Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 17. Juli 2013, 17:36

Christian Schwarzer hat geschrieben:Selbiger ist Bandkopf von OFERMOD, welche mit fug und recht als Begründer angesehen werden können, da sie den Begriff als erste verwendeten.

Ich schicke Mal die Herren DISIPLIN ins Rennen, welche sich auch schon recht lange als orthodoxe Teufelsanbeter präsentieren:
http://www.youtube.com/watch?v=0W_BqjXE8kc
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Mittwoch 17. Juli 2013, 17:39

Mir ging es nicht so sehr um eine weitere Einsortierung, aber "The Wild Hunt" ist so ziemlich die Essenz von dem, was Black Metal für mich derzeit ausmacht. Die letzten Auswüchse GORGOROTHs und MAYHEMs sind ja auch schon einige Jahre her und gerade bei letzteren ging es doch eher in die Avantgarde-Richtung. Mit "orthodox" wollte ich vielmehr ausdrücken, dass WATAIN näher am Kern des Black Metal ist als so manch andere Band und diesen Stil absolut perfektioniert hat.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jesus » Mittwoch 17. Juli 2013, 18:15

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Also ich halte Watain ja durchaus in allen Ehren, aber dass sie aktuell die (auch noch mit Abstand) beste Black-Metal-Band seien, will ich so nicht unterschreiben.


Lass doch Nils seine Meinung. Ich würde jetzt dem auch nicht vorbehaltlos zustimmen wollen, aber mir fiele auch keine Band in irgendeinem Genre ein, die ich als die beste ihres Fachs bezeichnen möchte. So viel und so gern ich Black Metal höre, so ungern möchte ich nur eine einzige Band auf einen nichtexistenten Thron hieven. Es reicht schon, wenn es affige Prätendenten auf den nichtexistenten Thron des ebenso nichtexistenten Genres "True Metal" gibt.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und die Definitionsversuche zum "orthodoxen" Black Metal, die mir hier bisher so begegnet sind, finde ich doch eher erheiternd, sorry.


Warum "sorry"? Es ist doch in der Tat sehr amüsant, wie aus vagen ideologischen und ästhetischen Fetzen hier versucht wird, eine Art Szene zu stricken, deren Bands untereinander nicht allzu viel gemein haben. Fast so wie der "Black Metal" der 80er bestehend aus "Welcome to Hell", "Melissa" und "Show No Mercy" usw.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Die MARDUK-Jungs können nicht lesen und sind deshalb nicht orthodox? Come on... wenn ich mir MARDUK-Booklets so anschaue, dann hat Mogge so ziemlich jedes Buch über den zweiten Weltkrieg und über Vlad Tepes und Elizabeth Báthory gelesen, das er bekommen konnte.


Den Spruch hast Du ernst genommen? Unabhängig davon, wie häufig Håkansson Bücher liest, WK2-Thematik und rumänische Kriegsherren und Schlampen haben jetzt so oder so nichts mit "orthodox" zu tun. Bücher über den Patriarchen von Konstantinopel dagegen...

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Orthodoxer Black Metal also Black Metal von chaosgnostischen MLO-Sympathisanten, oder nur, wenn er von eingetragenen Mitgliedern des MLO stammt?


Nein. Orthodox Black Metal fasst eine Gruppe von ästhetisch und ideologisch ähnlichen Bands zusammen, die einfach dem Vorbild von OFERMODs "Mystérion Tés Anomias" und DEATHSPELL OMEGAs "Si Monumentum Requires, Circumspice" folgen. Mehr oder weniger. Ebenso wie True Metal ist das ein vager Begriff, mit dem sich Fans abzugrenzen versuchen. Und wenn sich Fans in einer Szene, die sowieso schon für ihre inhärente Trveness bekannt ist, sich noch eben von dieser abgrenzen wollen, entstehen halt unweigerlich sehr amüsante Resultate. Keine Band, die bei http://www.lastfm.de/tag/orthodox%20black%20metal verzeichnet ist, bezeichnet sich selbst als orthodox.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Da hat ja die Schublade "Kaskadischer Black Metal" noch etwas mehr Substanz.


Hat sie in der Tat. Bei "kaskadisch" weiß man wenigstens schon vorher, wie die Band ungefähr klingt. Bei "orthodox" weiß man im vornherein nur, dass einen viel Text und viele aus diversen Mythologien entlehnte Symbole im Booklet erwarten. Und die Band wenig Humor hat.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ist SATAN'S HOST orthodoxer Black Metal? Oder DEMONCY? ACHERON? Die ganzen LaVey-Anbeter der USBM-Szene?


