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Weekly PlaylistRe: Weekly PlaylistHach, war das jetzt ne schöne Abrundung.
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Re: Weekly PlaylistHahaha. Ich hatte den Rest noch gar nicht gelesen, sondern eher reflexartig geantwortet:)
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Weekly Playlist![]() NEUROSIS "Honor Found in Decay" → Seufz... Ach, Jungs. Ich liebe euch. Aber nächstes Mal bitte weniger Zeit und Kreativität bei euren fünftausend Nebenprojekten vergeuden und mehr Herzblut in eure Hauptband stecken! Anderthalb Jahrzehnte habt ihr mich mit jedem neuen Album überrascht und begeistert und nun werft ihr nach ewig langer Wartezeit so ein halbgares Teil auf den Markt. Schade. Review ist schon raus. Anhören: 'My Heart for Deliverance' ![]() ALL PIGS MUST DIE "God Is War" → Sogar Supergroups taugen hin und wieder was! Wer hätte das gedacht? Die meisten leben eher von ihren Namen. Aber was Mitglieder von CONVERGE, HOPE CONSPIRACY und THE RED CHORD hier abfackeln, ist die pure Aggression in 32 kurzweiligen Minuten. Die Scheibe braucht auch gar nicht länger zu sein. Oder origineller. Für originellere Klänge könnte ich die anderen Bands von Adam Wentworth oder Ben "Die Trommelhure des Hardcore" Koller hören. "God Is War" hingegen zeigt einfach nur, wie man einen etablierten Sound so verdammt abwechslungsreich, dreckig und tight spielt, dass man die Originale wie UNSANE, UNBROKEN oder INTEGRITY auch ruhig mal für eine Weile vergessen kann. Und demnächst kommt auch noch ein neues Album! Krieg sei Dank! Review kommt irgendwann die Tage. Anhören: 'Pulverization' ![]() ALICE IN CHAINS "Black Gives Way to Blue" → Schwankt zwischen nettem Middle-of-the-Road-Rock ohne nennenswerte Merkmale und angenehm staubigem Geriffe. Ist ja schön, dass die Platte überall Höchstnoten abgesahnt hat, aber für meine Ohren fehlt einigen Stücken doch das mitreißende Element und die flutschen dann ohne Eindruck zu hinterlassen durch die Gehörgänge. Die durchgängig drückende Produktion ist auch wenig hilfreich. Vielleicht bin ich kein Grunge-Typ? Andererseits mochte ich zumindest anno dazumal die "Bleach" von NIRVANA. Die mir übrigens fehlt, merke ich gerade... Ob ich die immer noch gut finden würde? Bestimmt schon 15 Jahre nicht mehr gehört Anyway, ich will nicht andeuten, dass "Black Gives Way" ein schlechtes Album wäre, aber offenbar bin ich für diesen Sound nicht ganz so empfänglich wie andere. Wobei es mich erstaunt, dass sogar Rüdiger diesem drögem Genöle etwas abzugewinnen vermag. Das ist doch so ziemlich genau das Gegenteil von "seiner" Musik.Anspieltipps kann ich mir wohl sparen, oder? Kennt ja jeder. Und wahrscheinlich gibt's auf Youtube eh nichts. Verdammter Mainstream! ![]() THE CHAMELEONS "Script of the Bridge" → Entwickelt sich so langsam zu einem meiner Lieblinge im Übergangsfeld von Post-Punk zu New Wave. Marc Burgess' Vocals sind eindringlich, jeder Song ist ein Hit und die zweistimmigen Gitarren flimmern und flirren eingängige und melancholische Melodeien. Gerade diese Gitarrenarbeit unterscheidet die Band von Kollegen wie JOY DIVISION, THE CURE, NEW ORDER der LOWLIFE. Anhören: 'A Person Isn't Safe Anywhere These Days' ![]() PURSON "The Circle and the Blue Door" → Ich musste erst einmal im Forum nachschlagen, warum ich mir das hier gekauft hatte. Zum einen servierte mir Klaus einen tollen Song beim Duell und zum anderen beschrieb Fabi andernorts die Musik mit äußerst schaftauglichen Worten. Lieblicher Psychedelic Folk Rock mit Ecken und Kanten, arabesker Orgelei, Blubberbass aus dem Jahre '71 und dem einen oder anderen Blues-Jam und/oder Hard-Rock-Riff. Von COMUS bis SHE KEEPS BEES, von JETHRO TULL bis COVEN. Japp. Mit Sängerin Rosalie Cunningham würde ich auch gerne mal bewusstseinserweiternde