Isis

Re: Isis

Beitragvon Jesus » Donnerstag 20. Mai 2010, 17:38

Teichfrosch hat geschrieben:"Wer [beliebige Band einsetzen] nicht mag hat sie nur nicht ausreichend gehört"


Ein oft gehörter und immer wieder gern benutzter Spruch, in dem so wenig Wahrheit steckt. :-S
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Re: Isis

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 20. Mai 2010, 17:43

Seh' ich auch so. Natürlich kann man sich Musik "schön hören". Aber eigentlich weiß ich schon bei den ersten 1-5 Durchläufen, ob mich die Musik packt. Wenn da kein grundlegendes Interesse geweckt wird, wird es echt schwierig. Dass Alben mit der Zeit wachsen (aus gewecktem Interesse wird Begeisterung) oder zu einem anderen Zeitpunkt eine komplett andere Wirkung entfalten können, ist dagegen wohl unbestritten.
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Re: Isis

Beitragvon Teichfrosch » Donnerstag 20. Mai 2010, 18:47

Ganz ehrlich? Seh' ich nicht so, oder zumindest stimmt es nicht mit dem überein was ich selbst erlebt habe. Ich kann am Fließband Bands aufzählen denen ich früher ablehnend gegenüberstand oder die ich sogar richtig schlecht fand, nachdem ich sie dann lange genug gehört habe und mich an den spezifischen Klang gewöhnt habe fand ich sie dann plötzlich super. So geschehen bei TOOL für die ich locker 2 Jahre immer-wieder-mal-hören gebraucht habe um endlich reinzukommen, OPETH hat auch über ein Jahr gedauert, DILLLINGER ESCAPE PLAN mindestens ein halbes Jahr, und so gehts weiter mit THE BLACK DAHLIA MURDER, NILE, REDEMPTION, IN:AVIATE, SATYRICON, OCEANSIZE und natürlich noch massenweise kleinerer Bands die ich jetzt einfach mal nicht alle aufzähle.
Häufig waren das Bands die einen Stil/Sound gemacht haben der mir davor unbekannt war, aber auch nicht immer.

Liest sich jetzt möglicherweise auch so als ob ich mich gezwungen hätte die Band toll zu finden o.ä., tatsächlich ist es vielmehr so dass ich meist ganze Alben höre und neue Bands direkt hinter mir bekanntem Kram stecke - wenn das bekannte Album vorbei ist gehts nahtlos mit dem "unbekannten" weiter, und wenn man dann regelmäßig die ersten 3-4 Stücke hört bevor ich es trotz meiner Faulheit nichtmehr aushalte und was anderes reinmache macht es irgendwann *klick*. Hilfreich ist dabei sicher dass ich alles in mp3 umwandel, allein schon für meinen mp3 Player und man so viel leichter "durchhören" kann.

Ach egal, was schreib ich so viel dazu, ist ja auch vollkommen Wurst. Jeder muss wissen was er hören will, und ich kann und will niemand zu seinem Glück zwingen :)
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Re: Isis

Beitragvon Feamorn » Donnerstag 20. Mai 2010, 19:30

Ich kann mich persönlich aber an keine Band erinnern, die ich wirklich "schlecht" fand, und dann durch häufigeres hören plötzlich mochte. Sowas passiert mir nur, wenn es einzelne Aspekte einer Band gibt/gab, die ich abgelehnt habe. Natürlich muss ich dazu sagen, dass ich nur wenigen Bands völlig ablehnend gegenüber stehe, aber die Tatsache, dass ich eine Band wegen einer einzelnen Sache nicht hören kann oder mag, tritt sehr häufig auf und eine Änderung meines Standpunkts gegenüber dieses "Makels" nur sehr selten.

