Was hört ihr grade?

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Re: Was hört ihr grade?

Beitragvon Oliver Passgang » Mittwoch 30. Januar 2013, 16:50

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Re: Was hört ihr grade?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 30. Januar 2013, 16:56

Jesus hat geschrieben:Ergo mindestens 10 Punkte von Rüdiger.


Ausnahmsweise nicht "mindestens", sondern eher "höchstens". 9 - 9,5 dürfte realistisch sein. Und da ich Alternaprog und Postrock meistens auch für banal-langweiligen Mist halte (aber viel zu höflich bin, das laut zu sagen), will ich dem lieben Peter seine Meinung einfach mal lassen und als Beweis dafür werten, dass Ted und Gylve sehr genau wissen, was sie tun.
:grins:

Es ist halt etwas schade, dass es für feine Rumpelkombos so selten nach ganz vorne reichen wird, aber um das zu erleben müsste ich wohl Rumpelmetal.de gründen.
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Re: Was hört ihr grade?

Beitragvon Jesus » Mittwoch 30. Januar 2013, 17:01

Auf Rumpelmetal.de wird man dann aber auch von gläsernem Eierschalengetanze wie DANTE verschont? ;)
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Re: Was hört ihr grade?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 30. Januar 2013, 17:07

Jesus hat geschrieben:Auf Rumpelmetal.de wird man dann aber auch von gläsernem Eierschalengetanze wie DANTE verschont? ;)


Jupp. Das versteht sich von selbst. Die würden da eh durchfallen, weil ungewöhnliche Takte und Rhythmuswechsel in der dortigen Bewertungsskala zu zwingenden Punktabzügen führen. Mehr als drei Instrumentalisten sind auch eher unerwünscht. Mehr als, sagen wir acht Aufnahmespuren sind definitiv zu missbilligen, und das Treffen von Tönen im Sinne einer klassischen Gesangsausbildung ist ein völliges K.O.-Kriterium.

Helvetets Port habe ich mir übrigens letzte Woche als Overstock reservieren lassen. So schlecht, wie der Peter so tut, ist die auch wieder nicht. Frag den Hölgmän!
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Re: Was hört ihr grade?

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 30. Januar 2013, 17:10

Das sekundiere ich.

Wobei ich den Vergleich jetzt schon etwas ulkig finde, da ich bei Darkthrone nicht feststellen kann, dass da irgendjemand falsch spielt.
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Re: Was hört ihr grade?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 30. Januar 2013, 17:14

Holger Andrae hat geschrieben:Wobei ich den Vergleich jetzt schon etwas ulkig finde, da ich bei Darkthrone nicht feststellen kann, dass da irgendjemand falsch spielt.

Macht auch niemand. Aber manchmal wird Anhängern des Simplizismus gerne unterstellt, sie könnten es nicht "besser". Dabei bin ich aber sicher, dass die Herren vom dunklen Thron das, was sie spielen wollen, mindestens genau so perfekt umsetzen, wie diverse andere bekannte Bands mit den selben Initialen.
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Re: Was hört ihr grade?

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 30. Januar 2013, 17:18

Wobei ich als Freund von vertrackten Klängen durchaus die Ansicht vertrete, dass es manchmal sogar schwieriger ist, mit simpleren Kompositionen den gleichen "Aha!"-Effekt zu erzielen, wie mit dem offensichtlichen Zurschaustellen der technischen Spielfähigkeiten. Ob die Kollegen aus der Ramones'schen Bruderschaft besser spielen konnetn als sie es manches Mal zeigten, vermag ich nicht zu beurteieln. Fakt ist: Ein Großteil ihrer Rumpelmusik berührt mich heute zigfach mehr als mit dem Glasreiniger polierter Gleichschrittprog.
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Re: Was hört ihr grade?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 30. Januar 2013, 17:34

Ich sag's mal so. Wenn es darum geht, ob mich Musik persönlich und emotional berühren kann, interessieren mich technische Fertigkeiten, klassisches Gesangstalent und Produktionsfragen weniger als gleichgewichtsgestörte Reissäcke in China. Das alles mag beeindruckend sein und mir Respekt für eine Band abringen, aber der emotionale persönliche Draht zur Musik, geht bei mir im Endeffekt immer über die Faktoren des auf mich eingängig wirkenden Songs, des Wiedererkennungswerts des Sängers und der Eigenwilligkeit des gespielten Stils. Wenn man dann noch hin und wieder das Gefühl hat, die Faust recken zu dürfen, dann ist alles gut.

