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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 17. Mai 2012, 00:41
Julian Rohrer hat geschrieben:Ähnlich wie bei SAXON, die ja auch eine starke Wandlung durchgemacht haben, kann ich bei MANOWAR dieses ganze Gebashe einfach nicht nachvollziehen.
Wobei MANOWAR wohl an einem durchschnittlichen Tag mehr Bashing widerfährt, als SAXON in einer ganzen Karriere. Die älteren Alben bieten so viel, die neueren ein bisschen weniger, dafür andere Musik - und mit beidem kann ich etwas anfangen. "Warriors Of The World" höre ich genauso oft wie "Battle Hymns". Und deswegen wird auch das neue Album in meinen CD-Schrank wandern und gehört werden. Ich freue mich drauf und kann nach der 7. Wiederholung von 'El Gringo' sagen, dass der Song mindestens ein netter, für den Film kommerzialisierter Repeater ist 
Hail brother! 
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 22. Mai 2012, 01:17
Andernorts habe ich gerade etwas geschrieben, was ich im Bezug auf meine Manowar-Leidenschaft aktuell an mir selbst beobachte. Das werde ich sinngemäß hier auch nochmal schreiben, weil mich das Phänomen irgendwie fasziniert: Es ist nämlich so, dass ich in mir gerade eine Vorfreude auf das Album und eine allgemeine Begeisterung im Bezug auf Manowar erwächst, die ich seit den Wochen vor der Veröffentlichung von "The Triumph Of Steel" in diesem Ausmaß nicht mehr erlebt habe. In den letzten Jahren habe ich wirklich kaum noch Manowar gehört. Auch im Zuge der letzten drei regulären Veröffentlichungen hat sich kein einziges Mal das Verlangen eingestellt wirklich im großen Stil wieder in das Schaffen der Band einzutauchen. Man hat sich das neue Werk ausgiebig einverleibt, und dann war auch schon wieder gut. Das ist dieses Mal auf ganz wundersame Weise anders als in den letzten 15 Jahren. Im Moment höre ich gerade echt kreuz und quer alles von Manowar, wie man in meiner aktuellen Playlist sieht. Alte Scheiben, neue Scheiben, Singles, El Gringo... einfach alles, und ich finde alles toll. Das macht mir fast Angst, weil meine rationale Seite sich immer noch permanent über Joey und sein Werkeln aufregt. Aber die Musik packt mich aktuell so massiv, dass es echt gespenstisch ist. Im H.O.D. hat gestern jemand geschrieben: "You play Manowar songs and they feel like they were written just for you, this is the feeling I get from them." Genau so fühlt sich das bei mir auch wieder an, und das ist irgendwie cool... auch wenn's bescheuert ist. Werde ich alt? Sehnsucht nach den Jugendtagen? Senilität? Guter Geschmack? Fanboytum? Selbsterkenntnis? It's like coming home, after long a journey... 
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von salisbury » Dienstag 22. Mai 2012, 01:34
Rüdiger Stehle hat geschrieben:...MANOWAR...
Saugeil! Go for it! MANOWAR 4 EVER!
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von Jhonny » Dienstag 22. Mai 2012, 09:38
Hab mir neulich auch wieder gedacht - man, was haben MANOWAR da 1992 noch mal für einen Hammer rausgehauen. Wem die beiden Vorgänger schon zu sehr nach Bierzelt klangen - außer den Metal Warriors gabs da auf der Triumph mal gar nix in die Richtung. Das ist völlig überragender, und, epischer (!) Metal, wie man in in den 90ern sonst fast gar nicht kriegt, sieht man mal vom 90er MANILLA ROAD Werk oder der 91er CU-Scheibe ab (die aber ja nie die Breitenwirkung hatten wie MANOWAR).
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von Peter Kubaschk » Dienstag 22. Mai 2012, 10:00
während ich die Begeisterung für "The Triumph Of Steel" in weiten Teilen nachvollziehen kann ('Demon's Whip', 'Spirt Horse...'), wird mir die Begeisterung für so ziemlich Alles, was danach von der Band kam, auf ewig ein Rätsel sein. "Louder Than Hell" ist zwar immer noch gut gesungen, aber relativ stumpf & einfallslos und danach kam nur noch das große Nichts, das von Eric ein bisschen Leben eingehaucht bekommen hat. Von daher sind die Antworten auf Rüdigers Fragen in dieser Reihenfolge: Ja. Offensichtlich. Hoffentlich nicht. Das nun wirklich nicht. Auf jeden Fall. Es scheint so.
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von Oliver Passgang » Dienstag 22. Mai 2012, 11:07
Ich muss hier mal ganz klar sagen, dass MANOWAR auch nach 2000 noch einige echte Kracher geschrieben hat. So bspw. 'The Dawn Of Battle' oder 'Call To Arms', die zwar schon klar im neuen Stil, dabei aber absolut packend und mitreißend sind. Und Eric Adams. Sowieso. 'El Gringo' finde ich hingegen leider nach wie vor ziemlich lahm, genau wie diese etwas komische Kitsch-Ballade (wie war das mit dem Nachweinen von Verflossenen?). Aufs neue Album freue ich mich dennoch. 
