Querbeet durch 2012

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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon enemy-of-reality » Samstag 2. Februar 2013, 16:22

Kubi, im Dream Theater-Forum, bei RYM, auf der Assbook-Seite der Band und in noch irgendeinem Forum an das ich mich im Moment nicht mehr erinnern kann.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon Jesus » Samstag 2. Februar 2013, 16:46

Peter Kubaschk hat geschrieben:Würde gerne wissen, wo die NE OBLIVISCARIS denn gehypt wurde.


In so ziemlich allen anglophonen Foren, in denen ich unterwegs bin, wurde bereits das Demo als Offenbarung der Metalgötter gehandelt und beim Erscheinen des Debüts machten sich alle dort ins Höschen.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon enemy-of-reality » Donnerstag 14. Februar 2013, 16:48

Nach einer kleinen Pause geht's heute mit meinen "klassischen" 2012ern weiter.



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ACCEPT - Stalingrad

Konnte mich nur kurzzeitig begeistern. Klingt insgesamt sehr ähnlich wie der Vorgänger, liegt qualitativ aber halt doch ein wenig darunter. Wenn ich also mal wieder Lust auf Accept ohne Udo habe (was eh schon eher selten der Fall ist), dann greif ich in der Regel lieber zu "Blood Of The Nations", auch wenn beide Scheiben bei mir doch ziemlich schnell abgebaut haben. Ist halt bei Musik, die dich beim ersten mal hören schon umhaut und die du beim zweiten Mal schon mit gereckten Fäusten quer durch Zimmer moshend mitgrölst, relativ oft der Fall. Zu melodiös, zu kommerziell, zu eingängig? Ja, wahrscheinlich.


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ANGEL WITCH - As Above, So Below

Richtig schöner Old School-Metal, der in jeder Hinsicht überzeugen kann. Starke Kompositionen, tolle Gitarren, ein Sänger, der nicht nach Zwangskastrierung klingt, eine angenehme, nicht zu moderne Produktion - die Scheibe müsste doch eigentlich jedem Verfechter des wahren Stahls die Freudentränen in die Augen treiben. Seltsamerweise taucht sie aber bei diversen 2012er-Polls meist nur im hinteren Mittelfeld auf.


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DAWNBRINGER - Into the Lair Of The Sun God

Ebenfalls klassischer Metal-Stoff, allerdings in eine deutlich epischere Richtung gehend, als dies bei ANGEL WITCH der Fall ist. Sehr atmosphärisch! Mir gefällts ausgesprochen gut, ich kann's jedoch verstehen, wenn's dem einen oder anderen etwas zu eintönig ist, denn sonderlich abwechslungsreich ist die Mucke in der Tat nicht gerade. Vielmehr werden eher wenige musikalische Motive episch ausgewalzt und immer wieder aufgegriffen. Aber wie gesagt, ich hab da kein Problem mit, ich mag auch repetitive Musik durchaus gerne, ist 'ne schöne Abwechslung zu den vielen oftmals total überfrachtet wirkenden Werken aus der Prog-Ecke. Merke: Auch simple Musik kann viel Spass machen.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon Havoc » Samstag 16. Februar 2013, 14:39

enemy-of-reality hat geschrieben:Bild
DAWNBRINGER - Into the Lair Of The Sun God

Sehr atmosphärisch! Mir gefällts ausgesprochen gut, ich kann's jedoch verstehen, wenn's dem einen oder anderen etwas zu eintönig ist, denn sonderlich abwechslungsreich ist die Mucke in der Tat nicht gerade. Vielmehr werden eher wenige musikalische Motive episch ausgewalzt und immer wieder aufgegriffen.


Die Scheibe hast du mit Deiner Beschreibung gerade wieder etwas interessant für mich gemacht. Muss ich mal reinhören. Das Cover finde ich zudem sehr geil. Hast du auch den Vorgänger "Nucleus"?

Höre die "Blood Of The Nations" auch nur selten. Wohl aus den selben Gründen wie von Dir geschildert. Daher hab ich "Stalingrad" erst gar nicht gekaut.

