WW2012 - Stahlschmelze

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Re: WW2012 - Stahlschmelze

Beitragvon Martin van der Laan » Freitag 21. Dezember 2012, 22:48

Nummer 10: TWO GALLANTS - Waves of Grain??
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Martin van der Laan
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Re: WW2012 - Stahlschmelze

Beitragvon 123_7 » Samstag 22. Dezember 2012, 14:32

Wie könnte es auch anders sein...


01. TURBOSTAAT 'Haubentaucherwelpen'
02. AMEBIX 'God Of The Grain'
03. HELLOWEEN 'Warrior'
04. DEPRESSIVE AGE 'Hateful Pride'
05. CRIMSON GLORY 'Where Dragons Rule
06.
07.
08.
09.
10. TWO GALLANTS 'Waves Of Grain'
11.
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Re: WW2012 - Stahlschmelze

Beitragvon 123_7 » Samstag 22. Dezember 2012, 14:37

So, auf gehts zum Endspurt:

11. 4:28
Düsteres und bedeutungsschwangeres Clean-Gitarrenintro. Die Harmonik wird bratend von einer Rhythmusgitarre aufgegriffen. Grob könnte man den Stil als düster-gothischen Heavy Metal umschreiben. Der Sänger ist ziemlich gut, ein bisschen knödelig, aber durchaus angenehm im Ohr.
"I think I got into a situation
with a hope of salvation
far from nothing at all
I thought it was quite enchanting (?)
with a special circumstance"
Die Rhythmusgitarren sind häufig stampfig, der Beat treibend. Kommt sicherlich gut in diversen Düsterschuppen an. Tanzbar und ohrwurmig.
Die Wortferzen, die ich dem Refrain entnehmen kann: "Alone I Stand" "Rain in the morning" "Burning".

Netter Song, geht mir aber nicht weiter nahe.

Ups, aus versehen auf Absenden gekommen. Rest folgt gleich.
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Re: WW2012 - Stahlschmelze

Beitragvon 123_7 » Samstag 22. Dezember 2012, 14:52

12. 3:34
Metal Metal. Aber der guten Sorte. Uptempo und treibend und nicht bis zur Unendlichkeit aufgeplustert mit Effekten. Auch wenn es die Synthies im Hintergrund vermutlich nicht gebraucht hätte. Aber das wollen wir mal so akzeptieren.
Der Sänger ist ganz gut.
"And they say that there's no tomorrow
In the night we only hear their cries
from the dark side
Call of the morning tonight
from the dark side
Call of the morning tonight"
Prägnantes Liedchen mit gutem Solo und feinen Leadgitarren. Doch das macht Spaß. Da würde ich gerne mal weiter reinhören.

13. 4:50
Zum Schluss hat mir der Wichtel noch ein besondere Schmankerl aufbewahrt. Düster, verdröhnt, sludgig. Ultraroh produziert mit prägnantem Basslauf. Schleppend und böse. Gesungen wird nicht mehr englisch. Folkig angehauchte Gesangsmelodie. Eine ganz interessante Melange aus Doom, Heavy Metal und Folk, die mich sofort begeistert. Hin und wieder gesellt sich eine Flöte dazu, die aber von den dichten Gitarrenwänden nur selten durchgelassen wird. Zum Schluss wird noch ordentlich geschrotet mit unterlegter Doublebass. Wunderbar. Ich denke die Herkunft könnte irgendwas östliches von hier sein.

14. 5:05
Ruhiger Beginn. Sanfte Gitarrenarpeggi einer cleanen Gitarre, die harmonisch sich ins nichts verirren. Ein Schlagzeug unterstützt die Szenerie mit wohldosierten Tom-Schlägen. Ein Sänger setzt ein, der scheinbar wieder kein Englisch singt. Gegen 3 Minuten steigt sich das Ganze zu einem gniedeligen Gitarrensolo mit Doublebass und dissonanten Gitarrenakkorden. Seltsames Ding, aber irgendwie faszinierend. Mir fällt es auch gar nicht leicht, das zu beschreiben, da ich keine Anhaltspunkte nennen kann. Sehr eigenständig... aber interessant.

