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von Havoc » Freitag 24. Mai 2013, 17:45
Permanent Waves (1980)  Wie ich letztens hier schon mal erwähnt habe ist dieses Album nicht gerade mein Liebling. Schon den weltberühmten Hit-Opener „The Spirit Of Radio“ halte ich trotz seiner durchaus vorhandenen coolness für etwas überbewertet. Mit „Freewill“ folgt dann vielleicht der gelungenste Song des Albums. Denn alle weiteren Songs wirken auf mich etwas unausgegoren. Auch der 9minüter „Natural Science“ strahlt nicht die Magie der Longtracks der vorherigen Alben aus. Sowieso scheint sich der Stil auf diesem Album etwas geändert zu haben. Rush peilen hier erstmals ein wenig mehr den Mainstream an. Leider ist der neue Weg der Band aber noch nicht so ganz zu erkennen. Es handelt sich hier um eine Art „Übergangsalbum“. Trotz aller Kritik muss man auch hier sagen, dass das Album immer noch gut bis sehr gut ist. 8,5 / 10 Moving Pictures (1981)  Dieses war damals soweit ich weiß mein erstes Rush-Album. Warum? Weil eigentlich fast jeder mir eintrichterte, dass dieses DAS Rush-Werk überhaupt sei. Ich erinnere mich, dass ich das Album damals anfangs zwar auch ganz gut fand, dass es mich aber nicht vollends erwischte und ich somit nicht ganz nachvollziehen konnte, warum dieses Album überall als Klassiker abgefeiert wird. Heute, nach zig weiteren Durchläufen kann ich es aber verstehen. Jeder Song auf dem Album ist toll. Der Sound ist perfekt. Das Werk reißt einen wirklich von Anfang bis Ende wie aus einem Guss mit. Auch der obligatorische Epic „The Camera Eye“ ist wirklich magisch. Und „YYZ“ ist die Mutter aller Instrumentals. Das was Rush auf „Permanent Waves“ anstrebten und ankündigten wurde hier mehr als perfektioniert. Auch wenn das Album eigentlich trotz aller Magie nicht zwingend zu meinen persönlichen Lieblingsalben zählt kann ich hier nun wirklich nur die Höchstnote ziehen. 10 / 10 Signals (1982)  Hiermit ging es für Rush dann so wirklich erstmals in Richtung Mainstream. Es wurden Synthesizer eingesetzt, die Songs wurden kürzer und alles klang einfach mehr nach „Pop“ als je zuvor. Hört sich eigentlich nach Ausverkauf an. Aber das Teil ist trotzdem durch und durch Rush. Immer wieder blitzen verspielte Parts und variable Drums auf. Der Klang ist wie immer toll und die Songs machen einfach Spaß, auch wenn nicht alle den allerletzten Glanz ausstrahlen (Das gibt Abzüge!). Ein äußerst cooles Album welches durchaus zu meinen heimlichen Lieblingen gehört. Zudem enthält es mit „Subdivisions“ zumindest einen echten Bandhit, der auch live soweit ich weiß fast immer gespielt wird. 9,0 / 10 To be continued…
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von Havoc » Sonntag 26. Mai 2013, 15:05
Grace Under Pressure (1984) Der mit “Signals” beschrittene Weg wird weiter ausgereizt. Nur, dass hier irgendwie alles noch ein wenig besser zusammenpasst. Ich weiß selbst nicht genau warum, aber ab und an überschreitet das Album ganz leicht die Soft/Kitsch-Grenze, was bei mir einen halben Punkt Abzug mit sich bringt. Vielleicht liegt das auch nur am Albumcover? Wer weiß. Ansonsten ein wiedermal famoses Album das man bei guter Laune hören sollte. 9,5 / 10 Power Windows (1985) Müsste ich mich für nur ein einziges Rush-Album entscheiden. Es wäre es womöglich dieses. Songs wie „Marathon“, „Territories“, aber auch der ganze Rest strahlen auf mich eine Magie aus wie kaum eine andere Platte der drei Herren. Einzig der Opener „The Big Money“ fällt da leicht ab. Dafür kann ich aber nix abziehen. Dafür überstrahlt der Rest einfach zu heftig alles. Die Kitsch-Grenze wird hier im Gegensatz zum Vorgänger jedenfalls nie überschritten. Des Weiteren ist der Sound auch mal wieder megagenial. Was ein Album! 10/10 Hold Your Fire (1987) Hier wurden die Songs dann wieder etwas straffen, der Synthesizer wurde angeworfen wie wohl noch nie zuvor. Ja doch..es ist das bis dato poppigste Album. Dennoch kann ich absolut nicht verstehen, wie manche Fans anscheinend behaupten, dass es ab diesem Album mit der Band bergab ging. Völliger Blödsinn kann ich da nur sagen. Aus meiner Sicht handelt es sich hier um ein arg unterschätztes Superwerk, dass ähnlich wie „Signals“ zu meinen heimlichen Favoriten gehört. Unverzichtbares Album! Ach ja…und „Tai Shan“ ist ja wohl top. 9,5 / 10 Dieses „Magische Dreieck“ markiert vielleicht meine persönliche absolute „Lieblingsphase“ der Band. To Be continued… 
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von frankjaeger » Sonntag 26. Mai 2013, 15:26
Das kann ich verstehen - die drei sind wirklich super! Ich würde noch "Moving Pictures" dazunehmen, dann stimmt er - diese Phase der Band war die beste!