Wenn eine Band mir von anfang an nicht einen einzigen Haltegriff bietet, habe ich große Zweifel, dass ich da später noch irgendwann irgendwas entdecken würde. Einen "Gewöhnungseffekt", der mich gegenüber etwas "Nervigem" abstumpfen lässt, habe ich bisher eigentlich nur gegenüber Sängern oder merkwürdigen Produktionen festgestellt, aber nicht der ganzen Entität ansich gegenüber. Wenn ich mir bei etwas denke "ziemlich öde, aber die Lead-Gitarre ist cool", ist das ein Anfang, wenn ich denke "Uargh, Kopfweh!"... und sonst nichts... naja... ;)
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Re: Isis

Beitragvon Eike » Freitag 21. Mai 2010, 00:33

Also, ich habe es schon erlebt, dass ich dachte "Gott, klingt das seltsam/schräg", und aus einer Art Faszination des Grauens (leicht übertrieben...) entwickelte sich dann nach und nach echtes Interesse ("Kann doch nicht sein, dass das schon alles ist, was ich da höre"), und dann irgendwann zündete ein Album. So geschehen mit "Nemesisters" von den BABES IN TOYLAND. Gerade bei schroffer, zunächst 'hässlicher' Musik ist das oft so, dass ich sie irgendwann um so lieber habe, wenn ich erst mal durch die raue Schale gedrungen bin.
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Re: Isis

Beitragvon Eike » Freitag 21. Mai 2010, 00:58

hellknulf616 hat geschrieben:Hornbrille
Haben wir eigentlich schon BUDDY HOLLY diskutiert?
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Re: Isis

Beitragvon hellknulf616 » Samstag 22. Mai 2010, 12:41

Nein. Und auch nicht die Ärzte, die als Sekundärquelle natürlich unverzichtbar wären...

Die Hornbrille steht hier für die vorzugsweise auf Konzerten von ISIS oder ähnlich gelagerten Bands anzutreffenden Lebensstil(isierungs)vertreter: Verschränkte Arme, Wollmütze, iPod, Hornbrille, vegetarische Bockwurst, stilles Wasser, bloß nicht bewegen und wenn doch, dann bitte nur innerhalb des flugs konstruierten intellektuellen Anspruchsrasters.
Hat also entgegen von Jesus' Vermutung nichts mit Alkohol zu tun (ich darf doch bitten!), sondern versteht sich eher als sarkastischer Kommentar zu empirischen Befunden... :grins:
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Re: Isis

Beitragvon Jesus » Samstag 22. Mai 2010, 14:21

hellknulf616 hat geschrieben: die vorzugsweise auf Konzerten von ISIS oder ähnlich gelagerten Bands anzutreffenden Lebensstil(isierungs)vertreter: Verschränkte Arme, Wollmütze, iPod, Hornbrille, vegetarische Bockwurst, stilles Wasser, bloß nicht bewegen und wenn doch, dann bitte nur innerhalb des flugs konstruierten intellektuellen Anspruchsrasters.


Das klingt mir ehrlich gesagt nach dem Publikum von Tool. Zudem warst Du sicherlich auf ganz anderen Isis-Konzerten als ich. Bei mir bestand zumindest der jüngere Teil des Publikums meist aus Leuten, die eindeutig der HC-Szene zugehörig schienen, gerne mal gemütlich ein Sturzbier nach dem anderen vernichteten und so aussahen wie Tättowierer oder deren Opfer. Wahrscheinlich war ich der einzige, der im gestreiften Hemd und mit "Wollmütze" (neudeutsch Beanie) dort herum lief. Ohne Hornbrille.
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Re: Isis

Beitragvon Havoc » Samstag 22. Mai 2010, 17:27

Die lösen sich auf...schade! :schade:

Würde Frank am ehesten die "In The Absence Of Truth" empfehlen. Die ist denke ich noch am ehesten was für seine Ohren.
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Re: Isis

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 26. Mai 2010, 15:20

Warum auch immer, bin ich jetzt erst zum hören gekommen. Manchmal kann man froh sein, dass es das Internet gibt. MySpace Seiten machen es möglich :grins:
Gefällt mir auf den ersten hören ganz gut. Allerdings noch nicht wirklich greifbar. Was lern ich daraus? Genau! Mich mit der Band zu befassen. Den Prog-Bereich hier im Forum, habe ich zu schnell überflogen.
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