Substanzen zusammen einnehmen und herausfinden, ob sie eine 70er-Frisur trägt... Anhören: 'Spiderwood Farm' ![]() GAZA "No Absolutes in Human Suffering" → Ein alles zerstörender Hassbatzen in der Schnittmenge aus Crustcore, Sludge Doom, Mathcore, Black Metal und Grindcore. So als ob NAILS, DRAGGED INTO SUNLIGHT, DILLINGER ESCAPE PLAN, CORRUPTED, GRIEF, DEADGUY und EXTREME NOISE TERROR eine Party feiern. Mit Koks und toten Nutten. Ob die Nutten schon vorher tot waren, müsste Horatio Caine allerdings erst einmal aufklären. Hie und da gibt es auch eine zarte Prise melodischen Post-Metal à la JESU. So zur Auflockerung. Man kann ja nicht durchgehend 24 Stunden am Tag nur hassen, da verliert die totale Misanthropie ja an Wirkung. Sogar Hitler kümmerte sich nach all dem lästigen Papierkram zu so anstrengenden Belangen wie Genozid oder Krieg auch liebevoll um seine Blondie. Und Cartoon Network und das Internet lehrten mich, dass sowohl Gevatter Tod als auch Satan himself zwischen all ihren bösen Plänen gerne "My Little Pony" gucken und mit ihren Fluttershy-Plüschis kuscheln. Leuchtet eigentlich auch vollkommen ein, denn Fluttershy versteckt bestimmt hinter ihrer stillen Fassade grausige Abgründe und soziopathische Neigungen. Damit hätte Horatio Caine ja bereits die erste Tatverdächtige. Diese Erkenntnis nützt natürlich den toten Nutten herzlich wenig. Genauso wenig Blondie. "Mariiiiiaaa, you've gotta see her... go insane and outta your mii-hind..." *sing* Ächem. Möglicherweise bin ich irgendwo nach der dritten oder vierten Zeile vom Thema abgekommen ![]() Anhören: 'The Vipers' ![]() FURIA "Martwa Polska Jesień" → Auch unsere östlichen Nachbarn haben von den Norwegern gelernt und wissen ganz genau, wie man erhabene Riffs und Blastbeats kombiniert. Zusammen mit dem abwechslungsreichen Songwriting und dem interessanten Bass (!) ergibt das ein wirklich gelungenes Schwarzwurzel-Monument im alten Stil. Ein paar Parallelen zu den Landsmännern von MGŁA lassen sich durchaus erkennen in den schweren, treibenden Riffs, die sich vom typisch skandinavischen höhenlastigen Tremolo-Picking unterscheiden und dem Klangspektrum mehr Tiefe verleihen. Nur unterbrechen FURIA ihren nach vorne prügelnden Metal mit atmosphärischen und akustischen Momenten, während MGŁA sich mehr auf die hypnotische Repetition ihrer zweistimmigen Gitarren-Leads verlassen. Majestätische Melodien, gekonnte Geschwindigkeitswechsel, null Progressivität oder Avantgarde, eine geradezu tragische Atmosphäre und jede Menge fette Riffs machen den toten polnischen Herbst zu einem Leckerbissen für alle Freunde des guten alten Schwarzstahls in der Art von TAAKE. Brace yourselves, zima idzie! Anhören: 'Dzień Czarny, Noc Czarna' ![]() BLOOD RED SHOES "Box of Secrets" → Und kommen wir von Rosalie Cunningsham hypothetischem 70er-Pelz zu weniger verfänglichen Themen wie Laura-Mary Carters Kästchen voller Geheimnisse. Halt, das klingt auch irgendwie nicht richtig... Darf ich noch mal anfangen? Immer wieder beeindruckend, wie energetisch die Songs sind und wie Steve die Felle verhaut. Ein typischer Fall von "das WIE und nicht das WAS zählt" - denn für sich alleine hat Garagenrock noch kein Element, welches unbedingt für ihn spricht. Kombiniert ihn mit Esprit und Spielfreude, tollen zweistimmigen Pop-Melodien, rüpeligen, herrlich übersteuerten Riffs und treibendem, niemals langweiligem Schlagzeug und schon hat man einen Gewinner. Genug von der Musik geredet. Lieber zurück zur Misogynie: Ja, Laura, streife den Hals Deiner Gitarre hoch und runter, hoch und runter... rrrrrrr... *grunz* Anhören: 'Bring Me Down' ![]() MOTORPSYCHO "Heavy Metal Fruit" → Schwermetalle in Obst sind ein ernstes Gesundheitsproblem. Schräge Mischung aus knackigen Garagen-Rock-Riffs, psychedelischem Gewaber, progressiver 70er-Sinfonie und