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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 1. November 2012, 11:56
Schon krass, was du alles aus 3 Minuten Raab-Standard-Interview heraus liest. Gerade bei Donnie, der kein Wort gesagt und nur freundlich gestrahlt hat.  Das ist jetzt sicher kein tolles Interview, aber mir sah es schon so aus, als wären die Herren ganz gut drauf. Den Live-Auftritt fand ich auch eher durchwachsen. Eric wirkte in der Tat ziemlich angestrengt und außer Atem. Wie wenn er etwas erkältet gewesen wäre. Dafür war er definitiv live, und ich wäre froh, wenn ich ohne Erkältung so singen könnte.
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von Havoc » Donnerstag 1. November 2012, 12:02
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Schon krass, was du alles aus 3 Minuten Raab-Standard-Interview heraus liest.
War nur so mein genereller Eindruck...vielleicht liege ich da auch völlig daneben. Keine Ahnung. Die Band wirkte auf mich vor allem....älter...als noch bei dem Auftritt bei Raab vor 10 Jahren. Oh Wunder. Gut...die sind ja nun auch alle um die 60 (außer Karl)...da wirkt es halt schon etwas seltsam wenn die Herren da in ihren schwarzen "Prollanzügen" sitzen. Die kamen mir auch so vor als wenn sie sich in der rolle nicht mehr ganz wohl vorkämen. Aber das muss halt so sein...wären die da alle in weißen Shirts und Jeans angekommen wäre es wohl noch lächerlicher gewesen. Naja. Ändert aber alles nichts am Heldenstatus der Band. 
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 1. November 2012, 14:02
Havoc hat geschrieben:Ändert aber alles nichts am Heldenstatus der Band.  Schöner neuer Avatar im Übrigen.
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von Havoc » Donnerstag 1. November 2012, 14:32
MANOWAR – The Lord Of Steel
So richtig aufmerksam auf die Band wurde ich damals wie wohl so viele ausgerechnet durch das 2002er Erfolgsalbum „Warriors Of The World“. Von da an bis Ende 2007 befand ich mich im totalen Manowar-Fieber. Auch das 2007er Album „Gods Of War“ fand ich anfangs phantastisch. Mittlerweile hat sich dies etwas relativiert. Nein. „Gods Of War“ ist sicherlich kein solch großes Sahnestück wie fast alle Alben der Band davor. Diese Erkenntnis und auch der dann einkehrende Progwahn ließen mich etwas von Manowar abkommen, so dass ich mir nicht mal mehr die eigentliche Pflichtveranstaltung namens „Thunder In The Sky (EP)“ ins Regal stellte. Dennoch bin ich weiterhin soweit ein Fan geblieben, dass ich auch heute einfach nicht an einem neuen Album der Band vorbeikomme. Zu einem echten Gegner und Verhöhner Manowars bin ich auch nie geworden, weil ich die Kritik generell für überzogen halte. Die Band nimmt sich nun mal selbst wohl nicht so ernst wie viele beinharte Heavy Metal Fans. Zudem kommt hinzu, dass die alten Klassiker so legendär bleiben wie sie sind. Ganz egal was die Band da auch heute so anstellt. Tja. Und so kommt es, dass sich nun nach über fünf Jahren Pause dann „The Lord Of Steel“ in meinem Player dreht. Soweit die Vorgeschichte. Nach dem ersten Durchgang muss ich ehrlich zugeben, dass ich etwas wegen dem Sound geschockt war. Ich fand ihn etwas „dünn und leise“ und zudem viel zu basslastig. Auch die Vocals kamen mir etwas zu weit in den Hintergrund gestellt vor. Nach nun zig weiteren Durchgängen habe ich mich zwar daran gewöhnt und nehme es auch nicht mehr als wirklich störend wahr, muss aber weiterhin sagen, dass ich den Sound keineswegs für optimal halte. Das fand ich übrigens auch schon bei „Gods Of War“ so. Vergleicht die Sounds mal mit dem fetten von „Warriors Of The World. Dazwischen liegen echt Welten. Nunja. Da ich kein wirklicher Soundfetischist bin ist das aber nicht ganz so schlimm. Wenn auch ein echter Schönheitsfehler. Kein Schönheitsfehler ist das wieder mal ziemlich coole Artwork von Ken Kelly. Typisch hoch drei und schöner als das der letzten Scheibe. Passt. Nun zum wichtigsten. Den Songs. Da verbergen sich mal wieder so viele prägnante Melodien und Ohrwürmer. Das ist wirklich unfassbar. Seit zwei Wochen schwirren mir den ganzen Tag an einem Stück irgendwelche Parts und Refrains dieser Scheibe durch den Kopf. Das nervt mich sogar fast schon. Das zeigt eindeutig, dass Joey es immer