|
|
von Siebi » Samstag 15. September 2012, 20:25
Zu Weihnachten dann den dritten Mix mit dem Specialsong "Santa Claus Of Steel - His Way through Ice & Snow Pt. I". Zu der "neuen" Ausgabe. Ich halte das für AA hoch dreizehn, aber ein Manowarrior oder Rüdiger wird mir sicher erklären, dass das gelebte Fannähe ist und keine Verarschung, weil Manowar einfach Special sind und die Songs erst jetzt im metallisch wahren Glanze glänzen. I gfrei mi! 
-

Siebi
- Luftgitarrespieler
-
- Beiträge: 2714
- Registriert: Sonntag 19. Februar 2012, 18:04
von Rüdiger Stehle » Samstag 15. September 2012, 20:49
@ Siebi: Ich bin einfach gespannt, wie sie klingen. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn sie sich kaum unterscheiden, dann ist es blöde, wenn sie sich stark unterscheiden, ist es für mich spannend. Die Motivation dahinter ist mir schnurzpiepegal. Wenn es cash-in ist (was ich eher nicht glaube) dann ist es so, wenn es ein Versuch war, das erneute Reißen der selbst gesetzten Deadline zu vertuschen (was ich vermute), dann ist es eben so. Fannähe ist es mit Sicherheit nicht, aber das erwarte ich auch nicht. Nur Releases, die mir Freude machen, und das habe/werde ich bekommen.
@ Seeker: Ich gehe mit dem Review nicht unbedingt überein, was meine persönliche Meinung dazu angeht, aber ich meine, dass es eine sehr realistische und faire Perspektive für jemanden ist, der weder ein "Manowarrior" noch ein Gegner der Band ist. Siehe hier: "wenn man die Sache aus der Sicht eines Metal-Loons sieht, der betreffend Manowar weder in die eine noch in die andere Richtung politisiert" - Ich bin dann doch sehr eindeutig einem der beiden "Lager" zuzuordnen und finde das Album daher ganz eindeutig NOCH VIEL BESSER als der verlinkte Rezensent.
Album des Jahres wird es einzig und allein der Begeisterung wegen, die es bei mir seit drei Monaten ununterbrochen auslöst. Ich habe dieses Jahr zahlreiche Alben mit besseren Noten bedacht, weil sie im Sinne unserer Definitionen der Perfektion näher sind. Keines davon bedeutet mir persönlich jedoch auch nur annähernd so viel. Die chronologisch gesehen letzte Scheibe, die einen ähnlichen Status hat, heißt "Fallen" und ist von BURZUM.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35308
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von Siebi » Sonntag 16. September 2012, 17:11
Rüdiger Stehle hat geschrieben:...
Album des Jahres wird es einzig und allein der Begeisterung wegen, die es bei mir seit drei Monaten ununterbrochen auslöst. Ich habe dieses Jahr zahlreiche Alben mit besseren Noten bedacht, weil sie im Sinne unserer Definitionen der Perfektion näher sind. Keines davon bedeutet mir persönlich jedoch auch nur annähernd so viel...
Der Perfektion näher zu sein heißt bessere Note geben? Das interessiert mich, denn was ist perfekt oder nahezu perfekt? Eine Threshold? Ist dann eine Venom oder Arkham Witch Grütze? Hm... Musik ist emotional und kann gar nicht objektiv gehört werden. Objektiv wäre reines Faktenaufzählen wie Spielzeit, beteiligte Musiker, Studio, Aufnahmeequipment oder der Gitarrist spielt so und so viele Noten pro Sekunde, der Schlagzeuger hält den Takt, wechselt evtl. mal, der Sänger singt in Dur oder Moll. Kommt aber Wertung ins Spiel, bringe ich MEIN Verständis für das Gehörte zum Ausdruck und das ist das Salz in der g'schmackigen Suppe und in einem Reviwe bzw. ist für mich äquivalent zur Notengebung. Würde mir "TLOS" soviel geben wie Dir, dann wäre das die unumstrittene Nummer 1, auch in der Benotung, also 11 out of 10 oder so. Alles andere wäre doch geflunkert...