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von Jhonny » Sonntag 26. Mai 2013, 15:33
Auch meine Lieblingsphase, ebenso wie bei Frank muss aber noch Moving Pictures (mein absolutes Lieblingsalbum der Band) dazu.
Power Windows fängt für mich den perfekten Rush-Sound ein.
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von Havoc » Donnerstag 30. Mai 2013, 10:39
Presto (1989) Beim ersten Durchgang fand ich das Album damals total seltsam. Es blieb kaum was hängen. Das lag wohl auch am relativ schwachen Sound. Der Gesang ist hier meines Erachtens zu leise aufgenommen worden. Zudem fehlt etwas Druck. Es ist wohl das Album mit der schwächsten Produktion überhaupt. Die Songs sind aber teilweise wieder erste Sahne. Allen voran „The Pass“ und besonders „Anagram“ faszinieren mich immer wieder. Das Album enthält aber auch Songs die mich nicht richtig mitreißen. Letzten Endes eher ein etwas unrunderes Album mit leichten Schwächen. 8,5 / 10 Roll The Bones (1991) Auch dieses Album bewegt sich in ziemlich poppigem Fahrwasser. Hier geht es mir ähnlich wie mit dem Vorgänger. Nicht alle Songs begeistern mich zu hundert Prozent, aber mit z.B. „Bravado“ enthält das Album einen meiner Lieblingssongs der Band überhaupt. Die Produktion ist zudem wieder besser. Rush schaffen es hiermit weiterhin ein sehr hohes Niveau zu halten. Aber auch dieses Werk kann sicher nicht mehr ganz mit den Wundertüten der 80er Jahre mithalten. Und mit den Alben aus den 70ern kann man es eigentlich aufgrund der ganz anderen Machart gar nicht vergleichen. Notenmäßig ist das auch wirklich schwer abzubilden. Von daher heißt das jetzt nicht zwingend, dass ich z.B. "Caress Of Steel" besser finde, obwohl ich da einen halben Punkt mehr gezückt habe. 8,5 / 10 Counterparts (1993) Mit diesem Album wurde dann endlich nochmal etwas die Marschrichtung geändert. Alles klingt wieder deutlich mehr nach Rock als nach Pop. Die Produktion ist richtig fett. So wie man den Sound von den heutigen Rush-Alben gewohnt ist. Die Drums haben Punch, der Bass brummt! So muss das sein. Die Kompositionen sind insgesamt wieder einen Tick stärker als auf den beiden Vorgängern. Mit „Leave That Thing Alone“ ist seit längerem auch noch mal ein richtig starkes Instrumental an Bord. Und mit „Nobody´s Hero“ ist auch ein echter Hit mit drauf. Und ich mag die beiden Abschlusssongs „Cold Fire“ und „Everyday Glory“ sehr. Tolles Album! 9,0 / 10
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von Peter Kubaschk » Donnerstag 30. Mai 2013, 11:58
Ich finde nicht, dass "Counterparts" eine andere Marschrichtung einschlägt, sondern dass die Alben sehr nah beisammen sind. Ja, "Presto" hat - bis auf 'Red Tide' - vielleicht nicht die allergrößten Hits, aber "Roll The Bones" finde ich dank des Eröffnungstriples und 'Ghost Of A Chance' etwa auf einer Höhe mit meinem zweitliebsten RUSH-Werk "Counterparts", das mit 'Animate', 'Nobody's Hero' und 'Double Agent' drei der zehn besten RUSH-Songs beinhaltet. (na ja, vielleicht der besten 20...). Und stilistisch bilden sie eh "Sektor 4" ab.
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von Havoc » Donnerstag 30. Mai 2013, 12:55
Ist schon schwierig mit der Notenvergabe. Bei diesem Durchgang fand ich "Roll The Bones" irgendwie nicht so umwerfend wie einst schon mal. Kann gut sein, dass ich das Album demnächst auch wieder eher mit 9,0 bewerte. Ich finde allerdings schon, dass Counterparts deutlich rockiger ist und klingt.
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von Dr. Best » Donnerstag 30. Mai 2013, 13:18
Peter Kubaschk hat geschrieben:Ja, "Presto" hat - bis auf 'Red Tide' - vielleicht nicht die allergrößten Hits
So spontan aus der Hüfte, was im Kopf ist: Superconductor, Scars (!), Show don't tell, The Pass (!!!), Hand over fist... sind doch wundervolle, wenn auch etwas ruhige Melodiemonster von höchster Güteklasse, die sich tief festfräßen, wenn man sie lässt...Nein, doch, ja, schönes Album, das ich gerne mag 
Verbitterter Unruhestifter
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von Havoc » Donnerstag 30. Mai 2013, 13:34
Stimmt. Vor allem "Superconductor" finde ich auch total cool. Ich mag "Presto" auch wirklich sehr. Was sagt ihr denn zu meiner Kritik am Sound? Sehr ihr das auch so?
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von Jhonny » Donnerstag 30. Mai 2013, 22:25
Obwohl ich "Counterparts" noch mal sehr stark finde, ist die Phase ab "Presto" für mich schon etwas schwächer als alle Scheiben bis "Hold Your Fire". "Counterparts" würde es trotzdem nicht in meine Top 5 von Rush schaffen. Dafür sind mir die 80er und frühen 70er Alben einfach lieber (die Übergangsphase, die vielleicht den klassischsten Prog bildet, mag ich nicht ganz so gern).
Trotz allem: Auch "schwache" Rush-Alben bewegen sich im Bereich 8 bis 9 Punkte.
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