Manowar

Re: Manowar

Beitragvon Dr. Best » Sonntag 13. Mai 2012, 23:08

Ich hab den Eindruck, ich hätte nie was schreiben sollen. Dabei ging es die letzten Seiten doch nur am Rand um Manowar als Band oder deren Image...
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Re: Manowar

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 13. Mai 2012, 23:10

Germon, ich habe ein paar Seiten weiter vorne meine Meinung zu diesem Thema relativ sachlich und ausführlich aufgeführt. Daraus hätte man ableiten können, dass ich durchaus nicht ausschließlich negativ gegenüber allem, was mit Manowar zu tun hat(te), stehe. Aber die Ausführung hätte ich mir auch sparen können, wie es scheint.

Es ging mir mit dem Spruch gerade eben nur darum, dass Joey es mit seinen immer übers Ziel hinaus schießenden , völlig albernen Aussagen doch genau genau darauf aus ist: Auf Polarisation und die damit verbundene Werbung durch endlose Diskussion. Geniale Marketing-Strategie. Und seine Fans fechten diese Schlacht für ihn. Täglich. In Foren, in Gesprächen, in Leserbriefen ... das ist total super.
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Re: Manowar

Beitragvon Germon » Sonntag 13. Mai 2012, 23:23

Wenn Du meinst, dass Du an die Band ziemlich sachlich rangegangen bist... OK, dann scheint das wohl so zu sein. Ich habe aber wirklich keine Lust mehr (heute und morgen nicht gleich).

Telefon klingelt, Joey hat neue Order für mich.
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Re: Manowar

Beitragvon Jhonny » Sonntag 13. Mai 2012, 23:35

MANOWAR sind nicht der heilige Gral des Metal, man muss sie auch nicht mögen.
Genauso wenig wie MAIDEN oder PRIEST.
Ich werde mich immer wundern, wenn jemand sehr ähnliche Truppen mag, MANOWAR aber nicht, aber schlimm finde ich es nicht.

Dass ich (und einige andere hier) MANOWAR toll finden, auch nach 1984, sogar nach 1988 oder gar 1996 ist genauso wenig schlimm, wie SABATON toll zu finden.

Mir gefällt ja auch nicht jede halbwegs traditionelle Metal-Band. Und das sich MANOWAR in diesem Kontext bewegt haben und immer noch bewegen, bestreitet (trotz lächerlicher Hörspiel-Ambitionen :grins: ) wohl keiner.

Jedem MANOWAR-Fan (auch der neueren Sachen), den ich bisher kennen gelernt habe, geht ein großer Teil der Marketing-Strategie des Herrn deMaio der letzten 20 Jahre ziemlich auf den Sack. Trotzdem kann ich die Musik weiter gut finden - die Aussagen oder auch Songtexte mancher Black Metal Bands taugen mir auch nicht, sie sind für sie aber wesentlicher Bestandteil des Images. Trotzdem kann ich mir die Scheiben, die mir da musikalisch gut gefallen, trotzdem anhören, denn letztendlich höre ich gerne die Musik, nicht das Image (auch wenn das vieles vermießen kann - da kann ich Holg schon gut verstehen!)

Und das einige Leute hier im Forum auch die neueren Scheiben von MANOWAR musikalisch gut finden und daher auch in Diskussionen Stellung für die Band einnehmen, sollte nicht den Eindruck erwecken, als würden diese Leute auch das ganze Packet MANOWAR so toll finden, wie deMaio es rüberbringen möchte.
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Re: Manowar

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 13. Mai 2012, 23:43

Das hier hat mich etwas irritiert:

firestarter hat geschrieben:
Germon hat geschrieben:Bitte diesen unhaltbaren Umstand umgehend beseitigen.

Zum Trost:

http://www.youtube.com/watch?v=y1O_wQIqrng


Ich hab mir das jetzt wider besseren Wissens tatsächlich angehört und weiß (ohne jede Polemik) beim besten Willen, nicht was ich daran gut finden sollte (außer Erics Stimme).