-

Siebi
- Luftgitarrespieler
-
- Beiträge: 2714
- Registriert: Sonntag 19. Februar 2012, 18:04
von Rüdiger Stehle » Sonntag 16. September 2012, 17:54
Siebi hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:...
Album des Jahres wird es einzig und allein der Begeisterung wegen, die es bei mir seit drei Monaten ununterbrochen auslöst. Ich habe dieses Jahr zahlreiche Alben mit besseren Noten bedacht, weil sie im Sinne unserer Definitionen der Perfektion näher sind. Keines davon bedeutet mir persönlich jedoch auch nur annähernd so viel...
Der Perfektion näher zu sein heißt bessere Note geben? Das interessiert mich, denn was ist perfekt oder nahezu perfekt? Eine Threshold? Ist dann eine Venom oder Arkham Witch Grütze? Hm... Musik ist emotional und kann gar nicht objektiv gehört werden. Objektiv wäre reines Faktenaufzählen wie Spielzeit, beteiligte Musiker, Studio, Aufnahmeequipment oder der Gitarrist spielt so und so viele Noten pro Sekunde, der Schlagzeuger hält den Takt, wechselt evtl. mal, der Sänger singt in Dur oder Moll. Kommt aber Wertung ins Spiel, bringe ich MEIN Verständis für das Gehörte zum Ausdruck und das ist das Salz in der g'schmackigen Suppe und in einem Reviwe bzw. ist für mich äquivalent zur Notengebung. Würde mir "TLOS" soviel geben wie Dir, dann wäre das die unumstrittene Nummer 1, auch in der Benotung, also 11 out of 10 oder so. Alles andere wäre doch geflunkert...
Wir haben halt eine Notendefinition, an die ich mich halten muss und will, auch wenn sie hin und wieder an ihre Grenzen stößt. Daher kann ich einer "The Lord Of Steel" keine zehn Punkte geben, obwohl die Definition subjektiv gehalten ist. Warum? Ganz einfach, weil "The Lord Of Steel" weder "in jeder Beziehung perfekt" ist, noch unbedingt "am Klassikerstatus kratzt" - auch subjektiv nicht. Das deshalb nicht, weil selbst ich persönlich und subjektiv etliche Dinge auf dem Album finde, die ich verbesserungsfähig halte, und die ich, wenn ich es mir aussuchen könnte, anders bzw. besser machen würde. Daher kann das Album keine 9,5 oder 10,0 Punkte bekommen. Dafür passt unsere Notenbeschreibung für 9,0 Punkte ("Ein Album, das dafür sorgt, dass man mitsingt/tanzt/zuckt.") eben zu 100% zu dieser Scheibe und meiner Wahrnehmung derselben. Das Dilemma ist in letzter Konsequenz, dass ich - unabhängig von unseren Definitionen - die 10 Punkte dann gebe, wenn ein Album diese Kriterien erfüllt: - Es muss mich so sehr begeistern, dass es unumwunden zum "Album des Jahres" taugt. - Es darf bei alten Bands den Vergleich mit den großen Klassikern der Band nicht scheuen. - Es soll bei neuen oder bisher unbekannten Bands dafür sorgen, dass spontan großes Interesse an der Band geweckt wird und die Band zumindest am Rang einer Lieblingsband schnuppert. Sprich: "The Lord Of Steel" scheitert bei der Notengebung hier an den Definitionen "in jeder Hinsicht perfekt" und "kratzt ab Klassikerstatus", denn beides gilt für das Album nicht. Und hinsichtlich meiner Zusatzanforderung scheitert es am Vergleich mit den großen Klassikern der Band. Denn natürlich war Manowar früher einmal noch besser, noch zwingender, noch spannender, noch faszinierender. Dass das Album voraussichtlich trotzdem mein Album des Jahres wird, liegt an einer ganz tief liegenden persönlichen Affektion, die sich einfach nicht durch Notengebung wiedergeben lässt. Bei mir persönlich löst ein durchwachsenes Manowar-Album eben immer noch weitaus mehr aus, als die tollsten, faszinierendsten und perfektesten Alben von 99,9 % aller anderen Bands. Ist so, kann ich nicht ändern. Deshalb ist die "The Lord Of Steel" trotzdem keine 10-Punkte-Scheibe, weil unsere Definition der Note das nicht hergibt. Die Saint Vitus und die Unleashed sind dagegen 10-Punkte-Scheiben. An beiden finde ich keine Makel, keine davon würde ich ändern wollen, beide haben das Zeug, um den Titel "Album des Jahres" zu ringen, und beide müssen sich für mich hinter keinem der Klassiker der Bands verstecken. Die emotionale Wirkung, welche die neue Manowar auf mich hat, können sie dennoch nicht toppen, und daher wird Letztere wohl das Rennen machen. Perfektion ist also für mich nichts, was direkt mit musikalischen und handwerklichen Fragen zu tun hat, sondern in erster Linie damit, ob ein Album etwas hat, das mich stört oder ärgert. Bei der Manowar ärgert mich, dass die Hälfte der Songs ausgefadet wird und dass etliche Songs sich ab der Mitte lyrisch nur noch wiederholen. Das hätte man besser machen können, daher ist das Album nicht perfekt.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35308
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von firestarter » Sonntag 16. September 2012, 17:57
Komisches Notensystem, wenn mein Album des Jahres per Definition weniger Punkte bekommt, als Alben, die weiter hinten rangieren. Muss ich zum Glück nicht verstehen. 
