Na, dann werde ich mich mal dran versuchen...
01. ? (5:20)
Das Lied beginnt mit Kinder- oder Frauen-Gesang von exotischer, für mich nicht näher zu bestimmender Herkunft. Dann setzt ein schweres, langsam-walzendes Riff ein. Der Sound ist modern, tiefergestimmte Gitarren, dominater Bass und knallende Snare. Der Gesang ist hoch, mit allerlei Effekten belegt und klingt nach 90er Jahre Alternative. Riff, Rhythmus und Gesang haben zusammen eine hypnotische Ausstrahlung. "Taking him home, to his promised lands..."; "Jesus made her... and now she`s taking him home...". Der Song hat kaum Variationen und walzt vor sich hin - kein Solo, kein Refrain, keine Bridge. Zum Schluss kommt nochmal ganz kurz der Gesang aus der Einleitung. Ich habe null Ahnung, wer das sein könnte. Noch nicht einmal die Stilrichtung könnte ich benennen.
02: ? (4:25)
"It`s only the end of the world again..." - so startet der Gesang, begleitet von melancholischer Gitarre und Bass. Dann setzt ein schleppendes, lautes Schlagzeug ein, der Song steigert sich, verzerrte Gitarren kommen hinzu und der Sänger beteuert weiterhin, dass es wieder das Ende der Welt ist. Die Stimmung ist passenderweise fatalistisch-depressiv, man könnte den Song als balladesk bezeichnen. Auch hier ist eine hypnotische Ausstrahlung vorhanden, ein Solo sucht man wieder vergebens und die Songstruktur ist überschaubar. Zum Schluss hin steigert sich das ganze dramatisch. Ob das eine moderne Form von Doom ist? Keine Ahnung... Wieder bin ich ratlos.
03: ? (5:09)
Ein stark vezerrtes, simples Eingangs-Riff, dann hämmern noch verzerrtere Gitarren, mit Bass und Drums sehr modern klingend rein. Es entwickelt sich ein treibender Rhythmus, der von verzerrten, zweistimmigen, halligen Vocals begleitet wird. Das klingt zum ersten Mal tatsächlich nach Metal. Der Song baut sich komplex auf, mit jagenden Passagen, Maiden-worshippenden Twin-Gitarren-Läufen, mit entsprechender Bass-Untertützung, und Tempo- bzw. Rhythmus-Variationen. Der größte Teil des Songs ist rein instrumental und steigert sich zum Schluss hin extatisch. Teilweise sehr geile Gitarrenpassagen und -sounds. Insgesamt wirkt das Lied auf mich etwas zerpflückt, in den eher einleitenden Teil mit Gesang und den ausufernden, experimentelleren Instrumental-Teil. Interessantes Lied. Eine stilistische Einordnung gelingt mir erneut nicht.
04: ? (5:17)
Jetzt wird es bedeutend konventioneller - ein schnelles, thrashig-speediges Eingangs-Riff + knüppelndes Schlagwerk und einen angepissten Shouter = hier fühle ich mich heimisch. Es wird sogar ein kurzes Solo dargeboten, bevor das Lied in einen getragen-doomigen Mittelteil kippt. Plötzlich klingen Gitarren und Drums authentisch 70s-like. Eingeleitet von Hundegebell (!) wird es dann wieder rasend schnell und hart. Vieles erinnert hier an guten alten Speed- und Thrash-Metal der 80er, aber irgendwie klingt die Aufnahme sehr zeitgemäß, so dass ich denke, es handelt sich um eine aktuelle Band, die auch nicht wirklich dem Thrash-Genre zuzurechnen ist. Cooler Song.
05: God`s Tower - Seven Rains Of Fire
Eine sägende Gitarre klingt sofort, wie der wenig später einsetzende Gesang - ordentlich besoffen... Keltisch-irisch-folkiges Feeling ist angesagt, obwohl der Sänger einen anderen Akzent hat. Dann wird es galoppiernd und heavy. Der Song heißt sicher "Seven Rains Of Fire" und diese "are watching you, watching me, watching us, etc...". Insgesamt ein spannendes Stück Folk (?) Metal.
Ich konnte es nicht lassen und habe nach dem Songtitel gegoogelt...
06: ? (6:41)
Akustisches Gitarren-Intro, dann wuchtige E-Gitarren und hymnischer, pagan anmutender Gesang. Nach 3:20 kommt ein Teil mit indianischen (?) Gesängen und entsprechender Trommel-Begleitung. Dann wird es wieder heavy-hypnotisch. Irgendwann setzt gutteraler Gesang ein und zum Schluss wird es chaotisch-jagend (mal wieder). Black Metal? Maybe, maybe...
07: ? (5:22)
Akustische Klampfe again, Bass, Rim-Click, Kick-Drum, Gesang, Streicher (Synthies?), depressives Klima, recht flottes Tempo - so geht es fast 2 Minuten. "Thousand raindrops...". Dann wird es aggressiver, chaotischer..."The faces suck, when all is black", gutteraler Gesang, unproduzierte Snare, treibender Rhythmus, Klavier-Einschübe, Drama... Ob das wohl Black Metal ist? Maybe, maybe...

Urhebertechnisch habe ich mittlerweile Graf Zahl im Verdacht...
tbc