Sodele, ein ungewöhnlicher Sampler wurde da für mich zusammengestellt. An meinen Hörgewohnheiten hat sich der Ersteller wohl kaum orientiert und so ist für mich viel Neuland zu entdecken gewesen. Am Anfang konnte mich wenig begeistern, aber mit jedem weiteren Durchlauf konnten die meisten Songs für mich etwas interessantes offerieren. Z.B. gefällt mir mittlerweile der hypnotische Bulldozer-Sound von AMEBIX deutlich besser, als zu Beginn. Lediglich der Helloween-Song ist einfach nichts für meine Ohren, auch Track 09 wird mir wohl nicht mehr gefallen. Aber der Rest hat immer etwas spannendes und einfallsreiches zu bieten. Meine Favoriten sind 02, 04, 07, 08, 10 und vor allem 13. Fein gemacht, Herr Wichtel.

Als Urheber habe ich ganz stark Chavo im Verdacht, das würde von der bunten Mischung der Stil her gut passen. Und hinter 13 vermute ich METSATÖLL. Die mag er ja ganz besonders :-)
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Re: WW2012 - Stahlschmelze

Beitragvon Jhonny » Samstag 22. Dezember 2012, 14:56

12 ist Fifth Angel... "Call Out The Warning"
oder?
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Re: WW2012 - Stahlschmelze

Beitragvon Jesus » Samstag 22. Dezember 2012, 14:58

TWO GALLANTS und AMEBIX ist 'ne hübsche Mischung.
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Re: WW2012 - Stahlschmelze

Beitragvon 123_7 » Samstag 22. Dezember 2012, 15:04

Jep, da war der Jhonny mal schneller als der Martin ;-)

01. TURBOSTAAT 'Haubentaucherwelpen'
02. AMEBIX 'God Of The Grain'
03. HELLOWEEN 'Warrior'
04. DEPRESSIVE AGE 'Hateful Pride'
05. CRIMSON GLORY 'Where Dragons Rule
06.
07.
08.
09.
10. TWO GALLANTS 'Waves Of Grain'
11.
12.FIFTH ANGEL 'Call Out The Warning'
13.
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Re: WW2012 - Stahlschmelze

Beitragvon Martin van der Laan » Samstag 22. Dezember 2012, 21:22

Nummer 11: LAKE OF TEARS - Head On Phantom??
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Re: WW2012 - Stahlschmelze

Beitragvon 123_7 » Sonntag 23. Dezember 2012, 10:49

Jep, die Musikenzyklopädie hat wieder zugeschlagen.

01. TURBOSTAAT 'Haubentaucherwelpen'
02. AMEBIX 'God Of The Grain'
03. HELLOWEEN 'Warrior'
04. DEPRESSIVE AGE 'Hateful Pride'
05. CRIMSON GLORY 'Where Dragons Rule
06.
07.
08.
09.
10. TWO GALLANTS 'Waves Of Grain'
11. LAKE OF TEARS 'Head on Phantom'
12. FIFTH ANGEL 'Call Out The Warning'
13.
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Re: WW2012 - Stahlschmelze

Beitragvon Chavo89 » Sonntag 23. Dezember 2012, 16:33

Ja, ich war's. :grins:

Ich habe versucht einen interessanten Sampler zusammenzustellen. Mit Sachen, bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie dir gefallen. Wobei manches nur drauf gelandet ist, weil ich etwas Verwirrung stiften wollte. Ich habe mir schon deine Sammlung angesehen und so, aber es war doch eine schwierige Aufgabe. Ich habe viel zu wenig Kauz in meinem Regal...
Vor Martin muss auch ich mal wieder meinen Hut ziehen. Dass Turbostaat und Two Gallants so schnell erraten werden, ist schon abgefahren.
Ich gebe mal ein paar Tipps zu den noch zu lösenden Songs.