-

firestarter
- Mosh-Pit-Veteran
-
- Beiträge: 9242
- Registriert: Samstag 7. August 2010, 20:55
von Havoc » Sonntag 16. September 2012, 18:00
firestarter hat geschrieben:Komisches Notensystem, wenn mein Album des Jahres per Definition weniger Punkte bekommt, als Alben, die weiter hinten rangieren. Muss ich zum Glück nicht verstehen. 
Rüdigers Argumentation kann ich schon irgendwo verstehen, aber dennoch ist das schon irgendwo unlogisch. Aber....bitte keine weitere groß ausschweifende Notenvergabediskussion. Das hatten wir doch nun wirklich schon zur Genüge.
-

Havoc
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 23753
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10
von Rüdiger Stehle » Sonntag 16. September 2012, 18:01
firestarter hat geschrieben:Komisches Notensystem, wenn mein Album des Jahres per Definition weniger Punkte bekommt, als Alben, die weiter hinten rangieren. Muss ich zum Glück nicht verstehen. 
Glaub mir, ich bin damit auch nicht ganz glücklich, aber was will ich machen. Vermutlich gehe ich zu logisch und zu wenig intuitiv vor, wenn ich Noten gebe. Ich gebe auch nicht gerne Noten, und versuche da wirklich buchstabengetreu zu werten. Das Problem ist letztlich, dass die Notengebung auf unserer Seite fest definierten Regeln unterliegt, meine Wahl zum "Album des Jahres" indes völlig frei ist und nur meiner Wahrnehmung gehorcht. Eine solche Konfliktsituation gibt es aber im Zweifel nur in Jahren, in denen Manowar-Alben erscheinen. Also im Schnitt alle fünf Jahre. Da muss ich dann halt durch.  @ Havoc: Ich bin gefragt worden... Sorry! 
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35308
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von Havoc » Sonntag 16. September 2012, 18:18
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Glaub mir, ich bin damit auch nicht ganz glücklich, aber was will ich machen. @ Havoc: Ich bin gefragt worden... Sorry! 
Kein Ding. Vielleicht solltet ihr diese Formulierungen echt noch mal überdenken. Da ist viel zu ausschweifend formuliert worden. Aus meiner Sicht braucht man sogar überhaupt keine Definition. Eine Note sollte einzig und alleine aussagen wie gut einem persönlich das Album gefällt. Da gehört dann alles mit rein...der Vergleich mit den anderen Alben...was es einem persönlich bedeutet und und und. Das muss aber nicht extra definiert werden. Aus der Sicht wäre die Manowar dann bei Dir wohl eine 10,0...oder?