Germon hat geschrieben:Das ist doch ein Witz.... nicht mal ein guter.
OK, ihr könnt den Thread wiederhaben. Viel Spaß beim Scheiße werfen.


firestarter macht sich die Mühe, hört etwas ihm bis dahin Unbekanntes an, äußerts sein sachliche Meinung und wird mit "Scheiße beworfen".
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Re: Manowar

Beitragvon firestarter » Montag 14. Mai 2012, 06:01

Naja, unbekannt war der Song nicht wirklich. Ich hab mir die "Into Glory Ride" natürlich damals angehört und nochmal, als ich meine Metal-Leidenschaft wiederentdeckt habe (schließlich finde ich die "Battle Hymns" nach wie vor klasse). Nachdem Germon diesen speziellen Song so angepriesen hat, habe ich mir diesen in Ruhe und mit dem festen Willen angehört, die vermeintliche Klasse oder Magie zu finden.
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Re: Manowar

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 14. Mai 2012, 12:57

Dass firestarter äußerst selten auf das abfährt, was gemeinhin als doomig und/oder episch bezeichnet wird, habe ich inzwischen gerafft, von daher überrascht es mich null komma null, dass er IGR-Songs nicht toll findet. Das "vestehe" ich zwar genauso wenig, wie andere Leute verstehen, dass ich "The Shadowmaker" gut finde, aber das nennt man dann wohl "Geschmack". Das ist etwas sehr Unergründliches. Daher ist das wohl zähneknirschend hinzunehmen... ;-)

Dass Holg, der Manowar mal mochte, von der ganzen Image-Posse angewidert ist, und in Anbetracht der zumindest zweifelhaften Güte des neueren Schaffens der Band, auch keinen Grund mehr sieht, diese Posse der Musik wegen hinzunehmen, das kann ich nicht nur hinnehmen, sondern sogar verstehen. Dass es bei mir anders ist, liegt einfach daran, dass für mich die Güte des neueren Schaffens immer noch ausreicht, um es genießen zu können. Würden mir die neueren Songs tatsächlich nicht mehr gefallen, dann würde ich das wohl alles sehr ähnlich sehen wie Holg.

Was mich an der Diskussion hier im Thread (und in den Threads vergleichbarer Foren) stört, sind letztlich nur zwei Sachen: Zum einen die Aussage, dass die neueren Sachen von Manowar objektiv so schlecht seien, dass man ihnen keine 8 Punkte geben dürfe oder könne, und zum anderen die Tatsache, dass kein Thread in diesem Forum in dem Maße Hohn und Spott anzieht, wie dieser. Es fühlt sich halt dauerhaft so an, als solle man als einer der wenigen verblieben Manowar-Fans auf Teufel komm raus überzeugt werden, wie schlecht die Band heute doch tatsächlich ist, so dass selbst zahlreiche Leute die sich gar nicht (mehr) für die Band interessieren, regelmäßig jeden sich gebenden Anlass nutzen, zu betonen, wie schlimm und wie schlecht, wie unwahrhaftig, wie peinlich, wie wenig Metal usw... das doch alles sei.

Ich will um Gottes Willen keinem verbieten, hier Kritik zu äußern. Im Gegenteil, ich bin immer für konstruktive Kritik an Bands. Wenn jemand erklärt, was ihn an "El Gringo" stört, bin ich definitiv der Letzte, den das stören würde. Aber im Bezug auf Manowar wirkt das inzwischen alles total zermürbend. Man bekommt wirklich das Gefühl, als solle einem die Band bei jeder sich bietenden Gelegenheit madig gemacht werden, als würde es der Band selbst nicht gegönnt, dass es noch Leute gibt, die sie immer noch gut finden. Auch wenn wir gerade hier im Forum doch sehr sicher sein können, dass selbst diejenigen, die der Band treu bleiben, keine blinden und völlig unkritischen "Warriors" sind, sondern sehr wohl die großen Schatten sehen und sie auch bedauern.

Das tut halt ein bisschen weh, wenn es um eine Band geht, deren Musik man seit weit über 20 Jahren immer in sich trägt. Zumal Hohn und Spott in diesem Ausmaß fast keine andere Band treffen, auch wenn ihr aktuelles Schaffen nicht nennenswert überzeugender ist.

Um es ausdrücklich zu betonen: Das ist kein persönlicher Vorwurf gegen einen hier anwesenden Diskussionsteilnehmer. Ich kann die Ursachen eurer Kritik gut verstehen. Aber es sollte erklären, warum der Verteidigungsinstinkt auch der kritischen Noch-Fans immer ausgeprägter wird. Letztlich erreicht Joey in der Tat genau das, was er will. Eine massive Kontroverse, die seine Band dauerhaft im Gespräch hält, auch wenn Jahre lang fast nichts nennenswertes passiert. Das Lustige dabei ist, dass die Manowar-Gegner diese Strategie mit all ihren Flammen weit mehr befeuern, als es die verbliebenen Fans je tun könnten. Trotzdem ist es irgendwie schmerzhaft.
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Re: Manowar