Nein. Nein. Nein. Eventuell, kommt drauf an. Wenn man es sieht, weiß man es 8-)

So, sind wir jetzt alle schlauer? Und trver?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Christian Schwarzer » Mittwoch 17. Juli 2013, 18:17

Rüdiger hat geschrieben:Also ich halte Watain ja durchaus in allen Ehren, aber dass sie aktuell die (auch noch mit Abstand) beste Black-Metal-Band seien, will ich so nicht unterschreiben. Dazu liegt mir dann doch Material wie die jeweils aktuellen Scheiben von TAAKE, ISVIND, GORGOROTH oder auch MAYHEM zu sehr am Herzen.

Nunja, das ist ja glücklicherweise einfach Geschmackssache. :)

Wenn die Schubladisierung als "orthodox" nur dazu dienen soll, WATAIN als beste Band ihres eigenen Genres zu präsentieren, dann gut, meinetwegen. Aber das ist dann doch relativ substanzlos, oder?

Nö, das hat ja auch niemand. Ich für meinen Teil habe vielmehr gesagt, dass wenn dann auf diesem Sektor noch einige Bands sind, die ich als auf dem gleichen Level befindlich betrachte. Zumal die Schublade älter als WATAIN ist.

Die MARDUK-Jungs können nicht lesen und sind deshalb nicht orthodox? Come on... wenn ich mir MARDUK-Booklets so anschaue, dann hat Mogge so ziemlich jedes Buch über den zweiten Weltkrieg und über Vlad Tepes und Elizabeth Báthory gelesen, das er bekommen konnte.

Das die MARDUK-Jungs nicht lesen können, war ja nur scherzhafte Polemik, ich sehe für meinen Teil aber schon einen signifikanten qualitativen Unterschied zwischen 'Babtism By Fire' und 'This Fleshly Void'. Vielleicht hätte man eher sagen sollen, dass sie mit Mortuus jetzt jemanden haben, der schreiben kann.

Und die Definitionsversuche zum "orthodoxen" Black Metal, die mir hier bisher so begegnet sind, finde ich doch eher erheiternd, sorry. (...) Ist Orthodoxer Black Metal also Black Metal von chaosgnostischen MLO-Sympathisanten, oder nur, wenn er von eingetragenen Mitgliedern des MLO stammt?

Kurz gesagt: Ja. Länger: Inhaltlich sind orthodoxe BM-Bands Bands, welche religiösen Satanismus propagieren. Und zwar nicht einen, welcher diesseitige Freuden vor allem im Blick hat, sondern Todesverehrung im Zentrum steht, was zuförderst auf einer gnostischen Weltsicht beruht. Das überschneidet sich, zufällig oder nicht, eben gut mit dem Programm des MLO/TotBL. wobei OFERMOD z.B. keineswegs dort Mitglieder sind. Genau genommen viele mir auch keine Band ein, außer DISSECTION damals und WATAIN sowie ARCKANUM, aber beide stehen dem Orden nur nahe und sind nicht involviert, soweit ich weis.

Ist SATAN'S HOST orthodoxer Black Metal? Oder DEMONCY? ACHERON? Die ganzen LaVey-Anbeter der USBM-Szene

Zu den ersten drei kann ich nichts sagen (ich kenne nur ACHERONTAS, die sind indeed orthodoxer Black Metal). Die "ganzen LaVey-Anbeter" sind selbstredend keiner, da sie weder religiösen Satanismus vertreten noch sonst irgendwie obigen Inhalten nahestehen, ganz im Gegenteil.

Da hat ja die Schublade "Kaskadischer Black Metal" noch etwas mehr Substanz.

Nö. Mag sein, dass es in beiden Subsubsub...Szenen ähnlich viele (wenige) Bands gibt, dann akzeptier ich auch "Cascadian Black Metal". Als diese Diskussion damals aufkam, war mir nicht einmal bewusst, dass es mehr als eine, vielleicht zwei Bands gibt, die diesen Begriff für sich benutzen.

Ich hat geschrieben:Selbiger ist Bandkopf von OFERMOD, welche mit fug und recht als Begründer angesehen werden können, da sie den Begriff als erste verwendeten.
Ich schicke Mal den Herren DISIPLIN ins Rennen, welche sich auch schon recht lange als orthodoxe Teufelsanbeter präsentieren:

Aber nicht länger als OFERMOD, welche den Begriff schon ´97 auf der "Mystérion Tés Anomias" verwendet haben. Im Übrigen kann man das (zumindest nach kurzem drüberschaun) mMn. schon zu orthodoxem BM stecken, zumal der Herr 2005 bei DISSECTION Bass spielte. Wie ich schon sagte, es ist ganz interessant sich mal die ganzen Querverbindungen unter den Bands anzuschauen.