Insoweit kann ich den Eindruck nicht teilen, dass es mit simpleren Kompositionen schwieriger ist, einen Aha-Effekt zu erzielen. Bei mir ist das nicht so. Ein Song, den ich beim ersten Hören mitsingen kann, der hat zunächst einmal immer einen Vorteil gegenüber einem Song, den ich mir erarbeiten muss. Natürlich kann das Gleichgewicht kippen, wenn der komplexe Song wirklich gut ist, aber so vom ersten Eindruck her ziehe ich simplere und eingängigere Songs einem komplexen Konstrukt fast immer vor, wenn es darum geht, ob mich ein Song emotional erreicht.
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Re: Was hört ihr grade?

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 30. Januar 2013, 17:41

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:Wobei ich den Vergleich jetzt schon etwas ulkig finde, da ich bei Darkthrone nicht feststellen kann, dass da irgendjemand falsch spielt.

Macht auch niemand. Aber manchmal wird Anhängern des Simplizismus gerne unterstellt, sie könnten es nicht "besser". Dabei bin ich aber sicher, dass die Herren vom dunklen Thron das, was sie spielen wollen, mindestens genau so perfekt umsetzen, wie diverse andere bekannte Bands mit den selben Initialen.


Ich bin auch ganz sicher, dass die Herren das alles genau so wollen. Ob es daran liegt, dass sie es nicht besser können, ist mir eigentlich völlig wurscht. Es hat einfach nix mit dem zu tun, was ich als Musik hören möchte. Egal, ob das der Gesang ist, die ziemlich platten Songs oder geklaute 80er-Riffs. Ich habe auf dem Album noch mehr als auf dem Vorgänger den Eindruck, dass fast durchgängig kopiert wird und das bei einer Band, die doch eigentlich selbst ein Original ist. Aber klar, auch das ist durchaus so gewollt, Fenriz schreibt auch überall, dass sie ein authentisches 85er-Album aufnehmen wollten. Aber 1985 klang nach "Bonded By Blood", "The Spectre Within" oder "Spreading The Disease". Und davon ist der dunkle Thron Lichtjahre entfernt.
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Re: Was hört ihr grade?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 30. Januar 2013, 17:58

Jo, dass das nicht deine Mucke ist, das ist eh klar. Ich find's - gerade gesanglich - total geil... =) ... auch wenn ich gerne noch mehr Ted hören würde.

Wobei ich nicht finde, dass das musikalisch kopiert und geklaut klingt, weil diverse Darkthrone-Trademarks doch so prominent platziert und allgegenwärtig sind, dass das für mich ein weiterer konsequenter Schritt dorthin ist, den eigenen Stil mit Verneigungen vor den Krawallkombos der 80er zu spicken. Obwohl weit weg von den Wurzeln oder der BM-Revolution, klingt das Album doch zuerst nach Darkthrone, und dann erst nach Zitaten.

1985 klang im Übrigen auch nach "The Deluge", "Carnivore", "Possessed", "Executioner's Song", "Future Warriors", "Hallow's Victim", "Killer Elite", "Long Live The Loud", "A Time Of Changes", "Power From Hell", "Seven Churches", "Metal Anarchy" und "To Mega Therion", und davon ist die neue Darkthrone - zumindest in einigen Zitaten - nicht allzu weit entfernt. Und genau die Alben hatten Fenriz & Ted wohl auch eher im Sinn, als die von dir genannten.
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