SW 2013: Raccoon in Paradise

Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz

Re: SW 2013: Raccoon in Paradise

Beitragvon 123_7 » Freitag 26. Juli 2013, 17:14

Gut, ich glaube ich bin auch einer der offensichtlichen Wichtelpartner, da mein Geschmack etwas vom Forumskonsens abweicht. Deswegen hab ich's einfach mal mit dreister Lüge versucht zu kaschieren ;-)

Freu mich, dass es weitergehen wird. Hatte schon Angst, dass du ihn so fürchterlich fandest, sodass du das Forum fluchtartig verlassen hast :-)

Und ich hab die Tracklist nicht mehr... wird also für mich auch spannend zu erraten, welcher Song nun genau darauf gelandet ist :-D
Benutzeravatar
123_7
Metalhead
 
Beiträge: 3401
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 11:26

Re: SW 2013: Raccoon in Paradise

Beitragvon 123_7 » Freitag 26. Juli 2013, 17:23

Ich kann ja für das bestehende Tipps geben:

1. Ein Amerikaner, den man vielleicht durch sein Mitwirken an einer dänischen Band kennen könnte.
2. Ultrarohes Ami-Geblackdresche. Am Songtitel und Albumnamen merkt man, dass eine gewisse Aversion gegen Vögel gehegt wird.
3. Ebenfalls Amerikaner, auch wenn der Bandname eine andere Herkunft suggeriert. Instrumental. Und gar nicht mal so stark im Forum vertreten. Dabei machen die richtig guten Post-Rock. Und zwar richtig rockig.
Zuletzt geändert von 123_7 am Freitag 26. Juli 2013, 17:26, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
123_7
Metalhead
 
Beiträge: 3401
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 11:26

Re: SW 2013: Raccoon in Paradise

Beitragvon Jesus » Freitag 26. Juli 2013, 17:26

123_7 hat geschrieben:2. Ultrarohes Ami-Geblackdresche. Am Songtitel und Albumnamen merkt man, dass sie keine Vögel mögen.


COBALT mit 'Blood Eagle Sacrifice'?
Benutzeravatar
Jesus
Super-Duper-Mega-Ober Metaller
 
Beiträge: 10890
Registriert: Dienstag 9. Februar 2010, 13:20
Wohnort: Das Herz Preußens

Re: SW 2013: Raccoon in Paradise

Beitragvon 123_7 » Freitag 26. Juli 2013, 17:30

Ja, das hätte mich enttäuscht, wenn du das nicht gelöst hättest :-) Hach, diese herrlich kompromisslose Lärmwand. Da geht mir das Herz auf.

1. ---
2. COBALT Blood Eagle Sacrifice
3. ---
4. ---
5. ---
6. ---
7. ---
8. ---
9. ---
10. ---
11. ---

Es waren doch 11 Tracks, oder?
Benutzeravatar
123_7
Metalhead
 
Beiträge: 3401
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 11:26

Re: SW 2013: Raccoon in Paradise

Beitragvon 123_7 » Freitag 26. Juli 2013, 17:31

Oh, vielleicht hätte ich mich mal informieren soll, was der "Blood Eagle" wirklich ist... lecker.
Benutzeravatar
123_7
Metalhead
 
Beiträge: 3401
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 11:26

Re: SW 2013: Raccoon in Paradise

Beitragvon Jesus » Freitag 26. Juli 2013, 17:32

Ich wollte Dich schon darauf aufmerksam machen, nahm dann aber an, dass Dir das Wortspiel wichtiger war als die historischen Fakten ;)
Benutzeravatar
Jesus
Super-Duper-Mega-Ober Metaller
 
Beiträge: 10890
Registriert: Dienstag 9. Februar 2010, 13:20
Wohnort: Das Herz Preußens

Re: SW 2013: Raccoon in Paradise

Beitragvon 123_7 » Freitag 26. Juli 2013, 17:33

Habs nicht so mit dem Wikingerkult... aber das ist schon... huh... heftiger Stoff. Aber es ging mir natürlich um das Wortspiel ;-)
Benutzeravatar
123_7
Metalhead
 
Beiträge: 3401
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 11:26

Re: SW 2013: Raccoon in Paradise

Beitragvon Jesus » Donnerstag 8. August 2013, 18:40

Jo, Fabi & Alleswisser, soll ich in diesem Thread hier Gedanken zum Sampler tippen oder einen eigenen aufmachen?
Benutzeravatar
Jesus
Super-Duper-Mega-Ober Metaller
 
Beiträge: 10890
Registriert: Dienstag 9. Februar 2010, 13:20
Wohnort: Das Herz Preußens