SHINING steht dem Sektor übrigens auch sehr, sehr nahe, ohne dass das besonders bemerkt wird, fällt mir grad noch so ein.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Christian Schwarzer » Mittwoch 17. Juli 2013, 18:20

[quote"Evil Messiah Of The Misanthrophic Sheeplegions Of The Black Light]So, sind wir jetzt alle schlauer? Und trver?[/quote]
Ja. 8-) :weihraucher:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Mittwoch 17. Juli 2013, 18:23

Jesus hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Da hat ja die Schublade "Kaskadischer Black Metal" noch etwas mehr Substanz.


Hat sie in der Tat. Bei "kaskadisch" weiß man wenigstens schon vorher, wie die Band ungefähr klingt. Bei "orthodox" weiß man im vornherein nur, dass einen viel Text und viele aus diversen Mythologien entlehnte Symbole im Booklet erwarten. Und die Band wenig Humor hat.


So, sind wir jetzt alle schlauer? Und trver?


Es ging ja auch eigentlich nicht um die Substanz des Begriffs "orthodox", sondern um den spontanen Versuch, das Feld "Black Metal Bands" zumindest etwas einzugrenzen. Macht ja keinen Sinn, WITTR, ENDSTILLE, THRÄNENKIND, DARKTHRONE und WATAIN in einen Topf zu werfen.

Also: von allen Bands, die ähnliche klangästhetische Vorstellungen von Black Metal haben, ist WATAIN die für meinen Geschmack beste praktizierende. :P
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jesus » Mittwoch 17. Juli 2013, 18:25

Du willst also ausdrücken, dass von allen Bands, die wie WATAIN klingen, WATAIN die beste ist? :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Mittwoch 17. Juli 2013, 18:27

Verdammt, ich wußte, einer merkt es :P
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 17. Juli 2013, 20:48

Jesus hat geschrieben:Lass doch Nils seine Meinung. Ich würde jetzt dem auch nicht vorbehaltlos zustimmen wollen, aber mir fiele auch keine Band in irgendeinem Genre ein, die ich als die beste ihres Fachs bezeichnen möchte. So viel und so gern ich Black Metal höre, so ungern möchte ich nur eine einzige Band auf einen nichtexistenten Thron hieven. Es reicht schon, wenn es affige Prätendenten auf den nichtexistenten Thron des ebenso nichtexistenten Genres "True Metal" gibt.

Ich zitiere mal mich selbst zu "Lawless Darkness":

"Der schwedische Black Metal ist um ein Meisterwerk reicher, das diese Band unsterblich machen wird. 10 Punkte"

Von daher bin ich wirklich der Letzte, der Nils seine Meinung nicht lassen würde. Jeder hat seine Faves und die dürfen gerne auch WATAIN heißen, auch wenn die nicht aus Norwegen kommen. Was mich zum "Widerspruch" bewogen hat, war im Wesentlichen diese massive Alleinstellung ("mit großem Abstand die beste praktizierende Band") und zum anderen eben auch dieses zusätzliche Abheben auf diese "orthodoxe" Clique. Das auch insbesondere, weil es von Nils kommt, der ja eine sehr breite schwarzmetallische Basis hat. Würden jetzt Peter oder Frank das sagen, dass das mit Abstand die beste praktizierende BM-Band ist, dann wäre das ähnlich bedeutsam, wie wenn ich das selber über DANTE im Prog sage. Aber wenn ein erklärter BM-Fan eine so weitreichende Aussage trifft, will ich schon genau wissen, wie er das jetzt definiert und was gemeint ist. Ansonsten stimme ich deiner Aussage voll zu, meist gibt es viel zu viele tolle Bands pro Genre, um die eine oder die andere als "die beste" zu bezeichnen, es sei denn aus rein emotionalen Gründen.

Warum "sorry"? Es ist doch in der Tat sehr amüsant, wie aus vagen ideologischen und ästhetischen Fetzen hier versucht wird, eine Art Szene zu stricken, deren Bands untereinander nicht allzu viel gemein haben. Fast so wie der "Black Metal" der 80er bestehend aus "Welcome to Hell", "Melissa" und "Show No Mercy" usw.

Eben.

Den Spruch hast Du ernst genommen? Unabhängig davon, wie häufig Håkansson Bücher liest, WK2-Thematik und rumänische Kriegsherren und Schlampen haben jetzt so oder so nichts mit "orthodox" zu tun. Bücher über den Patriarchen von Konstantinopel dagegen...

