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von Dr. Best » Samstag 8. Juni 2013, 15:52
Auch wenn du die einzig richtige Herangehensweise an das Album beschreibst kommen wir da nicht wirklich auf einen gemeinsamen Nenner. Für klingt es eben gerade berechnend, nüchtern und (negativ) spaßbefreit, ohne Feuer. Und gerade das finde ich letztlich einfach schade.
Als Referenz kann man etwa die letzte DEEP PURPLE anlegen: auch alte Herren, auch lange dabei, aber mit immer wieder tollen Platten. Sicher: auch da erwartet niemand mehr ein Machine Head, aber trotzdem sind die Alben immer hörenswert und gut. Oder eben die HEAVEN & HELL. Die hat mir persönlich nicht übermäßig gefallen, ist aber objektiv richtig gut.
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von Eike » Samstag 8. Juni 2013, 16:03
DEEP PURPLE sollen ja auch live noch immer wirklich gut sein. Bei Ozzy hätte ich da meine Zweifel...
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von Nils Macher » Samstag 8. Juni 2013, 17:28
Eike hat geschrieben:DEEP PURPLE sollen ja auch live noch immer wirklich gut sein. Bei Ozzy hätte ich da meine Zweifel...
Nö, genau anders herum. Ozzy Wacken 2011: göttlich Ian Gillan letztes Jahr: grausig.
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von Nils Macher » Samstag 8. Juni 2013, 17:29
Dr. Best hat geschrieben:Oder eben die HEAVEN & HELL. Die hat mir persönlich nicht übermäßig gefallen, ist aber objektiv richtig gut.
Musik ist objektiv richtig gut?  Also sehr ich dieses Album mag, aber wo gibt es da plötzlich mehr als intersubjektive Übereinstimmung, dass es gelungen ist?
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von Chavo89 » Sonntag 9. Juni 2013, 02:40
Nils Macher hat geschrieben:Eike hat geschrieben:DEEP PURPLE sollen ja auch live noch immer wirklich gut sein. Bei Ozzy hätte ich da meine Zweifel...
Nö, genau anders herum. Ozzy Wacken 2011: göttlich 
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von Dr. Best » Sonntag 9. Juni 2013, 14:49
Nils Macher hat geschrieben:Dr. Best hat geschrieben:Oder eben die HEAVEN & HELL. Die hat mir persönlich nicht übermäßig gefallen, ist aber objektiv richtig gut.
Musik ist objektiv richtig gut?  Also sehr ich dieses Album mag, aber wo gibt es da plötzlich mehr als intersubjektive Übereinstimmung, dass es gelungen ist?  Ich bin mir jetzt nicht sicher, worauf du hinaus möchtest. Darauf, warum ich sagen kann, dass "The Devil You Know" gut ist, wenn es mir nicht gefällt?
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von Dr. Best » Montag 10. Juni 2013, 19:10
Dr. Best hat geschrieben:Nils Macher hat geschrieben:Dr. Best hat geschrieben:Oder eben die HEAVEN & HELL. Die hat mir persönlich nicht übermäßig gefallen, ist aber objektiv richtig gut.
Musik ist objektiv richtig gut?  Also sehr ich dieses Album mag, aber wo gibt es da plötzlich mehr als intersubjektive Übereinstimmung, dass es gelungen ist?  Ich bin mir jetzt nicht sicher, worauf du hinaus möchtest. Darauf, warum ich sagen kann, dass "The Devil You Know" gut ist, wenn es mir nicht gefällt?
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du es meinst, wie ich oben frage. Das kann man mit einer Gegenfrage beantworten: Warum sollte man nicht anerkennen können, dass ein Album Qualitativ gut ist, auch wenn es nicht dem eigenen Geschmack entspricht? Ich habe lange überhaupt nix mit Thrash oder Death Metal anfangen können. Dennoch hätte ich nie behauptet, Slayer wäre Schrott, wäre doch auch vollkommener Quark Auf TDKY heißt das: sicher mag das alles Hand und Fuß haben, aber es ist nicht der Sound, der mich zum Abgehen bewegt, der mich berührt. Für mich hat das Album nach meiner Erinnerung 2, 3 tolle Lieder, fertig. Den Rest hätte man straffen und kürzen müssen, dann würde ich von einem Gottalbum reden.