123_7 hat geschrieben:6. 4:47
Verhalten geht es mit einem Clean-Gitarren-Intro los, alsbald ertönt hymnischer Folkmetal / -rock. Wirklich hart ist der Song nicht, im höheren Midtempo gehalten. Es wird mehr Wert auf Melodien als auf brachiale Riffs gelegt. Der Song ist reich orchestriert: Streicher und Flöten gehen Hand in Hand mit den Gitarren. Englisch sprechen die Herren scheinbar nicht. Im Interludium wird der Song etwas progressiver und vertrackter und erinnert in seinen besten Moment etwas an ORPHANED LAND, wenn auch nicht die exotische Melodieführung der Jungs aus Israel durchschimmert.
Der Song nimmt auch komplett das Tempo raus und gibt einer Frauenstimme Platz das Hauptthema mit Streichern zu intonieren.
Schöner Song, wenn auch nicht ganz meine Kragenweite. Aber da kann man bei Gelegenheit gut mal näher reinhören.

Hier ist eine ziemlich junge Band aus Slowenien am Werk. Folk Metal passt an sich, aber wie du schon schreibst, ist das eher schöngeistige Mucke. Die Band hat letztes Jahr dieses Album herausgebracht und vor Kurzem gab es dazu eine Rezi hier. Mehr fällt mir jetzt nicht ein, aber vielleicht reicht hier ja schon das untypische Herkunftsland für eine Auflösung. Achso, gesungen wird demnach natürlich Slowenisch.

123_7 hat geschrieben:7. 4:09
Es toolt. Hypnotische Gitarenriffs mit meditativem, leicht montonem Gesang. Die rhythmische Arbeit ist nicht so ausgefeilt wie bei den bekannten Amis. "I would rather stay awake, the promise (?), I take the message if you get one but it doesn't matter when it's too late"... der Text ist sehr weit in den Hintergrund gemischt, deswegen ist es schwer ihn akurat zu verstehen. Gerade bei den sehr bratenden Gitarren im Refrain und in der Bridge ist er sehr undeutlich. Aber sonst gefällt mir der harte Alternative-Rock eigenlich ganz ausgezeichnet. Er ist roh und voller Energie. Sehr gut, damit kann man bei punkten :-)

Hier müssten Peter und/oder Frank eigentlich direkt aufhüpfen und -lösen. Einer der besten Songs des Jahres. Aus Norwegen.

123_7 hat geschrieben:8. 7:31
Tief gestimmte Gitarren brummeln vor sich hin und das Schlagzeug dröhnt im Midtempo. Das stonert ja ganz gehörig, hat aber dennoch mächtig Dampf unter der Kuppe. Basslastige Suppe, aber ich mag das. Auch hier ist der Gesang sehr weit im Hintergrund und recht unmelidiös vorgetragen. Aber passt gut zum retslichen Song. Im Refrain wird der Gesang brülliger. "When the lord has come".... vielleicht auch "When the night has come"... "When the dawn has come"? jedenfalls shoutet eine Gruppe bei der stetigen Wiederholung dieser Zeile mir ein "Lights Out, Lights Out!!" entgegen.Dann flirren mal die Gitarren , im nächsten Moment riffen Sie wieder rhythmisch im Unterstübchen. Gegen Schluss nimmt der Song die Lautstärke raus und gibt das Hauptriff weit weniger verzerrt wieder und ein cleanes Gitarrensolo ertönt, natürlich nur um wieder in den brachialen Refrain zu münden. Guter Track, da bin ich gespannt, wer dahinter steckt.

Stoner Rock aus deutschen Landen. Das zweite Album der "Reiter" ist dieses Jahr erschienen. Der Holger kennt sie, mag sie jedoch nicht so besonders.

