Manowar

Re: Manowar

Beitragvon Chavo89 » Samstag 12. Mai 2012, 01:11

Jeder Manowar-Song ist doch aber besser als mindestens 80 % der sonst so erscheinenden Musik. Wenn man also eine 0 für das Allerschlimmste anlegt, kann man auch für "El Gringo" noch eine 8 geben. Denn das ist immer noch besser als alles, was tagtäglich im Radio rauf und runter gespielt wird. Ich habe den Song zwar immer noch nicht gehört, also nagelt mich nicht darauf fest. Ich gehe nur davon aus, dass dieses Lied nicht schlechter ist, als die Metal-Songs auf "Gods of War".

Was anderes: Die CD soll wohl am 27. Juli erscheinen. Hier gibt es den digitalen Release am 16. 6. und dazu die tatsächliche CD im Bundle für schlappe 15 Dollar. Klingt eigentlich ganz fair, oder? ;-)
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Re: Manowar

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 12. Mai 2012, 02:37

Dr. Best hat geschrieben:Vergleiche mit anderen Bands sind bei polarisierenden Bands oft schwer, also nimm den eigenen. Das ist doch aber der Quatsch, den ich meine. Nimm das beste, stärkste und tollste Album, das Manowar veröffenlicht haben und lege eine 10 an. Lege eine lineare Skala in Richtung Elektro (den du glaube ich nicht magst) und markiere die 0. Trage nun in absteigender Reihenfolge eine qualitative Vergleichsliste auf.
Und nun mal angenommen, "0" bedeutet "tödliche Langeweile" muss ich El Gringo dort ganz in die Nähe stellen, rein objektiv. Das ist mehr "Alle meine Entchen" als "Gloves of Metal".

Sorry Simon, aber das wird mir jetzt alles zu polemisch. Ich hab sehr sachlich und unaufgeregt erklärt, warum ich eben diese Note geben würde, und es damit begründet, dass das eine rein emotionale Sache ist, die mit meiner musikalischen Prägung durch eben diese Band zu tun hat: Mir gefällt das. Ich höre das gerne Und deshalb bekommt es eine gute Note, auch wenn die Band schon viel, viel besser war. Alles, was Manowar bisher gemacht hat (mit Ausnahme einiger Basssoli), liegt bei mir zwischen acht Punkten und den Toren zu Walhalla. Fertig.

Das kann man doch auch mal akzeptieren und muss nicht mit irgendwelchem Zeug ankommen, wonach ich "objektiv" betrachtet unrecht hätte. Also ob eure Abneigung gegen neuere Manowar auch nur ein Iota objektiver wäre als meine Zuneigung. Oder dass der Song "rein objektiv" tödlich langweilig sei. "Rein objektiv" ist es spannender wenn Joey den Bass stimmt oder wenn Eric sich warmsingt, als wenn z.B. Anathema ein Album einspielen. Soviel dazu... "rein objektiv"... unglaublich...
:narf:

Chavo89 hat geschrieben:Jeder Manowar-Song ist doch aber besser als mindestens 80 % der sonst so erscheinenden Musik.

Im Vergleich zur "sonst so erscheinenden Musik" würde ich ohne zu zögern auf 99 % erhöhen. Innerhalb der Metalwelt sind 90% für Manowar nach 1992 eine realistische Quote. Für Manowar bis 1992 würde ich auch innerhalb der Metalwelt eher zu 99 % neigen.

Wenn man also eine 0 für das Allerschlimmste anlegt, kann man auch für "El Gringo" noch eine 8 geben.

