PP&MM
ORAAO
SONNR
TGDYE
getauft wurde. Es steht also zu befürchten (oder zu hoffen, je nachdem), dass der Sampler entweder auf meinen Geschmack zugeschnitten ist oder nicht. Lebensweisheiten, präsentiert vom Frosch. Also, los gehts:
1.
Einige Sekunden Intro, dann kommt ein hörbarer Übergang (also das Intro gehört nicht zum Lied), und es setzen elektronisch wirkende Gitarren und Synths ein, die einen immer gleichen Rythmus/Loop wiederholen. Bei Minute 2 ca. wirds dann etwas energetischer, und eine Sologitarre deutet langsam, dann immer stärker an. Bis auf unverständliche Samples bleibts rein instrumentell und spannungsvoll-dunkel. Erinnert mich an CPB, nachher ist das noch vom neuen Album welches ich noch nicht gehört habe, dann würde ich mich aber ärgern... das gefällt mir nämlich schonmal gut, vielleicht sogar sehr gut. Hm, eher sehr gut. Doch, das war ein gelungener Auftakt.
2. Sprachsamples, Synths und ein Gitarrenloop zum Anfang, eine Zweitakttrommel im Hintergrund. Wird das etwa auch instrumentell bleiben? Nach ca. einer Minute setzt eine (elektronische?) Gitarre ein, die immer die gleiche, klagende Tonfolge wiederholt. Nochmal etwas später wirds dann etwas wuchtiger, und wieder gibt es einen (gelungenen) Loop. Postrock dieser Art ist grundsätzlich absolut mein Ding, das erinnert mich an EXXASENS. Auch hübsch.
3. Da ist aber anfangs jemand sehr wütend, da wird leicht heiser/hysterisch gebrüllt
Danach gehts noisig weiter und der Sänger darf weiter sein raues Organ abwechselnd in ruhigen Passagen schonen oder in lauteren Teilen maltretieren. Dissonant und bewusst schräg, HardcorePunkNoise als Richtung. Zum Ende hin steigert sich die Geschwindigkeit des Liedes sukzessiv, dann klingt es aus. Spannend allemal, aber aufs erste Hören schwer greifbar.4. Frauengesang plus Gitarren, alles ein wenig schräg und ungewöhnlich. Hat irgendwie was von J-Pop, und ehrlich gesagt fällts mir etwas schwer, aus dem Stehgreif das ganze zu beschreiben. Das Lied ist treibend und irgendwie schräg, vermutlich auch gut tanzbar. Gefallen will mir das aber nicht, was u.a. an der für meinen Geschmack ziemlich nervigen Sängerin liegt. Wäre aber wohl auch mit Sänger nervig, insofern... nicht mein Ding.
5. Deutschsprachiger Alterna-Rock. Witziger Text, den ich jetzt aber erstmal nicht aufschreibe. Die Bassgitarre ist gut hörbar und liegt wie ein Teppich unter dem ganzen Song, dazu irrt eine Gitarre oder sonstige Klampfe beim Refrain durch die Tonleitern. Naja, witzig ist das schon, aber definitiv nicht mein Geschmack. Kann man mal hören um die grauen Zellen anzuregen, aber mehr als einmal muss dann auch nicht sein. "Mein Appetit ist mir vergangen / Mein Appetit hält nicht mehr an" - jep, kann ich so stehen lassen

6. Anfangs direkt ein breiter Synth-Teppich, dann gesellen sich nacheinander eine dunkle Trommel und zarte Gitarren hinzu. Soweit ganz hübsch. Uh, ein Gothic-artiger Sänger, oder New Wave oder sowas. Könnte auch einfach Powermetal sein, ist aber definitiv eine Ballade. Und zwar eine hochpathetische, getragen und dunkel, aber im Refrain auch (zu) himmelsstürmend. Fanfaren? Ernsthaft?