-

Havoc
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 23753
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10
von Siebi » Sonntag 16. September 2012, 18:19
Danke Hugin für den auführlichen Exkurs, auch wenn ich deine Meinung in den meisten Punkten nicht teile, aber nachvollziehen kann, wenn man so an Definitionen klebt. Mein Album des Jahres ist immer das, dem ich auch die beste Note aller mir gehörten Scheiben gäbe. Da ich aber keine Noten gebe, stellt sich die Herausforderung nicht. Eine Notenvergabediskussion, die ich hier (noch) nicht explizit gelesen habe, ist nie und nimmer mein Ansinnen gewesen, da mir Reviews und Noten im Hinblick auf mein Hör- und Kaufverhalten völlig wurscht sind. Die Frage richtete sich alleine nach Hugins Nummer 1 9,0, Platz 2 und 3 10,0. Wie geht das, so der Mathematiker in mir und das wurde klar beantwortet. 
-

Siebi
- Luftgitarrespieler
-
- Beiträge: 2714
- Registriert: Sonntag 19. Februar 2012, 18:04
von Rüdiger Stehle » Sonntag 16. September 2012, 18:40
Siebi hat geschrieben:Danke Hugin für den auführlichen Exkurs, auch wenn ich deine Meinung in den meisten Punkten nicht teile, aber nachvollziehen kann, wenn man so an Definitionen klebt. Mein Album des Jahres ist immer das, dem ich auch die beste Note aller mir gehörten Scheiben gäbe. Da ich aber keine Noten gebe, stellt sich die Herausforderung nicht.
Das ist ja weniger meine Meinung, als vielmehr meine buchstabengetreue Anwendung der Regeln. Wenn du die Geschichte mit der Position eines Kunst- oder Deutschlehrers vergleichst, dann wird der auch in Situationen kommen, in denen er ein Bild oder einen Aufsatz eines Schülers unheimlich gerne mag, obwohl er gewisse definierte Anforderungen des Lehrplans und damit der Notenskala nicht erfüllt. Ich sage es offen und ehrlich: Im Prinzip ist es aus meiner Sicht tatsächlich fragwürdig, Musik zu benoten. Das sage ich immer schon, aber der Kompromiss war eben nötig, um solche unterhaltsamen Sachen wie den Soundcheck machen zu können, der augenscheinlich uns selbst und auch zahlreichen Lesern Spaß macht. Deshalb sage ich es auch immer wieder, dass unsere - zumindest meine - Noten niemand überbewerten soll. Die sind ein Gimmick und nichts weiter. Was ich zu einem Album zu sagen habe, das steht im Text und nicht in der Note. Havoc hat geschrieben:Vielleicht solltet ihr diese Formulierungen echt noch mal überdenken. Da ist viel zu ausschweifend formuliert worden. Aus meiner Sicht braucht man sogar überhaupt keine Definition.
Da Diskussionen um die Noten an sich fast nur im Zusammenhang mit meinen Noten auftauchen, und meist auch nur dann, wenn hier im Forum von mir etwas gesagt oder geschrieben wird, was jemand nicht mit den Noten in Einklang bringt, ist es vermutlich nicht nötig, die Notendefinitionen zu ändern. Eine Note sollte einzig und alleine aussagen wie gut einem persönlich das Album gefällt. Da gehört dann alles mit rein...der Vergleich mit den anderen Alben...was es einem persönlich bedeutet und und und. Das muss aber nicht extra definiert werden. Aus der Sicht wäre die Manowar dann bei Dir wohl eine 10,0...oder?
Das ist schwierig zu beantworten, weil die Bezugsgröße entscheidend ist. Müsste ich "The Lord Of Steel" allein im Kontext der anderen Manowar-Scheiben bewerten, wäre es nie im Leben eine 10, weil es ja - wie gesagt - für mich schon auch noch deutlich bessere Manowar-Alben gibt. Ist also nur das absolute Optimum eine 10, dann wäre der Lord keine 10. Wenn ich es im Kontext aller Alben des Jahres 2012 bewerten müsste, dann ja, rein subjektiv wäre es dann eine 10, denn was will ich von einem Album mehr erwarten, als dass ich es drei Monate am Stück quasi täglich anhöre und jede Note mitsinge. Das sind dann wohl schon 10 Punkte, wenn man keine zusätzlichen definierten Einschränkungen hat.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35308
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
Zurück zu Heavy / True / Doom / Power Metal
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.deTime : 0.100s | 11 Queries | GZIP : Off
|
|