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von Jhonny » Dienstag 22. Mai 2012, 11:45
Oliver Passgang hat geschrieben:Ich muss hier mal ganz klar sagen, dass MANOWAR auch nach 2000 noch einige echte Kracher geschrieben hat. So bspw. 'The Dawn Of Battle' oder 'Call To Arms', die zwar schon klar im neuen Stil, dabei aber absolut packend und mitreißend sind. Und Eric Adams. Sowieso.
seh ich ähnlich - die "Warriors Of The World" hatte schon 5 oder 6 wirklich starke Nummern. Der Rest war auch ok. Die Scheibe schlägt für mich "Louder Than Hell" um Längen. Der deutliche Qualitätsabfall nach 1992 bleibt dabei aber fraglos bestehen... danach gibts einiges, was durchaus gut war, aber über ein volles Album hinweg ist kein Klassiker mehr dabei.
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von Peter Kubaschk » Dienstag 22. Mai 2012, 11:47
Oliver Passgang hat geschrieben:Ich muss hier mal ganz klar sagen, dass MANOWAR auch nach 2000 noch einige echte Kracher geschrieben hat. So bspw. 'The Dawn Of Battle' oder 'Call To Arms', die zwar schon klar im neuen Stil, dabei aber absolut packend und mitreißend sind. Und Eric Adams. Sowieso. 'El Gringo' finde ich hingegen leider nach wie vor ziemlich lahm, genau wie diese etwas komische Kitsch-Ballade (wie war das mit dem Nachweinen von Verflossenen?). Aufs neue Album freue ich mich dennoch. 
hmm, ich finde 'The Dawn Of Battle' deutlich zu lang. Die ersten drei Minuten sind echt cool, dann kommt ein unnötig aufblähender Part, der dem Song Tiefe geben soll, das aber nicht schafft und dann wird der Anfang wiederholt und irgendwann ausgefadet. Das lässt mich nach starkem Beginn extrem unbefriedigt zurück. Und 'Call To Arms' ist halt extrem stumpf. Das geht bis auf den Gesang für mich überhaupt nicht. Das ist weder packend und schon gar nicht mitreißend. Aber so sind Geschmäcker halt. Wie gesagt, ihr könnt im Grunde schreiben, was ihr wollt, ich werde wirklich niemals nicht verstehen können, warum man 'Bridge Of Death', 'Battle Hymn', 'Army Of Immortals' oder 'Dark Avenger' auf der einen Seite und 'Call To Arms', 'El Gringo', 'Warriors Of The World United' und 'Sleipnir' auf der anderen Seite gut finden kann. Das ist alles sicher nicht so schlecht, wie manche Aussagen hier und ganz generell über MANOWAR vermuten lassen, aber es ist eben auch meilenweit davon entfernt auch nur annähernd an die alte Klasse heranzureichen. Von daher sind das für mich alles "ordentliche Alben, die nicht mitreißen".
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von Jhonny » Dienstag 22. Mai 2012, 12:05
Peter Kubaschk hat geschrieben:Wie gesagt, ihr könnt im Grunde schreiben, was ihr wollt, ich werde wirklich niemals nicht verstehen können, warum man 'Bridge Of Death', 'Battle Hymn', 'Army Of Immortals' oder 'Dark Avenger' auf der einen Seite und 'Call To Arms', 'El Gringo', 'Warriors Of The World United' und 'Sleipnir' auf der anderen Seite gut finden kann. Das ist alles sicher nicht so schlecht, wie manche Aussagen hier und ganz generell über MANOWAR vermuten lassen, aber es ist eben auch meilenweit davon entfernt auch nur annähernd an die alte Klasse heranzureichen. Von daher sind das für mich alles "ordentliche Alben, die nicht mitreißen".
prinzipiell kann ich deinen letzten Satz gut verstehen. Für mich sind es halt "ordentliche Alben, die nur phasenweise mitreißen können". "Call To Arms" oder "Sleipnir" sind für mich extrem starke Songs. MANOWAR haben seit 1992 etwa ein gutes Album, vielleicht plus eine gute EP aufgenommen. Dazwischen war viel zu viel Füllmaterial. Die Klasse eines Songs wie "Call To Arms" will ich aber nicht missen.
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von Julian Rohrer » Dienstag 22. Mai 2012, 15:24
Oliver Passgang hat geschrieben:'El Gringo' finde ich hingegen leider nach wie vor ziemlich lahm, genau wie diese etwas komische Kitsch-Ballade (wie war das mit dem Nachweinen von Verflossenen?). Aufs neue Album freue ich mich dennoch. 
Wie gesagt: Filmscore!
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