Threshold

Re: Threshold

Beitragvon enemy-of-reality » Sonntag 9. September 2012, 21:40

the seeker hat geschrieben:sicherlich fehlt ihm (wie auch mir) die Bindung, Geschichte zur Band, um da tiefer eintauchen zu können

Es ist keinerlei Art von Bindung zur Band nötig um das Album grandios zu finden. Ich hab zwar 3 Alben der Truppe, würde aber nicht sagen, dass ich irgendeine Art von spezieller Bindung zu der Band habe. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass mir "March of Progress" genauso gut gefallen würde, wenn es mein erstes Album der Band wäre.

Aber darum geht's ja eigentlich gar nicht. Wenn derjenige mit dieser Spielart des Metal aus welchen Gründen auch immer absolut nix anfangen kann ist das sein gutes Recht. Aber dann ist derjenige eben auch voreingenommen und sollte daher kein Review für eine renommierte Seite verfassen. Aber das hat dprp.net ja anscheinend ziemlich schnell selbst bemerkt.

@Kubi: Kann ich bitte die Rezi für die nächste Hamsterfell-Scheibe verfassen? :grins:
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Re: Threshold

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 9. September 2012, 23:12

What we end up with is pretty weak metal, and a lack of anything truly progressive apart from the deceptively long track lengths


Das Problem hierbei ist, dass es zichtausende Prog-Bands gibt denen man das "progressive" im Sinne von "etwas neues in die Musik einbauen" schon immer gefehlt hat. Der Reviewschreiber kritisiert, dass THRESHOLD nach seinem Verständnis nicht progressiv wären, sagt aber gleichzeitig, dass HAKEN und DREAM THEATER ihn immer wieder zum Prog-Hören verleiten würden. Der eingefleischte Kenner (*hüstel*) erkennt jetzt den Widerspruch: DREAM THEATER machen seit über 20 Jahren mehr oder weniger das selbe. Als THRESHOLD ihr Debüt gegeben haben war auch ihre Musik noch "progressiv", jetzt haben sie ihren Stil halt und ziehen den durch. Wie DT halt. Wieso der Schreiberling das der einen Band zum Vorwurf macht, der anderen aber nicht, das erschließt sich mir nicht und wirkt wie willkürliches Schlechtschreiben. Eigentlich macht der der Band das zum Vorwurf, was das ganze Genre seit Jahren macht und dafür gefeiert und gehört wird: mehr vom gleichen. Und das ist, bei allem Respekt, ziemlich idiotisch.
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Re: Threshold

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 10. September 2012, 20:01

Teichfrosch hat geschrieben:Der Reviewschreiber kritisiert, dass THRESHOLD nach seinem Verständnis nicht progressiv wären, sagt aber gleichzeitig, dass HAKEN und DREAM THEATER ihn immer wieder zum Prog-Hören verleiten würden. Der eingefleischte Kenner (*hüstel*) erkennt jetzt den Widerspruch: DREAM THEATER machen seit über 20 Jahren mehr oder weniger das selbe.

Mehr oder weniger, ja, meiner Meinung nach aber eher weniger als mehr ;-)
Man kann nun eigentlich wirklich nicht behaupten, dass DT jemals 2 gleich- bzw. sehr ähnlich klingende Alben hintereinander veröffentlicht hätten. Klar, die grundsätzliche Ausrichtung ist immer die selbe, aber Songwriting, Härtegrad und Ansatz variieren doch ständig. Ein Verdienst, den ich übrigens auch grösstenteils Herrn Portnoy zuschreibe.
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Re: Threshold

Beitragvon Nils Macher » Montag 10. September 2012, 22:58

Teichfrosch hat geschrieben:Der Reviewschreiber kritisiert, dass THRESHOLD nach seinem Verständnis nicht progressiv wären, sagt aber gleichzeitig, dass HAKEN und DREAM THEATER ihn immer wieder zum Prog-Hören verleiten würden. Der eingefleischte Kenner (*hüstel*) erkennt jetzt den Widerspruch: DREAM THEATER machen seit über 20 Jahren mehr oder weniger das selbe.


Dass DREAM THEATER seit 20 Jahren das gleiche machen, kann man nun wirklich nicht behaupten. Überhaupt trifft es dich auf fast alle Bands zu, dass sie sich selber einer Grundströmung zuordnen und um diese rumkomponieren. Exoten wie ULVER sind da doch die krasse Ausnahme.

enemy-of-reality hat geschrieben: Klar, die grundsätzliche Ausrichtung ist immer die selbe, aber Songwriting, Härtegrad und Ansatz variieren doch ständig. Ein Verdienst, den ich übrigens auch grösstenteils Herrn Portnoy zuschreibe.


Zum Glück geht es aber auch ohne ihn. Ein Album wie "A Dramatic Turn Of Events" hätte es anno 2011 mit Portnoy nicht gegeben. Zitat: "I don't wanna play songs like 'Learning To Live' my whole life".
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Re: Threshold

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 10. September 2012, 23:34

Nils Macher hat geschrieben:Zum Glück geht es aber auch ohne ihn. Ein Album wie "A Dramatic Turn Of Events" hätte es anno 2011 mit Portnoy nicht gegeben. Zitat: "I don't wanna play songs like 'Learning To Live' my whole life".