angejazzten Parts. Nicht so jazzig wie das in Kooperation entstandene Einhörnchen, aber durchaus bereits vorhanden. Naturverdrogte Gitarrenarbeit, die sich wabernd und schlängelnd, hypnotisch repetitiv um die Ohrmuscheln wickelt und dabei zwar immer an die 70er gemahnt, aber nie eindeutig von einer bestimmten Band inspiriert zu sein scheint. Man hat eher den generellen Ton des Jahrzehnts getroffen und ins neue Jahrtausend verfrachtet. Ausschweifende Instrumentallasagnen lassen einen in ferne, surreale Welten reisen und vor lauter akustischem Ganja ist mein Rauchmelder angesprungen. Grummelige Bratbartpassagen wiederum sorgen dafür, dass einem während der Reise nicht langweilig wird. Wer also so wie ich der Lady Amalthea etwas abgewinnen konnte, macht mit dem Schwermetallobst nichts falsch. Hoffentlich muss ich diese literarische Anspielung jetzt nicht auch noch erklären. Dafür bin ich nun unberechtigterweise viel zu stolz auf mich und den Einfall. Anhören: 'Starhammer' ![]() BLACK WIDOW "Sacrifice" → Wozu okkulten Retro-70er-Rock von Mittzwanzigern hören, wenn man die Originale des satanischen Flötenschlumpfs im Regal zu stehen hat? Praise Satan, smoke pot and enjoy free love, dudes! Anhören: 'Come to the Sabbat' ![]() SCOTT WALKER "Bish Bosch" → Ein wunderbarer Mindfuck unbeschreiblicher Klänge, welche die meisten Menschen nicht einmal als Musik ansehen würden. Mr. Engel braucht niemandem mehr etwas zu beweisen, singt immer noch wie ein junger Gott und komponiert abartige Klangcollagen wie der Leibhaftige persönlich. Düsterer als die meisten Black-Metal-Alben mit einer Experimentierfreude, die andere abgefuckte alte Säcke wie Lou Reed und David Tibet in den Schatten stellt. Ein vertonter David-Lynch-Film. Mit Gastbeiträgen von David Cronenberg. "Eraserhead" meets "Naked Lunch". Ja, doch, das wäre eine treffende Beschreibung für dieses Album. Findet noch jemand, dass diese beiden Davids mal zusammen einen Film machen sollten? Zugegeben, er wäre wahrscheinlich total abartig, absolut unverständlich, völlig unzusammenhängend und in 107 Ländern verboten. Aber interessant. Und der Soundtrack ist bereits fertig! Anhören: 'SDSS1416+13b (Zercon, a Flagpole Sitter)' ![]() ÆVANGELIST "De Masticatione Mortuorum in Tumulis" → Weird-Ass What-The-Fuck Industrial Space Death Metal in einer surrealen, himmellosen Welt voller biomechanischer Metalltentakelgenitalien. Die Gitarren werden gespielt von Hans Ruedi Giger und Howard Phillips Lovecraft, das Keyboard von Luis Buñuel, Shub-Niggurath singt für ihre Verhältnisse recht liebreizend, für den Bass zeichnet sich Salvador Dalí verantwortlich. Am Schlagzeug aus menschlichen Knochen sitzt Yog-Sothoth. Regnet es schon es wieder zwölfdimensionales Sternenfleisch in den ewigen Nebelkatakomben? Anhören: 'The Longevity of Second Death' ![]() KIMBRA "Vows" → Soul mit Seele. Luftig, samtweich, loungig. Mir leider fällt gerade keine sexistische Bemerkung für Fräulein Kimbra ein, mit der ich diesen Kommentar abrunden könnte. Der Kaffee wirkt noch nicht. Jetzt muss ich mich wohl einzig und allein auf die Musik konzentrieren. Und die ist für sich allein schon sexy genug. Anhören: 'Come Into My Head' ![]() BLACK SABBATH "13" → Eigentlich hatte ich bereits hierzu etwas geschrieben und schwupp-di-wupp wollte jemand meine professionelle Meinung für die Gruppentherapie und nun habe nichts mehr für den Kommentar übrig und weiß nicht, wozu ich diese Zeilen hier tippe. Was soll ich jetzt also sonst mit der angefangenen Zeit tun?! Hm? Häh? Was sagst Du da, blinkendes Werbebanner? Wie war das? Attraktive 26jährige Vietnamesinnen sind jetzt in diesem Augenblick online und wollen unbedingt mit mir chatten? Na gut, damit wäre doch der Tag gerettet. Und andere Leute schimpfen über Dich, liebes Werbebanner. Dabei tust Du doch nur Deinen Job.