123_7 hat geschrieben:8. 4:55
Da dreht jemand am Radiosender und ein Tango erklingt. Und plötzlich ertönt der eigentliche Song. Das Tangothema wird aufgenommen und mit monotonem Bass und Drumloops unterlegt, eine Stimme erhebt eine klagende Melodie. Darauf folgt monotoner Gesangklingt arg nach dem Kerl von Rammstein, er singt auch Deutsch.
"Bin der Rand unter der Augen
bin der Schlaf am Mittagstisch
bin der Bote unterm Segel (?)
bin der Schlange letzter Biss

Einige Klaviertupfer hier und da. Ein hymnischer Refrain ertönt, bei dem ich ernsthaft Probleme habe, den deutschen (!) Text zu verstehen. Seltsam das... Und das ganze geht wieder von vorne los.
Ich bin zwar immer für nichtmetallisches zu haben. Aber das Stück nervt mich ziemlich. In seiner Art für mich nichtssagend, aber trotzdem gewollt bedeutungsschwanger... naja, wer es mag...

Ich hatte damit gerechnet, dass dir der Song nicht gefällt. :grins: Ich finde ihn super. Dieser Herr macht schon seit Jahrzehnten deutschsprachige Musik und hat dieses Jahr ein neues Album herausgebracht. Dass du den Text nicht verstehst, wundert mich etwas. DURCH ALTE WÄLDER STÜRMISCHER WIND und so. Wahnwitzig großartig.

123_7 hat geschrieben:13. 4:50
Zum Schluss hat mir der Wichtel noch ein besondere Schmankerl aufbewahrt. Düster, verdröhnt, sludgig. Ultraroh produziert mit prägnantem Basslauf. Schleppend und böse. Gesungen wird nicht mehr englisch. Folkig angehauchte Gesangsmelodie. Eine ganz interessante Melange aus Doom, Heavy Metal und Folk, die mich sofort begeistert. Hin und wieder gesellt sich eine Flöte dazu, die aber von den dichten Gitarrenwänden nur selten durchgelassen wird. Zum Schluss wird noch ordentlich geschrotet mit unterlegter Doublebass. Wunderbar. Ich denke die Herkunft könnte irgendwas östliches von hier sein.

Wie du schon vollkommen korrekt schlussfolgertest, hauen hier die Esten von Metsatöll einen echten Hammer raus. Ist vom aktuellen Album "Ulg" und heißt "Rabakannel". Voll die schöne Sprache. Ich freue mich richtig, dass dir das gefällt. :subber:

123_7 hat geschrieben:14. 5:05
Ruhiger Beginn. Sanfte Gitarrenarpeggi einer cleanen Gitarre, die harmonisch sich ins nichts verirren. Ein Schlagzeug unterstützt die Szenerie mit wohldosierten Tom-Schlägen. Ein Sänger setzt ein, der scheinbar wieder kein Englisch singt. Gegen 3 Minuten steigt sich das Ganze zu einem gniedeligen Gitarrensolo mit Doublebass und dissonanten Gitarrenakkorden. Seltsames Ding, aber irgendwie faszinierend. Mir fällt es auch gar nicht leicht, das zu beschreiben, da ich keine Anhaltspunkte nennen kann. Sehr eigenständig... aber interessant.

Diese Band kennen hier sehr viele Menschen. Englisch wird hier tatsächlich nicht gesungen, aber wenn ich die Sprache verrate, verrate ich zu viel. Der Song ist von 2008 und findet sich auf dem besten Album der Band. Desweiteren wurde bei diesem Song etwas ziemlich romantisches verwendet, nämlich Edvard Grieg. Vielleicht kommt ja jetzt schon jemand drauf.

Mich freut es, dass dir mittlerweile doch ein paar Sachen gefallen. Und in den Crust Punk von Amebix solltest du nochmal reinhören. ;-)
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