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von Rüdiger Stehle » Montag 10. Juni 2013, 19:18
Nachdem ich übers Wochenende leider extrem wenig Zeit hatte, gibt's nun auch von mir die ersten Eindrücke zu "13", und ich muss schon sagen, dass ich die doch arg gebremste Euphorie von Jesus, Azmodes und Dr. Best sowie die Begründungen dazu durchaus verstehen kann, aber das, was letztlich bei mir ankommt ist dann doch etwas ganz anderes und tendiert in eine ähnliche Richtung wie das, was ich von Nils, Martin und Drumtier lese.
Es wird Black Sabbath also in etwa vorgeworfen, zu sehr bei sich selbst zu klauen und damit an die falsche Phase der originalen Ozzy-Ära anzuknüpfen. Die Frage, die sich mir da stellt, ist, was die Band denn sonst tun soll? Das Comeback des Dio-Line-ups hat doch auch nichts anderes getan. Ich möchte wissen, wie wir alle reagiert hätten, wenn "13" die konsequente Fortsetzung von "Technical Ecstasy" oder "Never Say Die" geworden wäre.
Im Endeffekt hat die Band genau das gemacht, was auch Judas Priest mit "Angel Of Retribution" gemacht hat, als Rob Halford zurück gekehrt ist: Man hat sich stilistisch an die Alben und Songs angelehnt, welche bei den Fans das höchste Ansehen genießen, und hat 10-12 neue Songs eingespielt, welche möglichst nahe heran kommen, an das, was die Fans in der Wahrnehmung der Band hören wollen.
Das ist in beiden Fällen natürlich eine relativ kalkulierte Sache, weshalb ich den Ansatzpunkt der Sache gut verstehe, aber andererseits kann man doch nicht ernsthaft eine andere Herangehensweise erwartet haben, oder?
Außerdem finde ich trotz gelegentlicher offensichtlicher Zitate und unverkennbarer Stilelemente, dass nun wirklich kein einziger Song in einem Maße abgekupfert klingt, welches das Maß übersteigen würde, in dem so ziemlich jede langjährig etablierte Größe von sich selbst abkupfert.
Mir gefällt das Ding ganz ausgezeichnet, die Songs bleiben hängen, der Sound ist sehr fein, Ozzy klingt für mich ganz und gar nicht so abgehalftert wie er vermutlich ist, und über Iommi/Butler werde ich sicherlich nichts Böses sagen. Beim Trommeln höre ich die Feinheiten leider nicht so gut heraus, so dass ich jetzt nicht beurteilen kann, ob Bill Ward die Sache nochmals aufgewertet hätte.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Dr. Best » Montag 10. Juni 2013, 21:41
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Im Endeffekt hat die Band genau das gemacht, was auch Judas Priest mit "Angel Of Retribution" gemacht hat, als Rob Halford zurück gekehrt ist.
Gutes Beispiel: vielleicht was exakt das der Fehler, den Engel hab ich damals im Laden mit zitternden Fingern probegehört und bis heute nicht gekauft. Mir sind vor lauter Langeweile bestimmt die Zehen abgefroren, die Martin bei Jex Thoth verloren hat. Ich halte den Sabs zu Gute, sich deutlich besser als PRIEST geschlagen zu haben. Rüdiger Stehle hat geschrieben:Das Comeback des Dio-Line-ups hat doch auch nichts anderes getan.
Das ist in beiden Fällen natürlich eine relativ kalkulierte Sache, weshalb ich den Ansatzpunkt der Sache gut verstehe, aber andererseits kann man doch nicht ernsthaft eine andere Herangehensweise erwartet haben, oder?
Das ist einer der Punkte für mich. Im Gegensatz zu RUSH, MOTÖRHEAD, HEEP, PURPLE, ZZ TOP klingt das hier furchtbar kalkuliert und seelenlos. Da liegt auch der Unterschied zur HEAVEN & HELL: die klang nach 4 Typen, die auch Bock auf das haben, was sie tun und das fokussiert und mit Schmackes eingezimmert haben.
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von Nils Macher » Montag 10. Juni 2013, 21:43
Also ich finde "13" im Bandkontext besser als "Clockwork Angels".
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