Nackt war der Rohling. Nur in ein Jewel Case gezwängt. Keine weitere Beschreibung, kein Booklet, kein Nichts. Leicht Zerfleischt war der Umschlag, als ich ihn aus dem Briefkasten holte. (Die Post ist aber auch brutal an Weihnachten)
12 Songs sind drauf mit einer Gesamtlänge von 70:16 Minuten.
Hier meine Ersteindrücke der ersten 6 Songs.
1. (7:07)
Ein Instrumentalstück zum Einstieg. Ich kenne den Song, komme aber nicht auf den Namen. Das war mal früher (70er/80er Jahre) die Musik wo Radiomoderatoren gerne mal drübergelabert haben. Klingt wie ne Mischung aus Countryrock mit leichtem Jazz-Einschlag im Schlußpart. Anders kann ich es nicht beschreiben. Hauptmelodie wird parallel von E-Gitarre und Hammond-Orgel gespielt. In der Mitte eine kleine Improvisation vom Klavier. Danach gleich E-Gitarren-Solo. Wie gesagt. Der Song müßte so aus den 70er Jahren stammen.
2. (3:56)
Schnelles Schlagzeug-Intro, welches in Iron Maiden-mäßige Gitarren-Riffs mündet. Sänger hat eine kräftige Stimme und hat keine Probleme sich in höhere Töne zu singen. Im Text heißt es „Fist(s) of Fury – What a Thrill – Shoot to Kill“. Kann den Song zeitlich schwer einordnen.
3. (4:13)
Anschwellendes Schlagzeug. Als Einleitung schneller Rhythmus. Gitarreneinsatz dann eher Classic Heavy Metal. Dann wieder schneller Rhythmus. Gesang eher tiefer aber guter Shout. Klingt nach Russell Allen. Irgendwie geht es um „Absolute Power“. Klingt interessant, wer immer das auch ist. Auch die Wechsel zwischen eher langsamen, aber dennoch heavien Parts und den schnellen Passagen. Das sind doch nicht etwa Symphony X?
4. (6:22)
Anfang mit sphärisch gruseligen Klängen. Eine Glocke ertönt. Eine dunkle Stimme sagt was. Dann setzt die Musik ein. Läßt sich schwer einordnen. Es gibt Parts, die wie eine Musicalversion von Alice Cooper klingen, dann eine Passage, die nach Tiamat klingt. Auf einmal ertönt ein Saxophon Solo und eine Hammond-Orgel kommt auch zum Einsatz. Einsatz Gitarren-Solo. Jetzt kommt wohl der Refrain. Da singen 2 verschiedene Leute gegeneinander. Wieder kurzes Gitarren-Solo. Abruptes Ende mit Gong. Jetzt Gesangsparts, die mich irgendwie an Ayreon und Queen erinnern. Dazu symphonische Untermalung. Am Ende klingelt ein Wecker. Zu Anfang konnte ich mich damit nicht anfreunden, aber der zweite Teil findet durchaus meine Zustimmung.
5. (4:23)
Bass zum Einsatz von HiHats. Hat was von Queens „Another One Bites the Dust“. Nach 4 Takten Gitarrenriff, welches in eine andere Richtung lenkt. Lädt zum Kopfnicken ein. Gesang setzt ein. Ist schwer zu verstehen. Singt der überhaupt Englisch??? Ohne jetzt ketzerisch zu sein. Ich hab damals mit Loops aus dem Data Becker Music Maker einen ähnlichen Song gebastelt. Im letzten Viertel wird das Tempo angezogen und klingt wie Scorpions aus den 80er Jahren. Der Gesamtsound wirkt aber auch irgendwie Amateur/Demomäßig.
6. (6:50)
Intro mit leicht orientalischen Motiven. Mündet in einen etwas nach „Sad but True“ klingenden Song. Gesang anfangs etwas dunkel, dann etwas höher. Klingt ziemlich heiser. Der singt ja auch nicht englisch. Ist das finnisch?? Könnte aber auch von jenseits des ehemaligen eisernen Vorhanges stammen. Überhaupt kein Plan, was das ist. Der letzte Part geht dann doch etwas schneller zu Werke um dann wieder in die vorhergehende Melodie zurückzukehren. Kurzer Abschluß ohne viel Trara.
Der Rest vom Fest folgt heute nachmittag oder spätestens morgen.


Tatsächlich.