Re: SW 2013: Raccoon in Paradise

Beitragvon 123_7 » Donnerstag 8. August 2013, 18:53

Wie du magst. Kannst gerne hier rein schreiben.
Benutzeravatar
123_7
Metalhead
 
Beiträge: 3401
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 11:26

Re: SW 2013: Raccoon in Paradise

Beitragvon Jesus » Samstag 10. August 2013, 11:29

They've been spending most their lives living in a raccoon's paradise
Been spending most our lives living in a raccoon's paradise
They've been wasting most their time reviewing wichtelsamplers gone unappreciated


Nun, liebe Kinder, was wissen wir über den Musikgeschmack von Waschbären? Nicht viel, Wikipedia sagt nur folgendes: Mit ihrem Gehör, dessen Hörgrenze bei 50 bis 85 kHz liegt, sind Waschbären dazu in der Lage, sehr leise Geräusche wahrzunehmen, wie sie etwa im Boden eingegrabene Regenwürmer verursachen.

Nicht allzu aussagekräftig. Dafür gibt es ein Foto vom 10 cm langen Penisknochen des pelzigen Tierchens. In Relation zur Körpergröße durchaus beeindruckend. Ob uns Fabi mit dem Cover etwas mitteilen möchte? Alter, eine mögliche Ossifikation des Schwellkörpers solltest Du dringend einem Arzt melden, anstatt immer nur vor den Mädels anzugeben!


#01 (1:44): Ein kurzes Pianostück. Filigran, melancholisch, minimalistisch. Viel mehr kann ich dazu nicht sagen. Bin ein Kunstbanause und kann bestenfalls Liszt von Bartók unterscheiden.

#02 COBALT 'Blood Eagle Sacrifice': Es blackt so black, wenn Amerikas Blacker blacken. COBALT verpassen uns eine Abreibung mit ihrem tribalistischen (sic?) Geprügel. Immer wieder erstaunlich, dass selbst heute noch so manch elitärer Panda behauptet, die Amis könnten keinen Black Metal spielen. Das war zwar vor 25 Jahren der Fall, als VON ihre ersten Gehversuche unternahmen (und bis heute keinen Schritt weiter kamen), aber irgendwie hält sich dieses Klischee bis heute. So wie Ungebildete immer noch überrascht tun, wenn sie einen gut produzierten BM-Song hören. Dabei ist 1994 schon lange vorbei. Diese Band hier habe ich ja nun oft genug empfohlen, wer also immer noch nicht "Eater of Birds" oder "Gin" im Schrank zu stehen hat, ist eine unmetallische Weichmuschi. Was wahrscheinlich das Gegenteil eines Penisknochens ist :hmmm: Heilige Gedankengänge, Batman! Fabi, die Hinweise verdichten sich so langsam...

#03 RUSSIAN CIRCLES 'Death Rides a Horse': Der Übergang ist absolut großartig gelungen! Es frickeln die russischen Zirkel ihre eher amerikanischen Kreise. Metallisch angehauchter Post-Rock von einer gerne übersehenen Band und ihrem soliden Debüt "Enter". Wäre was für Sally. Flitzefinger und fußpilziges Instrumentalgeschnarche in einem. Das kommt wahrscheinlich in Rüdigers Albträumen vor.

#04 (3:04): Melodisch post-corige Klänge, die ich mal grob zwischen REFUSED und FUGAZI verorten würde. Ein bisschen frickelig; dazu nach dem Vers ein Riff, das verdächtig an einen Song vom METALLICA-Debüt erinnert. Ich komme gerade nicht darauf, an welchen und bin zu faul zum Nachschlagen. 'Jump in the Fire' vielleicht. Egal, zurück zu diesem Song hier. Die ersten Textzeilen könnten lauten "You say you think we should end it / you say that we just pretended". Irgendwas mit "with the fever" lässt der leicht angeraute punkige Sänger von sich. Jener Sänger erscheint mir vertraut. Ich beiße mir in meinen wolligen Hintern, wenn das hier eine Band ist, die ich kennen und erkennen sollte.

#05 (8:07): Stonerig wird's. Langsam groovend, mit ultraverzerrtem Bass und Magma-Riffs. Dazu ein melodisch säuselnder, fast schon flüsternder Sänger. Erinnert mich ein wenig an den einen Song von ANCESTORS, den mir Fabi letztens im Duell servierte. Nur unmetallisch und entspannter. "Like the sea, like the sea". Nach etwa dreieinhalb Minuten wabert der Trip in hawkfloyd'sche Gefilde und strömt bunt qualmend durchs All, während meine Tastatur im Sternenlicht schmilzt... Was immer die auch rauchen, es ist richtig guter Shizzle. Das groovend-monoton-repetitiv-hypnotische Hauptmotiv wird wieder aufgegriffen und brummt und brummt und brummt und brummt. Und bämm, der Song nimmt an Fahrt auf. Vorhang auf für das Solo, auf dem wir zu anderen Planeten reiten werden!