Durchaus möglich, aber das unterstreicht ja nur, was ich gesagt habe. BC&SL und ADTOE sind wohl die aufeinander folgenden Alben, die sich noch am ähnlichsten sind. Mit MP hätte es da wohl schon wieder mehr Abwechslung gegeben.
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Re: Threshold

Beitragvon Nils Macher » Montag 10. September 2012, 23:59

Ich wollte mit meiner Aussage eher auf den zwanghaften Stilbruch á la "Train of Thought" oder "Systematic Chaos" hinaus. "A Dramatic Turn Of Events" ist eine Rückbesinnung zu alter Stärke, finde ich jedenfalls.
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Re: Threshold

Beitragvon Teichfrosch » Dienstag 11. September 2012, 12:15

Nils Macher hat geschrieben:Dass DREAM THEATER seit 20 Jahren das gleiche machen, kann man nun wirklich nicht behaupten.


Kann man nicht?! Wir hören wohl unterschiedliche Bands ;) Das einzige, was die Band variiert hat, war die Härte des Klangs und/oder der Produktion, aber im Kern, also beim kompositorischen, gleichen sich die Alben abgesehen von den starken Qualitätsschwankungen sehr. Sie sind dabei vielleicht nicht so klangkonsistent wie BOLT THROWER, haben ihren ureigenen Stil aber auch nie verraten.

Überhaupt trifft es dich auf fast alle Bands zu, dass sie sich selber einer Grundströmung zuordnen und um diese rumkomponieren


Ja, eben! Umso unsinniger ist es, THRESHOLD ihren seit-20-Jahren-Stil zum Vorwurf zu machen und gleichzeitig DREAM THEATER für ihre Progressivität (oder was auch immer der Autor sich da zusammen fabuliert) zu loben.
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Re: Threshold

Beitragvon Nils Macher » Dienstag 11. September 2012, 12:25

Teichfrosch hat geschrieben:
Nils Macher hat geschrieben:Dass DREAM THEATER seit 20 Jahren das gleiche machen, kann man nun wirklich nicht behaupten.


Kann man nicht?! Wir hören wohl unterschiedliche Bands ;) Das einzige, was die Band variiert hat, war die Härte des Klangs und/oder der Produktion, aber im Kern, also beim kompositorischen, gleichen sich die Alben abgesehen von den starken Qualitätsschwankungen sehr. Sie sind dabei vielleicht nicht so klangkonsistent wie BOLT THROWER, haben ihren ureigenen Stil aber auch nie verraten.


Für meine Begriffe existiert durchaus ein Unterschied zwischen "eigenem Stil treu bleiben" und "20 Jahre das gleiche machen". AMON AMARTH machen seit ihrem ersten Album das gleiche. Die Produktion wurde besser und auf den letzten Alben gab es mal ein Cello. Mag sein, dass ich das durch die DT-Fanboy-Brille sehe, aber ich kenne kaum eine Band, die auf den meisten Alben im Katalog so unterschiedlich klingt.
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Re: Threshold

Beitragvon Teichfrosch » Dienstag 11. September 2012, 15:46

Nils Macher hat geschrieben: aber ich kenne kaum eine Band, die auf den meisten Alben im Katalog so unterschiedlich klingt./quote]

Hm, das muss dann wohl wirklich die Fanboybrille sein, oder meine doofen Ohren... für mich klingt die Band seit "Awake" immer gleich, und das erste Album fällt wohl nur ein wenig raus, weil mehr Metal und ein anderer Sänger drin ist. Das atmet irgendwie noch 80er, während dann die neueren Alben allesamt den typischen DREAM THEATER Klang haben.

Nils Macher hat geschrieben:Die Produktion wurde besser und auf den letzten Alben gab es mal ein Cello.


Ob die Produktion wirklich besser wurde, darüber lässt sich streiten. Seit "Scenes From A Memory" ist die Produktion nicht unbedingt besser geworden, aber ganz sicher lauter, vielleicht auch um den modernen Geschmack besser zu bedienen. Das mit dem Cello habe ich jetzt einfach mal gutmütig überlesen... ;)

Nur damit wir uns eindeutig verstehen: ich möchte nicht, dass DT ihren Stil ändern, und ich kreide ihnen mit Sicherheit nicht an, dass sie es nie getan haben. Ganz und garnicht. Bei der Diskussion geht (ging?!) es doch eigentlich um die Aussage dieses Schreiberlings bzgl. der neuen THRESHOLD, von wegen progressiv und so.

Mal ein paar Bands, die wirklich eine Entwicklung vollzogen haben:

MASTODON
AS I LAY DYING (wegen aktuellem Bezug ;) )
NEUROSIS
KATATONIA (aktueller Bezug)
OPETH
BORKNAGAR
SATYRICON
DARKTHRONE

etcblabla, und das sind jetzt nur die, die mir spontan eingefallen sind. Und zudem nur "meine" Bands.
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Re: Threshold

Beitragvon Jhonny » Dienstag 11. September 2012, 16:47

Teichfrosch hat geschrieben:Mal ein paar Bands, die wirklich eine Entwicklung vollzogen haben:

MASTODON
AS I LAY DYING (wegen aktuellem Bezug ;) )
NEUROSIS
KATATONIA (aktueller Bezug)
OPETH
BORKNAGAR
SATYRICON
DARKTHRONE


METALLICA (keine besonders gut, würde ich behaupten...)
FATES WARNING
SAVATAGE
GENESIS
SEPULTURA

sind auch sehr auffällige Beispiele :D
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