Kann man. Rein objektiv kann man das. Ich hab's erlebt. Von daher ist der naturwissenschaftliche Beweis erbracht. Also diesmal wirklich "rein objektiv".
:P

Was anderes: Die CD soll wohl am 27. Juli erscheinen. Hier gibt es den digitalen Release am 16. 6. und dazu die tatsächliche CD im Bundle für schlappe 15 Dollar. Klingt eigentlich ganz fair, oder? ;-)

Jupp. Das passt soweit. Wird bestellt.
:dafuer:
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Re: Manowar

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 12. Mai 2012, 02:44

Ach ja, wenn wir gerade dabei sind... "El Gringo" läuft im Moment gerade zum sechsten Mal am Stück, und das Ding wird rein objektiv mit jedem Durchlauf immer besser. Mal schauen, ob die Acht am Ende überhaupt ausreichen wird.
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Re: Manowar

Beitragvon firestarter » Samstag 12. Mai 2012, 08:02

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Im Vergleich zur "sonst so erscheinenden Musik" würde ich ohne zu zögern auf 99 % erhöhen. Innerhalb der Metalwelt sind 90% für Manowar nach 1992 eine realistische Quote. Für Manowar bis 1992 würde ich auch innerhalb der Metalwelt eher zu 99 % neigen.


Wow, dass unser Musikgeschmack deutlich differiert, ist ja klar, aber diese Aussagen lassen mich dann doch ungläubig drein schauen... Holla!
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Re: Manowar

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 12. Mai 2012, 08:40

Jetzt bin ich auch etwas erstaunt. Bei frühen Manowar - erste vier Alben - kann ich nachvollziehen, dass man einen sehr hohen Standard anlegt, aber alles danach wird für mich doch fragwürdig. Und je aktueller wir in den jahren schauen, desto fragwürdiger wird es in meiner Wahrnehmung. Ziehe ich den meist tollen Gesang von Eric ab, so gefällt mir schon mal 50% der Rock und Pop Musik besser als das was das musikalisch abgeliefert wird. Der nicht meßbare Metalfaktor spielt da keine Rolle für mich. Im Gegenteil: Er plustert das Negativbild nur um ein weiteres auf. Aber ich wollte mich auf die Musik an sich beschränken.

Ein toller Gesang allein, macht für miche in Album noch nicht toll. Wieso bekommt eine POWER "Justice OFire" mit Alan Tecchio am Mikro bei mir maximal 6 Punkte? Weil mich die neoklassische Fiedelmusik nervt, die zwischen den Gesangsnummern geboten wird. Da darf man die rosarote Fanbrille auch mal kurz putzen bevor man Noten im Schweinsgalopp verteilt.

Das Thema, ich würde mich ausschließlich von dem albernen Drumherum beeinflussen lassen, möchte ich auch ein letztes Mal kommentieren. Auf eine polemische Kurzformel gebracht: Man bewertet Künstler in erster Linie nach dem, was sie der Öffentlichkeit preis geben. Wenn ein Künstler in den letzten Jahren also in der Hauptsache als Metal Comedian, Sprücheklopfer und Fanverarscher in erscheinung tritt und alle Jubeljahre auch mal das macht, was eigentlich sein Job wäre (nämlich zu musizieren), dann bewerte ich ihn auch danach. Würde da jetzt regelmäßig superbe Musik erscheinen, könnte ich über viele der Geschehnisse lachen und sagen "Hey! Große Klappe, aber auch was dahinter." Das ist ein Metalattitüde, die ich unterhaltsam finden würde. So ist es aber immer nur heiße Luft, ohne Großtaten, die das unterstützen würden. Spinal Tap at its worst.

Wäre mir die Band von Beginn an egal gewesen, würde ich hier wohl auch nicht immer mal wieder (und nicht andauernd) etwas mehr oder weniger Unnettes äußern.