#06 (5:26): Folkig, Singer/Songwriter. Nur eine klare Klampfe, Lagerfeuer-Akkorde und Gesang. "Wandering into your eyes I beg for salvation". Das ist genau Fabi-Mucke vom Feinsten. Simpel in all seiner Schönheit und so hypnotisch, dass ich völlig das Tippen vergessen habe. Brauch ich.

#07 (4:50): Zurück in die 70er. Hard Rock irgendwo zwischen all den üblichen Verdächtigen dieser Zeit. Ob es wirklich von damals stammt oder eine Retro-Band ist, vermag ich nicht zu sagen. Flott legt's los, feinstes Geschredder, rumpelnder Bass, weit in den Hintergrund gemischter, nicht allzu markanter, leicht verzerrter Sänger. "Fear is taking over, there is no way to escape for meeeeeeee". Und Solo! Mehr Solo! Gniedelgniedelgniedel while my brummbass gently grooves. So à la URIAH HEEP. Nur ohne Orgel. Luzifer und ihr (!) Lächeln wird besungen, der Sänger möchte ihre Lippen küssen und singt noch was von wegen "give me fever". Das etwas schleppende Ende könnte eventuell auf eine Doom-Band hindeuten, die sich hier etwas austobt. Brauch ich.

#08 THY CATAFALQUE 'Köd Utánam': Diese verrückten Ungarn wurden von mir auch schon beim Wichteln verwurstet und gerne mal angepriesen. Ich würde die Musik ja Progressive Metal nennen, aber leider ist dieser Begriff schon für ein Genre vergeben, welches ungefähr so progressiv ist wie die CSU und der KKK zusammen. "Róka Hasa Rádió" war eines der tollsten Metal-Alben von 2009 und 'Köd Utánam' ist gewissermaßen die eingängige Hitsingle.

#09 (3:40): Wieder etwas post-coriges Geschrammel, zweistimmig wird etwa 50 Sekunden gegniedelt, bevor wir in entrückte Post-Rock-Sphären schweben. Hm... klingt wie MONO, kehrt dann aber zum Geschrammel zurück. Ah, das post-rockende Traumgeträufel ist gewissermaßen der Refrain. Ähm... MOGWAI wäre auch nicht die schlechteste Assoziation, die hätten genau diesen Sound drauf. Für MAYBESHEWILL ist es nicht filigran genug. Die rockenden Teile erinnern eher an SHELLAC, der Post-Rock-Part könnte auch eins zu eins von EXPLOSIONS IN THE SKY stammen. Hat einen sehr vertrauten Klang und ich wäre nicht überrascht, wenn ich die Band kenne.

#10 HEXVESSEL 'His Portal Tomb': So schade es auch ist, dass Kvohst <CODE> verlassen hat, können wir doch alle froh sein über sein geschäftiges Treiben mit allerlei anderen Projekten. Das eher folkige Debüt von HEXVESSEL war mir etwas zu zerfahren, aber der Psychedelic Doom Folk Something Rock des Zweitlings "No Holier Temple" ist demgegenüber schon ein ganz anderes Kaliber. Brauch ich auch, wusste ich aber schon vorher.

#11 PALLBEARER 'Devoid of Redemption': Schnörkelloser Doom nach weitgehend traditionellem Rezept. Ohne Epik-Quatsch, Jodelschlager, Gotengeseufze. Nur Dooooooom. Den Song hätte ich wohl auch verwichtelt.

#12 (6:31): Death Doom, der stark nach UNHOLY zu Zeiten von "The Second Ring of Power" und "Rapture" klingt. Ich schätze auch mal, dass der Sänger Finnisch grunzt. Keyboardschleier, schleppende Riffs, etwas Geflüster. Raues Gebrüll, welches wirklich an Pasi Äijö erinnert. Der hat aber meines Wissens nach keine weitere Band gehabt. Das vereinzelte Geflöte gemahnt an SHAPE OF DESPAIR. Klingt ebenso wie die 4 und die 9 dermaßen vertraut, dass ich mir wieder einbilde, die Band bestimmt kennen zu müssen. Oder es liegt einfach daran, dass Fabi und ich aufgrund unserer stark überschneidenden Geschmäcker teilweise sehr ähnliche Bands hören, die der jeweils andere nicht direkt kennt.


Graf Zahl meinte, ich würde eh die Hälfte kennen und lag damit nur knapp daneben. Ein Song mehr und ich hätte die Quote erfüllt. Naja, man kann nicht alles haben.
Benutzeravatar
Jesus
Super-Duper-Mega-Ober Metaller
 
Beiträge: 10890
Registriert: Dienstag 9. Februar 2010, 13:20
Wohnort: Das Herz Preußens

VorherigeNächste

Zurück zu Musica et Circenses

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast