Manowar

Re: Manowar

Beitragvon Dr. Best » Samstag 12. Mai 2012, 13:48

Eike hat geschrieben:Simon, das ist Unsinn:
wenn die ersten x Alben eine 10 sind muss das hier 80% der Qualität und der Klasse dieser Alben standhalten.
Wir haben hier keine lineare, banddiskographiebezogene Skala - es geht nach den unter powermetal.de/review aufgeführten, subjektiven, wahrhnehmungs- und verhaltensbeeinflussten Kriterien, und fertig. Die Psyche ist komplexer als dass sie sich durch eine monokausale, ungebrochen lineare Verlaufskurve abbilden ließe, und darum pressen wir das auch nicht in so eine %-Skala.

Das ist jetzt so nicht richtig, meine Einschätzung läuft auf exakt diese Beurteilung hinaus. Ich habe es vor einigen Wochen extra aus Interesse ausgerechnet, die PM.de Notenskala entspricht mit wenig Abweichung auch der Schulnotenskala und somit einer quasilinearen prozentualen Skala. Darauf aufbauend: lies dir nochmal für die Noten 6, 7 und 8 die Bewertungskriterien durch und danach Rüdigers aufgedröselte Kritik an "El Gringo". Ich sehe da deutlich eine 6, meinetwegen noch 7, sofern wir nicht von einer Zielgruppe von Manowar-Musik-Mögern sondern der breiten Masse ausgehen. Gemessen an Rüdigers späteren Rotationszahlen müsste das eh ne 10 bekommen. :grins:

Man, eigentlich sollte ich grade lernen und mir nicht Gedanken um dämliche Punkte, Randvektoren, Limesbetrachtungen von Noten-Bezugssystemen und Fellunterhosen tragenden 50jährigen machen. Andererseits wäre mit mit Fellunterhose jetzt nicht kalt :boes:
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Re: Manowar

Beitragvon mindreader » Samstag 12. Mai 2012, 16:47

Zu jedem Release die selben Diskussionen - während man früher Manowar als Referenz für den wahren metal herangezogen hat, um über neue bands/neue Platten zu diskutieren, können Manowar heutzutage kaum noch mit den aktuellen "Referenzbands" mithalten. Scheinbar.
Ich finde, eine Plattenkritik ist eine auf dieses eine release bezogene subjektive Bewertung. Bei mir spielen da sehr wohl vorige Alben der Band eine Rolle, um die neuen Songs in das Gesamtwerk der Band einzuordnen, das Drumherum, das Marketing, die Interviews oder gar Live-Auftritte haben dort für mich nichts zu suchen. Wenn ich eine "Bandkritik" versuchen würde, hätten all diese Aspekte einen Platz im Urteil gefunden - als CD-Kritik wäre das in meinen Augen fehl am Platze.
Warum also kann die neue Platte keine 8 Punkte verdienen? Wem "El Gringo" gefällt und wenn die anderen Songs ähnliche Reaktionen auslösen, dann ist doch eine relativ hohe Note gerechtfertigt! Ob das nun alles künstlerisch wertvoll ist, ob das alles irgendwas neues bringt oder ob irgendeiner der Musiker plötzlich vielleicht doppelt so viele Töne in gleicher Zeit aus seinem Instrument heraushholt als auf der vorigen Platte, spielt da keine Rolle. Ich glaube, dass die Musik bei manchen das eigentlich im wahrsten Wortsinne "unbeschreibliche" Gefühl auslöst, diesen Song oder diese Platte zu lieben. Es ist einfach müssig darüber zu diskutieren, ob genau das lediglich aus Nostalgie oder Wunschdenken heraus passiert. Der, dem das gefällt, wird zu diesem Schluss nicht kommen, weil man meist selbst nicht weiß, warum man das alles mag. Man kommt aber allzuschnell ins Missionieren, wenn man versucht, dem anderen seinen schlechten Geschmack zu "beweisen".
Wenn eine "Into Glory Ride" bei 9 von 10 Fans 10/10 Punkte bekommt und die neue Manowar eben nur einmal eine 10, dann ist doch alles, was gesagt werden muss, gesagt! Für den einen ändert sich nichts, und der Metal-Neuling mit seinen 13 Jahren, der sich "die beste" Manowar Platte zuerst kaufen will, wird sein Geld wohl eher für ein älteres Werk ausgeben.
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Re: Manowar

Beitragvon Dr. Best » Samstag 12. Mai 2012, 17:13

Und woran, wenn nicht am eigenen Schaffen sowie dem Schaffen anderer, vergleichbarer Bands, messe ich dann eurer Meinung nach die Qualität eines Albums? Ist also Chart-Schlager toll, weil es viele toll finden? Sind dann Plastikbands ohne Seele und Inhalt super, weil es viele kaufen und es scheinbar (für 5 Minuten) vielen gefällt gut und rechtfertigen eine hohe Note?

Denn genau das ist es, was ihr damit ausdrückt und wogegen ich mich wehre.
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Re: Manowar

Beitragvon Oliver Passgang » Samstag 12. Mai 2012, 17:18

Dr. Best hat geschrieben:Und woran, wenn nicht am eigenen Schaffen sowie dem Schaffen anderer, vergleichbarer Bands, messe ich dann eurer Meinung nach die Qualität eines Albums? Ist also Chart-Schlager toll, weil es viele toll finden? Sind dann Plastikbands ohne Seele und Inhalt super, weil es viele kaufen und es scheinbar (für 5 Minuten) vielen gefällt gut und rechtfertigen eine hohe Note?

Denn genau das ist es, was ihr damit ausdrückt und wogegen ich mich wehre.


Auch wenn ich dir in manchen Punkten in dieser Diskussion durchaus zustimme, hier wird's auch mir dann etwas zu bunt: Warum kann man ein Album nicht einfach nur aufgrund der Musik bewerten, die darauf zu finden ist? Dafür bietet die PM.de-Skala ein gutes Messinstrument. Und wenn Rüdiger dann meint, dass er das häufiger auflegen und auch seinen Spaß daran haben wird, dann ist das nun einmal eine 8,0. Fertig aus. Vollkommen egal, wie viel besser "Hail To England" ist.
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Re: Manowar

Beitragvon firestarter » Samstag 12. Mai 2012, 17:21

salisbury hat geschrieben:
Eike hat geschrieben:Wie jetzt? Ich dachte, "Plumperquatsch" sei eine objektive Kategorie. Wieder stirbt eine Illusion. :?


Moment mal, Du hast recht! "Fußpilz" ist ja auch sowas! Und ich mag "Plumperquatsch"! Wie lustig das ist, wenn jemand fragt, "was höst Du denn so Musik?" und dann kann ich antworten, "Fußpilz" und "Plumperquatsch" :grins: ?

:dafuer: :dafuer: :dafuer:


Ihr Buben wisst doch überhaupt nicht, wer/was der Plumperquatsch war, oder?
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Re: Manowar

Beitragvon firestarter » Samstag 12. Mai 2012, 17:26

mindreader hat geschrieben:während man früher Manowar als Referenz für den wahren metal herangezogen hat


Wenn Manowar Referenz für "wahren" Metal war/ist, mag ich keinen "wahren" Metal, dafür aber "richtigen" Metal.
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Re: Manowar

Beitragvon Jesus » Samstag 12. Mai 2012, 17:29

Der ist gut, den muss ich mir notieren.
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Re: Manowar

Beitragvon firestarter » Samstag 12. Mai 2012, 17:33

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Re: Manowar

Beitragvon Jesus » Samstag 12. Mai 2012, 17:38

Fair Use? So unter... richtigen Metallern? ;-)
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Re: Manowar

Beitragvon firestarter » Samstag 12. Mai 2012, 17:38

Jesus = der erste Pirat?
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