Naja, witzig ist das schon... und natürlich auch gut gemacht. Schönes Solo. Wenn ich mich nicht fremdschämen würde hätte ich meinen Spaß daran, aber ich bin aus dem Alter wohl raus wo ich mich an diese Art Musik gewöhnen kann. Am Ende gibts dann auchnoch 'nen Chor, nur gut, dass nicht noch weiter in der Kitschschatzkiste gekramt wird und der Song dann erstmal vorbei ist.7. Volle Möhre Powermetal, kommt mir auch bekannt vor... ist das STORMWARRIOR? Andererseits assoziiere ich irgendwie alles neuerdings im Bereich 'Powermetal' mit denen und nicht mehr, wie früher, mit ICED EARTH.
"Under waves of war / riding ghost into the night / condemned to carry on forever". Wers kennt, der weiß wohl was das ist nach dieser Zeile aus dem Refrain. Schöner Powermetal, aber ich wäre nicht der Frosch wenn mich das in Begeisterung versetzen würde. Man, ich sollte Diplomat werden
Naja, meine Musik ist es halt nicht so ganz, aber besser als 4. und 5. ist das trotzdem. Wer wie ich ENSIFERUM hört, der kann sowas aber auch kaum ernsthaft schlecht finden können ohne in arge Erklärungsnot zu geraten, nichtwahr? 
8. Schrammelige Gitarren, dissonante Tonfolgen anfangs. Sowas hört Julian bestimmt zum einschlafen, hihi ... *duckundweg* Nach einiger Zeit klart die Stimmung deutlich auf und es ist nichtmehr so arg schräg, jetzt werden sogar die ein oder anderen Tonfolgen harmonisch aufgelöst. Nein, nur fast, aber immerhin
Scheint mal wieder instrumentell zu bleiben. Auch die Trommeln und der Bass versuchen sich an ungewöhnlichen Rythmiken, während sich im "Refrain" die Leadgitarre wie auf einer Leiter steigert, nur um dann eben VOR der harmonischen Auflösung der Tonfolge abzubrechen. Spannende Sache und schön schrammelig, das gefällt
Zum Ende hin gibts dann nochmal ein total abgedrehtes Solo, das leicht in den Hintergrund gemischt wurde. Also, schon ein gutes Lied, nur wirkt das ganze eigentlich mehr wie eine Technikdemonstration, die Musik im Lied geht dem ganzen etwas ab.9. Direkt gehts wuchtig weiter, da hat aber jemand den Bass und die Trommeln arg vor die Leadgitarre gemischt. Synths sind im Hintergrund... dazu gesellt sich ein Sänger, der mir eigentümlich bekannt vorkommt. Eine Powermetallegende auf musikalisch experimentellen Pfaden? Nach dem Refrain gibts zwei Soli, gefolgt von Synths/Keys, und dann wieder dieser sehr dominant abgemischt Bass... eigenartige Kombination. Schwankt zwischen Geschrammel und Kitsch. "This is the end / no turning back"! Aber stattdessen gibts nochmal den powermetallischen Refrain, dann ist Schluss.
Naja, irgendwo schon interessant, aber so richtig lockt mich das nicht aus der Reserve..
10. Und wieder ein instrumentelles Stück. Hier wird anscheinends auch eher elektronische gearbeitet, denn ich höre da eine Gitarre die immer die gleiche Folge spielt und sich für meine Begriffe ziemlich geloopt anhört. Auch der strenge Grundrythmus und das restliche Klangbild sprechen für eine Band, die vorallem mit viel Elektronik arbeitet. Durchaus hübsch, die große Post-Kunst ist das aber nicht, dafür fehlen einfach die Spannungsbögen und die überraschenden Elemente. Gefällt mir aber dennoch gut, ist nur eben nicht so richtig toll.
11. Hmm, scheint wohl wieder instrumentell und sehr ruhig zu bleiben. Nichts für ungut, aber nur weil ich gerne Postrock höre heißt das nicht, dass jedes zweite Stück auf dem Sampler aus diesem Bereich stammen muss...