noch drauf hat typische Manowar Songs zu schreiben. Keine andere Band schreibt solche im Ohr hängen bleibende Songs. Die typischsten und vor Klischee nur so triefenden Songs sind eindeutig „Manowarriors“ und „Hail, Kill And Die“. Und wisst ihr was. Diese beiden Songs finde ich mit am besten von der ganzen Platte. Hier kann man schon nach einer Sekunde mitgrölen, die Luftgitarre auspacken und die Faust in den Himmel recken. So als würde man die Songs schon seit 1982 kennen. Über die Texte rege ich mich nicht auf. Das ist halt Manowar. Sofern man dies mit einem Augenzwinkern hinnehmen kann macht das einfach nur unendlich viel Spaß. Genau so wie die beiden vielleicht untypischsten Songs der Scheibe „Annihilation“ und „Expendable“. Im Vorfeld habe ich oft gelesen, dass die mit die schwächsten Songs der Scheibe sein sollen. Kann ich absolut nicht unterschreiben. Vor allem letzterer bleibt so was von im Ohr hängen und rockt einfach das Haus. Viel cooler geht’s nimmer. Auch wenn ich das anfangs gar nicht mal so wahrgenommen habe. Der Hit des Albums scheint wohl tatsächlich „Touch The Sky“ zu sein. Auch wenn dieser auch heute aus meiner Sicht nicht direkt ein Übersong ist. Er macht halt einfach Spaß. „Born In A Grave“ hat hier auch schon jemand als schwächsten Song betitelt. Ich finde den ehrlich gesagt ziemlich gut. Der Refrain ist sogar mit der beste des Albums. Nur wird dieser am Ende viel zu oft wiederholt. Hier wäre weniger sicher mehr gewesen. Auf „Black List“ war ich wohl am meisten gespannt, da ich dachte, dass es sich hier um einen echten Epic alter Klasse handelt. Und ich muss zugeben. Hier wurde ich dann doch etwas enttäuscht. Es handelt sich hier zwar nicht um einen Füller oder Ausfall. Aber der Song plätschert schon ein wenig zu sehr vor sich hin. Und mit den alten Epic-Klassikern der Band braucht man diesen Song echt gar nicht erst zu vergleichen. Letzten Endes ist dieser aus meiner Sicht wohl der schwächste Song des gesamten Albums. Die beiden Halbballaden „Righteous Glory“ und „The Kingdom Of Steel“ finde ich schlicht gesagt einfach gut. Nicht mehr und nicht weniger. Fehlen noch die die aus meiner Sicht „objektiv“ betrachtet wohl besten Songs des Albums. Der als Opener perfekt fungierende Titeltack „The Lord Of Steel“ und, das ist mehr als überraschend, den Stampfer „El Gringo“. Einfach fett. Der Song erinnert mich irgendwie an „Call To Arms“ von WOTW. Ansonsten sei noch bemerkt, dass Eric Adams immer noch einer der besten Sänger der Welt ist. Auch wenn er die hohen Schreibe nicht mehr so bringt. Na und? Das Schlagzeug ist wohl etwas besser als auf „Gods Of War“. Gitarre ist ok. Der Bass auch. Wobei es von mir wie eingangs schon erwähnt schon kleine Abzüge für den Sound gibt. Als Fazit bleibt von mir Folgendes festzuhalten. Kann das Album mit den alten Jahrhunderklassikern mithalten? Klares Nein. Es kann nur mit den letzen beiden mindestens guten Alben konkurrieren. Mit dem Rest definitiv nicht. Macht das Album Spaß? Absolutes Ja!. Von daher kann ich Rüdiger sehr gut verstehen wenn er sagt, dass das Album vielleicht objektiv gesehen sicherlich keine Höchstnote verdient hat, dass es aber wohl doch sein Album des Jahres wird. Klingt zwar unlogisch. Aber jetzt, nachdem ich das Album sehr oft gehört habe kann ich das verstehen. Das Album hat mich zwar nicht ganz so erwischt…nein…es hat mich nicht in eine totale Manowar-Euphorie versetzt. Aber es hat mich definitiv wieder zurück in den Schoß geholt und mich sogar dazu bewegt mir nun endlich auch die „Thunder In The Sky (EP) zu kaufen. Das ich nicht alles durch eine rosa Brille betrachte solle mein Review und auch meine Bewertung des Auftritts auf Pro7 klar gemacht haben. Dies spiegelt sich auch in meiner Endnote wieder. Bleibt nur noch zu sagen…“In Heavy Metal We Believe…If You Don´t Like It Time To Leave!“. -> 8,0 Punkte (mit Tendenz zur 8,5)
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von Havoc » Donnerstag 1. November 2012, 16:09
Pillamyd hat geschrieben:Eure Euphorie gegenüber der neuen Manowar Platte ist ja schon groß. Ich bin jedenfalls immer noch am überlegen ob ich es wirklich kaufen soll. Ich stand in der Woche jetzt zweimal vorm CD Regal und hab sie beide Male wieder weggelegt. Ich weiß auch nicht...