Da hast du Recht. Den Spruch habe ich nicht unbedingt ernst genommen, aber ich dachte, dass es vielleicht ganz gut ist, wenn jemand MARDUK in ein besseres Licht rückt, da es gerade den Anschein zu haben schien, als würden wir uns in eine Richtung MARDUK-Bashing bewegen. Die Band hat - vor allem mit "Those Of The Unlight" und "Opus Nocturne" - schwarzmetallische Meilensteine gemacht, bevor die "orthodoxe Szene" erwacht ist, daher wollte ich einfach ein bisschen Respekt für die Band einfordern, die nicht nur deshalb wichtig und groß ist, weil sie jetzt einen Chaosgnostiker an Bord hat, sondern weil sie der Szene seit 20 Jahren ihren Stempel aufgedrückt hat. Eulen nach Athen, ich weiß, aber es war mir ein Anliegen.
;-)

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Orthodoxer Black Metal also Black Metal von chaosgnostischen MLO-Sympathisanten, oder nur, wenn er von eingetragenen Mitgliedern des MLO stammt?

Nein. Orthodox Black Metal fasst eine Gruppe von ästhetisch und ideologisch ähnlichen Bands zusammen, die einfach dem Vorbild von OFERMODs "Mystérion Tés Anomias" und DEATHSPELL OMEGAs "Si Monumentum Requires, Circumspice" folgen. Mehr oder weniger. Ebenso wie True Metal ist das ein vager Begriff, mit dem sich Fans abzugrenzen versuchen. Und wenn sich Fans in einer Szene, die sowieso schon für ihre inhärente Trveness bekannt ist, sich noch eben von dieser abgrenzen wollen, entstehen halt unweigerlich sehr amüsante Resultate. Keine Band, die bei http://www.lastfm.de/tag/orthodox%20black%20metal verzeichnet ist, bezeichnet sich selbst als orthodox.

Ja, das ist im Endeffekt mein Punkt. Gibt es überhaupt einen orthodoxen Satanismus? Die Crowley/LaVey/MLO etc...-Richtungen sind ja seit jeher eher umstritten und auch zerstritten, so dass ich mal vermuten würde, dass sich in allen Ecken Leute finden würden, die ihre eigene Auffassung von Satanismus für "orthodox" (im Sinne von "rechtgläubig") halten würden. Christian sieht das ja in dem Punkt deutlich anders als du und hält die MLO/Chaosgnostik-Verbindung für entscheidend, um der OBM-Definition zu unterfallen.


Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ist SATAN'S HOST orthodoxer Black Metal? Oder DEMONCY? ACHERON? Die ganzen LaVey-Anbeter der USBM-Szene?

Nein. Nein. Nein. Eventuell, kommt drauf an. Wenn man es sieht, weiß man es 8-)

Diese Frage ist jetzt auch eher rhetorischer Art gewesen, denn ich denke auch, dass ich die Zuordnung zur "Orthodoxie" treffen könnte, wenn ich ein entsprechendes Album in die Finger bekäme. Andererseits finde ich bei allen genannten Bands eben in den Texten teils sehr deutliche inhaltliche Bezugnahmen auf satanistische Theoretiker und Okkultisten, die eben über das "SATAN!"-Brüllen hinaus gehen und auf eine literarische Auseinandersetzung mit dem Satanismus schließen lassen. Allerdings nicht auf eine chaos-gnostische Bezugnahme. Daher auch die Frage nach der Abgrenzung.



Ach ja, am Rande: Die neue WATAIN ist für mich nochmal deutlich mehr klassischer Metal als es schon der Vorgänger war. "They Rode On" könnte phasenweise fast schon von PAGAN ALTAR sein. (EDIT: Und so extrem starke BATHORY-Einflüsse hatte die Band auch noch nie.)

Nach dem ersten Höreindruck insgesamt ein grandioses Album, das vermutlich nicht wesentlich oder überhaupt nicht schlechter abschneiden wird als der Vorgänger.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jesus » Mittwoch 17. Juli 2013, 21:16

Na toll, jetzt machen mir hier alle dicke Eier wegen der neuen WATAIN und kein einziger schickt mir 'ne PN mit MP3s oder wenigstens einer Bestätigung, dass eine Kopie von "The Wild Hunt" per Post auf dem Weg zu mir ist. Ihr seid allesamt ganz furchtbar schlechte Menschen und solltet euch schämen. So. Da habt ihr's. Jetzt habe ich es euch so richtig gegeben.
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