BeIm Lied selber ist besonders auffallend, dass das Stück so arrangiert wurde dass sich die Schläge der Trommeln und die angespielten Töne auf der Gitarre (?) zeitweise genau überlagern, also anfangs. (Atmo)Sphärisch dicht, und Spannungsbögen gibts diesmal auch: am Ende kommt nochmal ein energetischer Ausbruch. Feiner Track von fast 10 Minuten Länge.
12. Das längste Stück des Samplers. Wenn der Wichtel seiner Abfolge treu geblieben ist krieg ich jetzt eine 12 minütige Powerballade um die Ohren gehauen
Ein stimmiges Intro könnte darauf zumindest hindeuten, da wird mit Synths gearbeitet, dann setzen weitere Effekte ein die eine leicht unheilsschwangere Atmosphäre aufbauen. Nein, da kommen elektronische Effekte, die man wohl in einer "richtigen" Powerballade kaum finden würde... aber lassen wir uns mal überraschen, Gerüchten zufolge experimentieren auch beinharte Powermetalbands gelegentlich. Erinnert ein wenig an die "Passage mitten drin" bei DREAM THEATERs 'Octavarium', Klänge von Wind und all so'n Zeuch .. bei Minute 3 nimmt der Track dann scheinbar ein wenig Fahrt auf, Käpt'n, wir steuern auf was zu! Tatsächlich gesellt sich nach kurzer Zeit dann erstmals eine Trommel hinzu, und die bisher umherirrenden und nur vereinzelt aufblitzenden Gitarren lassen mehr von sich hören. Toll, wie hier Spannung aufgebaut wird, das gefällt mir richtig gut. Langer, aber sehr guter Track. Moag i.13. Das klingt sehr stark nach einem Stück aus den 70ern, die unvermeidliche Hammond Orgel klingelt in höchsten Tönen. Schnelles, fast schon hektisches Stück mit einem sehr hohen (und nicht ganz tonsicheren) Sänger und einem überaus treibenden Rythmus. Der Sänger geht ja schon fast in EARTH, WIND & FIRE Höhen... jedenfalls ein sehr gut gelauntes und flottes Stück Musik. Mitten drin setzt alle Instrumente bis auf die Trommel aus, welche dann zu einem jubelnden Publikum im Hintergrund ein Solo spielt bis wieder eine Gitarre einsetzt. Eine Liveaufnahme? Wohl eher nicht, denn als die "ganze" Musik wieder einsetzt ist vom Publikum nichts mehr zu hören. Schräges, witziges Stück. Gefällt.
14. Das letzte und kürzeste Stück. Piano plus flotter Rythmus. Oha, deutsche Texte mal wieder, hmhm. "Ab jetzt tut's nurnoch weh / ab jetzt tut's nurnoch weh" - naja, kann ich nicht bestätigen, ist eigentlich ganz nett, aber mehr auch nicht. Deutschsprachiger Punk/Alterna der leidlichen Sorte.
Joa, hab da schon so ein paar Vermutungen (Powermetal...), muss aber noch schauen, wer überhaupt noch verfügbar ist. Aus dem Bauch heraus würde ich aber Chavo tippen, auch wenn ich mir bei ihm nicht sicher bin, ob er wirklich so viel Post-Kram hört.
In jedem Fall danke für den netten Sampler, auch wenn ich das versprochene "Prog" nicht wirklich ausmachen konnte
Dafür gab's ne Menge Post. Die instrumentellen Stücke sind alle gut oder sehr gut, auch wenn hier das ein oder andere energetische Stück zwecks Abwechslung schön gewesen wäre. Die #7 gefällt mir allerdings auch ganz gut... Gott, lass das blos nicht Jesus lesen, diese strafenden Schafsaugen ertrag ich nicht...