Re: Weekly PlaylistDanke für deine herrlichen Schaf-Beschreibungen in deiner Weekly Playlist
.Dan Schwermetallfrüchtchen sollte auch irgendwann mal in meiner Sammlung landen. Scotty W. läuft gerade. Der Gesang erinnert mich auf den oberflächlichen Hör mit Laptopboxen etwas an die deutschen Retroprogger NOEKK. Kennste die? Könnten eventuell vielleicht schafig sein, aber wann was schafig ist und wann nicht ist immer noch ein großes Rätsel für mich . Ach, ja, der Scotty W. taugt mir. Muss ich mal etwas seriöser checken, nur wann? Hmm... Da ich ja jetzt gleich nach Berlin fahre, kann ich nur noch einen checken. BLACK WIDOW hat mir ja Nils schon empfohlen. Das komische Blautier braucht aber erstmal alle jungspundigen Kopien aus Schweden bevor es sich um die Originale kümmern kann/will. Also PURSON. Holla! Ist genau das, was mich aktuell am allermeisten fängt. Aus 71 ist das? Herrlicher Sound, selbst auf dem Laptop. Super Tip. Auf die Extremmetal-Sachen verzichte ich aber lieber, das schreckt mich ja schon beim Lesen ab... . Oh fuck ich muss mich fertig machen...Realer Name: Thomas Becker
Re: Weekly Playlist
Jau, die ist sehr stark.
Re: Weekly Playlist
Noch so eine 2012er, die ich unbedingt brauche. Beste Beschreibung, die ich bisher dazu gelesen habe. ![]()
Re: Weekly PlaylistRIVERSIDE - Shrine Of New Generation Slaves
- Das Album ist noch ein kleinwenig gewachsen und ich bin letzten Endes auch zufrieden damit. Aber ich bleibe dabei, dass es nicht der erhoffte Überkracher geworden ist. Dazu fehlt es dem Album an irgendwas. Pfeffer, Salz, Maggie? Keine Ahnung. MASTODON - The Hunter - Dieses Album hat sich ganz klar zu meinem meistgehörten Werk der Herren gemausert. Die Songs sind deutlich straffer als auf den anderen Alben und machen einfach Spaß. Entgegen der teilweise deutlichen Kritik beim Release finde ich das Werk wirklich mehr als gelungen. ...ansonsten lief zuletzt eigentlich überwiegend nur RUSH...siehe Thread! ![]()
Re: Weekly PlaylistKauf sie Dir gefälligst, verdammtnochma! Und wenn Du sie dann scheiße findest, schick sie mir, ich kauf sie Dir ab und verschenke sie an jemanden mit Geschmack. Du hörst kaputten Black Metal, da kannst Du auch kaputten Grunge hören. Die ist schnörkellos karg und raw as fuck!! Die müsste demnach was für meinen Kumpel Alex sein, der zwar auch hier im Forum angemeldet ist, aber eh so gut wie nie reinschaut. Also kann ich ja schon mal verraten, dass er sie möglicherweise dieses Jahr noch zum Geburtstag kriegt. Hehehe. Findest Du sowas etwa subtil? Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Weekly PlaylistDermaßen subtil, dass mir das nicht einmal selbst auffiel. Ich kann nichts dafür, dass der Song so heißt und mir zudem auch noch gut gefällt. An was für Schweinereien Du wiederum denkst... tz, tz, tz.
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