Beitragvon scumi » Montag 14. Mai 2012, 14:41

ja ich versteh das Ausmaß des Echauffierens auch nicht. Ich selbst habe Manowar schon bei mehr als einer Gelegenheit scharf kritisier, immer in Bezug auf bestimmte Aktionen. Dieses drauf-einhauen, dass im Netz zuweilen stattfindet, finde ich aber ganz schön ermüdend. Dabei fände ich es zumindest einigermaßen Interessant über die Musik zu diskutieren und das darf gerne auch kontrovers getan werden - da bin ich sofort dabei. Wenn es aber dann ausartet in Kommentaren der Marke: "du sagst das doch aus Prinzip, du urteilst nicht objektiv, wie kannst du das gut/schlecht finden?" dann macht es bald keinen Spaß mehr. Es ist schon irgendwo eine Grenze zwischen "ich kritisiere einen Song, weil ich ihn schlecht finde" und "ich kritisiere den Geschmack des anderen, weil ich ihn falsch finde". Letzteres macht keinen Sinn, keinen Spaß und es führt nirgendwohin. Manowar-Threads scheinen diese Disskussionen aber anzuziehen.

Ich persönlich kann eine 08/10 Wertung für einen Song wie El Gringo nicht nachvollziehen, ich kann sie genausowenig nachvollziehen für eines der letzten beiden Iron Maiden Alben und für gut 90% aus dem Bereich Black Metal aber das ist halt mein Geschmack. Andere denken anders und es ist ok für mich, wenn die dann Spaß an Sachen finden, die mir völlig egal sind. Ich kann auch einigermaßen differenzieren, zwischen objektiverund subjektiver Warnehmung. Die aktuelle Running Wild war für mich so ein Fall. Persönlich hatte ich mit dem Album viel mehr Spaß, als nach objektiven Gesichtspunkten drin sein sollte. Ich weiß nicht wieso. Es ist halt so. :? Im allgemeinen bin ich immer wieder erstaunt darüber, wie viel Wert bei Kritiken auf die Punktzahl gelegt wird. Jeder der etwas von Musik versteht, sollte wissen, dass eine derartige Einordnung in ein starres Koordinatensystem eigentlich kaum sinnvoll ist und schon gar nicht geeignet ist um ganz verschiedene Stile und Geschmäcker miteinander zu vergleichen. Ich selbst tu mich auch immer schwer und ich hab auch keine echten Ranglisten von meinen Lieblingsalben oder -Songs, denn ich wüsste gar nicht, wie und nach welchen Gesichtspunkten ich das ordnen sollte.
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Re: Manowar

Beitragvon Dr. Best » Montag 14. Mai 2012, 15:23

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Was mich an der Diskussion hier im Thread (und in den Threads vergleichbarer Foren) stört, sind letztlich nur zwei Sachen: Zum einen die Aussage, dass die neueren Sachen von Manowar objektiv so schlecht seien, dass man ihnen keine 8 Punkte geben dürfe oder könne, und zum anderen die Tatsache, dass kein Thread in diesem Forum in dem Maße Hohn und Spott anzieht, wie dieser. Es fühlt sich halt dauerhaft so an, als solle man als einer der wenigen verblieben Manowar-Fans auf Teufel komm raus überzeugt werden, wie schlecht die Band heute doch tatsächlich ist, so dass selbst zahlreiche Leute die sich gar nicht (mehr) für die Band interessieren, regelmäßig jeden sich gebenden Anlass nutzen, zu betonen, wie schlimm und wie schlecht, wie unwahrhaftig, wie peinlich, wie wenig Metal usw... das doch alles sei.

Ich hoffe, du zielst damit nicht all zu sehr auf mich, denn ich hätte die selbe Diskussion um die Punkte auch bei Running Wild oder jeder anderen Band führen können. Mir ging es ja nur um die Frage, wie du einem Song (oder einer Platte) 8 Punkte geben kannst, den du nach einfachen, simplen und für jeden nachvollziehbaren Punkten (die ein gutes Lied an sich ausmachen) für nicht sonderlich toll befindest. Das hast du lang und breit erklärt, und auch wenn ich das nur teilweise nachvollziehen kann, habe ich deine Argumentation ja verstanden und akzeptiert.
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Re: Manowar

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 14. Mai 2012, 15:41

Rüdiger, wenn du einem Song wie "El Gringo" 8 Punkte gibst, dann steht das für mich ganz einfach in keinem Verhältnis zu 10 Punkte-Gott-Songs wie "Battle Hymn", "Thor", "Sign of the Hammer", "Guyana", "The Crown And The Ring" oder "Hail And Kill". Just my 2 cents.
What if there is nothing more
What if there is only emptiness
What if there is nothing more
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