Hab das mal hier rein gepackt... ...nunja...man darf hier finde ich wirklich kein Überalbum erwarten. Es kann auch wie ich schon geschrieben habe auf gar keinen Fall mit den alten Klassikern mithalten. Wenn man nicht zu viel erwartet und mit einem Augenzwinkern an die Sache herangeht, dann kann einem die Scheibe aber wirklich krass viel Spaß bereiten. Ich könnte es aber sogar durchaus gut nachvollziehen wenn jemand die Scheibe in der Luft zerreisst und sie als schwächstes Album überhaupt ansieht. Klingt alles etwas komisch...ist aber so. Auf irgendeine Art klingt das Album sogar so, als wenn es eher auf die Schnelle zusammengeschustert worden wäre. Trotzdem....es ist einfach irgendwie nur cool.  siehe z.B. das Review... http://www.musikreviews.de/reviews/2012/Manowar/The-Lord-Of-Steel/
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von Pillamyd » Donnerstag 1. November 2012, 16:24
Irgendwie hat es den Eindruck, wederFisch noch Fleisch zu sein. Und das macht mich stutzig. Ich kenne ein paar Lieder von der Vorab CD aber davon möchte ich mir kein Urteil bilden, da ich sie ZU wenig kenne. Aber was man so liest, verleitet mich eben dazu, was mir grad passiert: Holen oder nicht holen? Ich warte jetzt einfach mal ab. Wahrscheinlich läuft bei mir sowas spontan.
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von Havoc » Donnerstag 1. November 2012, 16:31
Ich finde das Album nicht so schlecht aber auch nicht so gut wie viele es machen. In dem Review schreibt der Schreiberling, dass die Texte total bescheuert wären. Vielleicht hat er damit sogar Recht. Ich finde das aber ehrlich gesagt überhaupt nicht schlimm. Finde das eher witzig und kultig. Also daran solltest du dich nicht stören wenn du das Album kaufen willst. Andererseits hat jemand in einem Review geschrieben, dass es ganz klar die beste Scheibe seit der 1988er "Kings Of Metal" sei. Da kann ich ja nur lachen. Das Album kann nie im Leben mit "The Triumph Of Steel" und auch bei weitem nicht mit "Louder Than Hell" mithalten. Niemals!!!! Das neue Album ist auch keine Wiedergeburt der Band...sondern eher ein cooles Spätwerk. MANOWAR werden nie wieder die Klasse früherer Tage erreichen. Das steht fest. Diese Power von früher ist nicht wieder reproduzierbar. Aus rein biologischer Sicht ist das unmöglich.
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von Pillamyd » Donnerstag 1. November 2012, 16:52
Daran solls auch nicht liegen. Texte hin oder her, das ist halt Manowar. Punkt. Aus. Fertig. Obs jetzt das beste seit "Kings Of Metal" kann ich nicht entscheiden. Aber ich fand "Kings Of Metal" schon nicht so toll. Wichtig von Manowar sind mir hauptsächlich die ersten 4 Alben. Das sind nun einmal die Brecher.
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von Havoc » Donnerstag 1. November 2012, 17:03
Pillamyd hat geschrieben:Aber ich fand "Kings Of Metal" schon nicht so toll. Wichtig von Manowar sind mir hauptsächlich die ersten 4 Alben. Das sind nun einmal die Brecher.
Ufff....wenn das so ist, dann brauchst du Dir die Neue wohl eher nicht zu kaufen. Ich finde bis einschließlich "Louder Than Hell" alles spitze. Danach fangen Manowar leicht an zu schwächeln.
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von Pillamyd » Donnerstag 1. November 2012, 17:42
Havoc hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Aber ich fand "Kings Of Metal" schon nicht so toll. Wichtig von Manowar sind mir hauptsächlich die ersten 4 Alben. Das sind nun einmal die Brecher.
Ufff....wenn das so ist, dann brauchst du Dir die Neue wohl eher nicht zu kaufen. Ich finde bis einschließlich "Louder Than Hell" alles spitze. Danach fangen Manowar leicht an zu schwächeln.
haha...mach mich nur noch unsicherer Ne ist tatsächlich so, dass ich die "Kings Of Metal" nicht so toll. Danach wirds dann aber wieder besser. Nach "Louder Than Hell" wirds dann sehr schwach. Also: 1. Hail To England 2. Battle Hymns 3. Sign Of The Hammer 4. Into The Glory Ride 5. The Triumph Of Steel 6. Fighting The World 7. Louder Than Hell Der Rest ist dann schon egal für mich...
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