Von Angel Witch kenne ich nur den Song vom aktuellen RH-Sampler. Ganz gut. Hat mich aber nicht wirklich erwischt.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon Chavo89 » Samstag 16. Februar 2013, 19:10

Havoc hat geschrieben:
enemy-of-reality hat geschrieben:Bild
DAWNBRINGER - Into the Lair Of The Sun God

Sehr atmosphärisch! Mir gefällts ausgesprochen gut, ich kann's jedoch verstehen, wenn's dem einen oder anderen etwas zu eintönig ist, denn sonderlich abwechslungsreich ist die Mucke in der Tat nicht gerade. Vielmehr werden eher wenige musikalische Motive episch ausgewalzt und immer wieder aufgegriffen.


Die Scheibe hast du mit Deiner Beschreibung gerade wieder etwas interessant für mich gemacht. Muss ich mal reinhören. Das Cover finde ich zudem sehr geil. Hast du auch den Vorgänger "Nucleus"?


Die ist echt ziemlich toll. Den Vorgänger brauche ich jetzt auch noch unbedingt.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon enemy-of-reality » Sonntag 17. Februar 2013, 12:46

Havoc hat geschrieben:Die Scheibe hast du mit Deiner Beschreibung gerade wieder etwas interessant für mich gemacht. Muss ich mal reinhören. Das Cover finde ich zudem sehr geil. Hast du auch den Vorgänger "Nucleus"?

Nö, ich hab sonst nix von der Band.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon enemy-of-reality » Donnerstag 21. Februar 2013, 22:32

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OBSIDIAN KINGDOM - Mantiis


In den Foren von http://www.progarchives.com gibt's einen von mir immer wieder gerne frequentierten Thread, der ganz und gar Gratis-Alben aus genau jenem Bereich gewidmet ist, den die progarchives generell so abdecken, also alles, was im weitesten Sinn mit Prog zu tun hat, darunter auch Avantgarde- und Experimental-Metal. Und in genau diese Kategorien könnte man das erste Full Length Album der spanischen Band OBSIDIAN KINGDOM einsortieren.
Fast hätte ich die Scheibe übrigens verpasst. Bei der Fülle an Gratis-Musik, die im Netz angeboten wird, braucht man oftmals eine Entscheidungshilfe um auszuwählen, welchen Alben man 'ne Chance gibt und welchen nicht. Bei mir ist das, neben Empfehlungen und Einschätzungen anderer User, oftmals das Cover. Und das Cover von "Mantiis" ist hässlich, abschreckend und wäre für mich eigentlich ein Grund, das Album links liegen zu lassen. Zum Glück gab's dann aber doch irgendeinen Anreiz (wahrscheinlich ein "Wow, this is great stuff!" oder sowas ähnliches) und somit wanderte die Scheibe dann doch noch auf meine Festplatte. Und während ich geschätzte 90% von all dem Gratis-Zeugs, das ich mir runterlade, bald wieder lösche, weil mir meine Zeit für mittelmässige Musik zu kostbar ist, befindet sich "Mantiis" nach wie vor auf meinem PC.
Das Album beginnt (nach einem längeren Intro) völlig unmetallisch, eher dezent rockig mit schönem Klargesang, Musik, die mich spontan an PORCUPINE TREE zu Zeiten von "Stupid Dream" oder "In Absentia" erinnert. Es folgt ein Instrumenttalstück, in dem bereits das Tempo etwas angezogen wird und die Gitarren stärker braten. Beim vierten Track setzt dann BM-artiges Gekeife ein und die Band, die gerade noch nach PORCUPINE TREE klang, hört sich plötzlich eher wie ENSLAVED an. Doch kaum hat man daran Gefallen gefunden, geht's schon wieder zurück in Richtung Klargesang (allerdings nun nicht mehr nach PT klingend) nur um nach wenigen Minuten wieder in ENSLAVED-artigen Gefilden zu wildern. Und so geht's auch den Rest der Scheibe über weiter, immer zwischen rockigen Stücken mit Klargesang und (progressivem) Black Metal wechselnd, mit Übergängen, die manchmal sphärisch, manchmal jazzig klingen - wenn mich nicht alles täuscht, wird das Schlagzeug einige Male sogar mit Besen gespielt!
Alles in allem eine sehr schöne, abwechslungsreiche und spannende Scheibe. Ich hab das Gefühl, dass die Band auf dem Album noch viel, viel mehr Einflüsse verarbeitet als nur die von mir genannten aber ich bin leider nicht sonderlich gut darin, sowas zu erkennen und konzentriere mich auch lieber auf die Musik selbst, als ständig nachzugrübeln, woran sie mich jetzt erinnert. PORCUPINE TREE und ENSLAVED waren für mich aber offensichtlich, das ging auch ganz ohne Grübeln.