Eigentlich ist es mehr meine Sprachlosigkeit darüber, dass Menschen deren sonstigen Geschmack ich sehr schätze, diesen Plumperquatsch so toll finden. Ich versuche es zu verstehen, aber es gelingt mir nicht. Ähnlich wie bei Sabaton und Rhapsody. (Nur zur Erklärung, weshalb ich auch dort leider oft meinen Mund nicht halten kann. Bitte keine Diskussion hierzu keine Diskussion starten.)
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Re: Manowar

Beitragvon Dr. Best » Samstag 12. Mai 2012, 09:32

Holger Andrae hat geschrieben:Jetzt bin ich auch etwas erstaunt. Bei frühen Manowar - erste vier Alben - kann ich nachvollziehen, dass man einen sehr hohen Standard anlegt, aber alles danach wird für mich doch fragwürdig. Und je aktueller wir in den jahren schauen, desto fragwürdiger wird es in meiner Wahrnehmung. Ziehe ich den meist tollen Gesang von Eric ab, so gefällt mir schon mal 50% der Rock und Pop Musik besser als das was das musikalisch abgeliefert wird. Der nicht meßbare Metalfaktor spielt da keine Rolle für mich. Im Gegenteil: Er plustert das Negativbild nur um ein weiteres auf. Aber ich wollte mich auf die Musik an sich beschränken.

Ein toller Gesang allein, macht für miche in Album noch nicht toll. Wieso bekommt eine POWER "Justice OFire" mit Alan Tecchio am Mikro bei mir maximal 6 Punkte? Weil mich die neoklassische Fiedelmusik nervt, die zwischen den Gesangsnummern geboten wird. Da darf man die rosarote Fanbrille auch mal kurz putzen bevor man Noten im Schweinsgalopp verteilt.

Das Thema, ich würde mich ausschließlich von dem albernen Drumherum beeinflussen lassen, möchte ich auch ein letztes Mal kommentieren. Auf eine polemische Kurzformel gebracht: Man bewertet Künstler in erster Linie nach dem, was sie der Öffentlichkeit preis geben. Wenn ein Künstler in den letzten Jahren also in der Hauptsache als Metal Comedian, Sprücheklopfer und Fanverarscher in erscheinung tritt und alle Jubeljahre auch mal das macht, was eigentlich sein Job wäre (nämlich zu musizieren), dann bewerte ich ihn auch danach. Würde da jetzt regelmäßig superbe Musik erscheinen, könnte ich über viele der Geschehnisse lachen und sagen "Hey! Große Klappe, aber auch was dahinter." Das ist ein Metalattitüde, die ich unterhaltsam finden würde. So ist es aber immer nur heiße Luft, ohne Großtaten, die das unterstützen würden. Spinal Tap at its worst.

Wäre mir die Band von Beginn an egal gewesen, würde ich hier wohl auch nicht immer mal wieder (und nicht andauernd) etwas mehr oder weniger Unnettes äußern.

Eigentlich ist es mehr meine Sprachlosigkeit darüber, dass Menschen deren sonstigen Geschmack ich sehr schätze, diesen Plumperquatsch so toll finden. Ich versuche es zu verstehen, aber es gelingt mir nicht. Ähnlich wie bei Sabaton und Rhapsody. (Nur zur Erklärung, weshalb ich auch dort leider oft meinen Mund nicht halten kann. Bitte keine Diskussion hierzu keine Diskussion starten.)


Danke Holger, dass du exakt das ausdrückst, was ich auch zu Protokoll bringen wollte. Denn Rüdiger, "polemisch" war mein Post bei Weitem nicht gemeint, im Gegenteil, als Naturwissenschaftler, häufiger Dipfelesscheisser und sturer Rationalist in solchen Fragen liegt es mir absolut am Herzen, eine nachvollziehbare Wertung bzw Messbarkeit auch von Qualität.
Denn ich halte Musik in einem gewissen Rahmen auch für Laien messbar, denn da kommt einfache Mathematik in's Spiel: wenn die ersten x Alben eine 10 sind muss das hier 80% der Qualität und der Klasse dieser Alben standhalten. Schaue ich mir deine Pro/Contra-Liste zu "El Gringo" an, dann führst du schon in deiner Contra-Liste Mängel auf, die einen guten METAL Song absolut definieren, von "strunzlangweilig" über "Dauerschleife", das Fehlen "kompositorischer Höhepunkte" und "guter, herausgehobener Refrains" bis zum Fehlen "toller Riffs". Im Grunde zerlegst du da schon alles, was ein gutes Lied ausmachen würde selbst. Und sogar die Meisten deiner Pro-Punkte beziehen sich nur darauf, dass "El Gringo" besser tönt als GoW, und seltenst dass etwas Gutes auszumachen ist.

