robinson von Decrepit Birth identifizieren, aber er kommt halt doch an den überragenden Gesang von Frank Mullen (ich weiß, ich wiederhole mich) nicht heran. Aber wie ers auch gesagt hat, besser ein Gastsänger als gar kein Auftritt, auch wenn ein etwas weniger gesprächiger Typ auch kein Fehler gewesen wäre, vor allem weil er oft ziellos umher geschwafelt hat und dann schon von der Band belächelt wurde^^ Aber wer mit dem arschgeilen Thrones Of Blood ein Set eröffnet, der kann einfach nichts falsch machen. Der Schwerpunkt lag auf Effigy Of The Forgotten und Pierced From Within und das ist dann halt schon ziemlich orgasmusinduzierend. Sie haben den Song Pierced From Within gespielt. Nur so von wegen orgasmusinduzierend. Was für eine Band. Ahja, interessant auch der Vergleich der beiden Bassisten, also ORIGIN und eben SUFFOCATION, während Mike Flores von Ersteren den Bass knapp unterm Kinn hatte um alle Finger schnell genug an den richtigen Ort zu bekommen so spielte Derek Boyer irgendwo zwischen Unterschenkel und Knöchel bzw hatte ihn oft überhaupt am Boden abgestellt und spielte ihn wie einen Kontrabass. Ziemlich witzig EISREGEN Kannte zwar nichts von denen, wollts aber trotzdem unbedingt sehen weils doch relativ bekannt sind und viel über sie gesprochen wird. Und das was sie so gezeigt haben hat mir auch echt gut gefallen, auch wenn das Keyboard teilweise ein wenig zu dominant war. Der Sänger erschien mir aber sehr sympathisch, sollte ich auch im Hinterkopf behalten! AGRYPNIE So wie EISREGEN hatte auch AGRYPNIE Probleme bei der Anfahrt, welche anscheinend 15 Stunden dauerte. Somit bekamen sie noch einen Extraspot ganz am Ende, aber dennoch waren noch erstaunlich viele Leute da. War zwar auf der kleineren Bühne bei der auch 10 Leute schon ein ordentliches Publikum hergeben, aber für den dritten Tag und die Uhrzeit wars echt ordentlich. Hat auch Torsten bemerkt und sich wiederholt bedankt und entschuldigt. Bei Brücke aus Glas wär wie auf CD ein Gastauftritt vom Sänger von EIS geplant gewesen, aber die mussten bis dahin schon wieder abreisen. Da der Torsten aber den Text nicht hatte, wurde das Stück dann großteils instrumental vorgetragen. Großteils, weil zum Schluss wurde immerhin ein "aus Glas!" dargeboten. Unfreiwillig komisch, angesichts der ansonsten großteils gedrückten Stimmung, also im musikalischen Sinne. Im Publikums-/Bandsinne war die Stimmung hervorragend und ich finde ja es gibt kaum was schöneres als wenn man den Musikern richtig anmerkt wie sie sich über ihren Auftritt freuen und da war das definitiv der Fall. Sehr schön zu sehen! Werd mir jetzt entweder ihre derzeit noch Aktuelle kaufen müssen oder vielleicht auch auf die Neue warten, aber da muss definitiv was her.
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von Loenz » Samstag 14. Juli 2012, 20:08
Gestern hat das Kaff hier mal was ordentliches zu Stande gebracht. Hawkeye und Echoes haben hier auf unseren altehrwürdigen Marktplatz gespielt.
Hawkeye war so Ambient angehauchter Progressive Rock, so ein wenig in Richtung Tangerine Dream und Co. Das war durchaus sehr cool, sehr chillig und nett zum eingrooven.
Echoes sind eine Deutschlandweit bekannte Pink Floyd Cover Band und das war wirklich gut, Lichtshow war cool, dazu dann noch ne ganz ordentliche Setlist und insgesamt der Marktplatz auch gut gefüllt. Erstaunlich gut war übrigens der Sound für Open Air etc. Der war nämlich wirklich sehr ordentlich. Insgesamt ein guter Abend für ein Umsonst und Draußen Event.
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von Rüdiger Stehle » Montag 30. Juli 2012, 00:01
Bin seit einer Weile zurück von "Headbangers Open Air", und es war ein echt schönes, gemütliches, entspanntes Festivalerlebnis. Die besten Grüße an die Mitschreiber und Mitleser, die dabei waren!
Da es ja einen ausführlichen Bericht von Frank, Holg, Martin Schaich und mir geben wird, nur kurz zu den Highlights:
ALAN TECCHIO & FRIENDS boten eine HADES-Show, die sich gewaschen hat. Spielfreude hoch fünf, etliche seltener gespielte HADES-Kracher, leider kein "The Cross", aber trotzdem toll. Alan super bei Stimme, die Band echt klasse eingespielt, dafür, dass es eine "Notlösung" war, dann nach "Nightstalker" noch ein SEVEN WITCHES-Song (es wird eine neue Scheibe mit Alan geben) und das von Alans Auftritten mit Jack Frost bewährte "Victim Of Changes"-Cover, das echt gigantisch dargeboten wurde.
Kim LaChance (MALISHA / VIXEN). Die Dame hat super gesungen. Schrill, kraftvoll, abgedreht, schräg und doch punktgenau. Für mich war es mehr oder weniger der erste Audiokontakt mit dem Material dieser Hawaii-Underground-Klassiker, und es hat mich vom Fleck weg begeistern können. Schade nur, dass die Dame und ihre Mitmusiker die Chance, weitere eigene Songs zu präsentieren, drei DIO-Coverversionen geopfert hat. Muss man nicht unbedingt verstehen. Trotzdem ein echtes Highlight des Festivals.
JAGUAR lieferte den NWoBHM-Speed-Style in Perfektion, mit wildem Stageacting des Sängers, und jede Menge Spaß in den Backen.
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Rüdiger Stehle
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