FAZIT: Definitiv DIE Gratis-Scheibe des Jahres! Bitte unbedingt mal reinhören, downloaden oder gleich die CD ordern - was ich vielleicht auch noch tun sollte.
http://obsidiankingdom.bandcamp.com/
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon enemy-of-reality » Donnerstag 28. Februar 2013, 01:19

Wenn ich in dem Tempo weitermache, haben wir 2014 bevor ich hier fertig bin :grins:


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RUSH - Clockwork Angels

Bekanntlich bin ich ja kein so grosser Rush-Fan wie so manch anderer hier im Forum, die meisten Scheiben gefallen mir aber dennoch ganz gut. Dazu zählt auch das letzte Album, "Snakes & Arrows", eine Scheibe, die für Rush-Verhältnisse ungewöhnloich eingängig war und bei mir sofort gezündet hat. Bei "Clockwork Angels" hingegen sah das schon wieder ganz anders aus. Der erste Durchlöauf hat mir gar nichts gegeben und das einzige was mir davon in Erinnerung blieb, war die sich ständig wiederholende Textzeile "I can't stop thinking big" im Opener "Caravan". Ich war danach unschlüssig, ob ich mir das Album überhaupt kaufen soll, hab's dann aber eben doch getan. Und es hat noch einige Spins gebraucht, bevor es anfing, mir zu gefallen. Was für ein gewaltiger Unterschied zum Vorgänger. Der war kompakt und knackig, während dieses Album ausladend und sperrig daher kommt. Doch die Mühe lohnt sich, denn auch wenn "Clockwork Angels" IMO kein Überalbum ist (was für mich übrigens für sämtliche Rush-Scheiben zutrifft) so ist es doch ein zumindest gutes bis sehr gutes Album. Schön auch, dass der Rausschmeisser einen der Höhepunkte markiert, ich mag es, wenn Alben gegen Ende hin noch mal so richtig aufdrehen.



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ODDLAND - The Treachery Of Senses

Tja, wie nennt man das? Modern Prog Metal viellecht? Ja, ich denke mal, das triffts ganz gut, denn modern klingt diese Scheibe auf jeden Fall und somit auch irgendwie originell. Leider aber auch ziemlich kühl und steril. Hat vielleicht damit zu tun, dass die Truppe, wie zu vernehmen war, jahrelang an dem Album rumgebastelt hat. Sowas geht in den seltensten Fällen gut, weil der Musik dann meist nicht nur jegliche Spontanität, sondern oftmals auch die "Seele" fehlt. Und dem Songwriting hat's letztlich auch nicht wirklich geholfen, weil sich da leider noch immer so einiges an Mittelmass findet. Wäre jeder Track so stark wie z.B "Past The Gates", das Album wäre der Hammer. Aber so ist es halt leider nicht. Ab und zu hab ich trotzdem Bock auf die Scheibe und dann kann ich zu der Art von Musik auch richtig abgehen, aber oft passiert's mir halt auch dass ich die Scheibe einlege oder sie im MP3-Player an der Reihe ist und ich spontan Lust bekomme, ein anderes, ein erdigeres, weniger kalkuliert klingendes Album zu hören.
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Re: Querbeet durch 2012

Beitragvon Havoc » Freitag 1. März 2013, 23:18

"Clockwork Angels" ist vielleicht kein Überwerk in dem Sinne. Aber wenn man bedenkt wie viel geniale Musik die drei Herren schon veröffentlicht haben und dass die alle schon um die 60 sind...dafür finde ich das Album schon sehr heavy, mutig und geil. Für mich das beste seit "Counterparts" (1993).

Die Oddland-Scheibe finde ich auch immer noch stark. Die hat allerdings schon etwas nachgelassen. Kann aber auch sein, dass ich letztens grad nur nicht in der richtigen Stimmung war und das Ding demnächst wieder völlig super finde.

Jedenfalls von mir zweimal. :dafuer:
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