Und da frage ich mich eben, was oder wie du addierst um auf 80% eines "Into Glory Ride" zu kommen, bei dem ich unwissend alle der oben aufgeführten Punkte als positiv abhaken würde - gute, markante Riffs, feurige Soli, mächtiger Gesang, fräsende Refrains, kompositorische Klasse etc.

Für mich hat "höre ich gern" absolut nichts mit Qualität zu tun. Ich höre auch "XXX" von ZZ Top gern, dadurch wird es weder im Band- noch im Gesamtkontext zu einem tollen Album. Ebenso würde ich "Animal Magnetism" keine 10 geben, auch wenn sie mir mehr bedeutet, als viele andere Alben sonstiger Bands. Wie Holger auch sagt: manchmal muss man das akzeptieren.

Es geht mir ja gar nicht darum, wie du schreibst, ob du Unrecht hast. Ich verstehe einfach nur deine Sicht- bzw Argumentationsweise wenn es um die Band (und fast nur hier!) geht nicht, da bin ich ganz bei Holger. Ich kann zwar nicht für "unsere Abneigung" gegen die Band sprechen, aber meine ist irgendwo bei 0 und nicht vorhanden, die sind mir mittlerweile so ziemlich egal. Ich habe ein Album, das vor Jahren zuletzt gehört und gut. Wir könnten uns auch über Cannibal Corpse, die Fischer Chöre oder King Crimson unterhalten, das würde an meiner Fragestellung nichts ändern. Also nicht persönlich nehmen. 8-)
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Re: Manowar

Beitragvon Eike » Samstag 12. Mai 2012, 10:25

Simon, das ist Unsinn:
wenn die ersten x Alben eine 10 sind muss das hier 80% der Qualität und der Klasse dieser Alben standhalten.
Wir haben hier keine lineare, banddiskographiebezogene Skala - es geht nach den unter powermetal.de/review aufgeführten, subjektiven, wahrhnehmungs- und verhaltensbeeinflussten Kriterien, und fertig. Die Psyche ist komplexer als dass sie sich durch eine monokausale, ungebrochen lineare Verlaufskurve abbilden ließe, und darum pressen wir das auch nicht in so eine %-Skala.
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Re: Manowar

Beitragvon salisbury » Samstag 12. Mai 2012, 13:00

Holger Andrae hat geschrieben:
Eigentlich ist es mehr meine Sprachlosigkeit darüber, dass Menschen deren sonstigen Geschmack ich sehr schätze, diesen Plumperquatsch so toll finden.


Andersrum dürfen sich diese anderen geschmacksgeschätzten Menschen aber auch wundern, weshalb ausgerechtet Du - ohrengesegneter Holger - diverse tolle Bands als "Plumperquatsch" wahrnimmst :D
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Re: Manowar

Beitragvon Eike » Samstag 12. Mai 2012, 13:05

Wie jetzt? Ich dachte, "Plumperquatsch" sei eine objektive Kategorie. Wieder stirbt eine Illusion. :?
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Re: Manowar

Beitragvon salisbury » Samstag 12. Mai 2012, 13:31

Eike hat geschrieben:Wie jetzt? Ich dachte, "Plumperquatsch" sei eine objektive Kategorie. Wieder stirbt eine Illusion. :?


Moment mal, Du hast recht! "Fußpilz" ist ja auch sowas! Und ich mag "Plumperquatsch"! Wie lustig das ist, wenn jemand fragt, "was höst Du denn so Musik?" und dann kann ich antworten, "Fußpilz" und "Plumperquatsch" :grins: ?

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